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Wir lieben Filme und wir lieben es, über Filme zu diskutieren. Die Sache ist nur, wir haben einen sehr unterschiedlichen Filmgeschmack. Daher drückt jeder von uns dem jeweils anderen für die aktuelle Episode einen neuen Film aufs Auge mit dem Ziel, des...
Beschreibung
vor 1 Tag
Schwertkämpferin will Rache üben, hakt nach und nach eine Liste
ihrer Opfer bzw. Ziele ab und vergießt dabei ordentlich Blut? Nope,
it’s not Tarantino, aber wahrscheinlich der Film, der wie kein
anderer Vorlage für Kill Bill war: Die titelgebende Lady Snowblood,
Yuki, wurde im Gefängnis geboren, ihr einziger Daseinszweck, die
Rache vollenden, die ihre Mutter wegen ihrer Gefangenschaft nicht
vollenden konnte. Auf der Liste stehen drei Namen: Banzo, Okono und
Gishiro. Diese haben damals die Familie von Yukis Mutter getötet
und sie selbst brutal vergewaltigt. An einem konnte Yukis Mutter
bereits Rache üben, daher sitzt sie im Gefängnis, in dem sie bei
Yukis Geburt stirbt: Nicht ohne dieser als Baby bereits die Bürde
der Rachevollendung weiterzugeben. Und so metzelt sich die
mittlerweile erwachsene Yuki durch ihre Liste, um den letzten
Wunsch ihrer Mutter zu erfüllen Lady Snowblood aus dem Jahr 1973
spielt in der Meiji-Zeit, im Japan des 19. Jahrhunderts, als die
Moderne peu à peu traditionelle Werte ablöste. Unser Racheengel,
eine traurige, verzweifelte und einsame Frau, aber auch eine
tödliche Waffe, die nicht lange fackelt, ihre Feinde im wahrsten
Sinne des Wortes einen Kopf - oder ein anderes Körperteil - kürzer
zu machen. Ein Revengethriller, ein Exploitationfilm mit viel Blut,
aber auch ein überraschend komplexes Drama um Schuld, Sühne und die
Last der Rache: Hochstilisiert, verzweigt montiert und voller
doppelter Böden. Johannes, was hast du in dem Film gesehen? Den
Proto-Tarantino, den 70er B-Movie Flick, oder doch auch ein
bisschen Kunst?
ihrer Opfer bzw. Ziele ab und vergießt dabei ordentlich Blut? Nope,
it’s not Tarantino, aber wahrscheinlich der Film, der wie kein
anderer Vorlage für Kill Bill war: Die titelgebende Lady Snowblood,
Yuki, wurde im Gefängnis geboren, ihr einziger Daseinszweck, die
Rache vollenden, die ihre Mutter wegen ihrer Gefangenschaft nicht
vollenden konnte. Auf der Liste stehen drei Namen: Banzo, Okono und
Gishiro. Diese haben damals die Familie von Yukis Mutter getötet
und sie selbst brutal vergewaltigt. An einem konnte Yukis Mutter
bereits Rache üben, daher sitzt sie im Gefängnis, in dem sie bei
Yukis Geburt stirbt: Nicht ohne dieser als Baby bereits die Bürde
der Rachevollendung weiterzugeben. Und so metzelt sich die
mittlerweile erwachsene Yuki durch ihre Liste, um den letzten
Wunsch ihrer Mutter zu erfüllen Lady Snowblood aus dem Jahr 1973
spielt in der Meiji-Zeit, im Japan des 19. Jahrhunderts, als die
Moderne peu à peu traditionelle Werte ablöste. Unser Racheengel,
eine traurige, verzweifelte und einsame Frau, aber auch eine
tödliche Waffe, die nicht lange fackelt, ihre Feinde im wahrsten
Sinne des Wortes einen Kopf - oder ein anderes Körperteil - kürzer
zu machen. Ein Revengethriller, ein Exploitationfilm mit viel Blut,
aber auch ein überraschend komplexes Drama um Schuld, Sühne und die
Last der Rache: Hochstilisiert, verzweigt montiert und voller
doppelter Böden. Johannes, was hast du in dem Film gesehen? Den
Proto-Tarantino, den 70er B-Movie Flick, oder doch auch ein
bisschen Kunst?
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