Gefährdete Geschichte: Wie Archive Akten retten und bewahren

Gefährdete Geschichte: Wie Archive Akten retten und bewahren

vor 13 Stunden
Was passiert, wenn Geschichte buchstäblich unter …
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Taucht ein in die Welt der Geschichte mit „Aufges…

Beschreibung

vor 13 Stunden
Was passiert, wenn Geschichte buchstäblich unter Wasser gerät? Und
wie lassen sich Akten, Urkunden und Dokumente bewahren, wenn Feuer,
Schimmel, Schädlinge oder Papierzerfall sie bedrohen? In dieser
Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ geht es um ein
Thema, das oft im Hintergrund bleibt, für Archive aber
unverzichtbar ist: die Bestandserhaltung. Gemeinsam mit Dr. Sabine
Fees aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg sprechen wir darüber,
wie gefährdete Unterlagen gesichert, gereinigt, verpackt und
langfristig nutzbar gemacht werden. Ausgangspunkt ist eine
Katastrophe in Bad Hersfeld: In der Nacht vom 19. Juli 1956 trat
nach starken Regenfällen die Geis über die Ufer. Die Altstadt wurde
überflutet, Keller liefen voll – darunter auch das Landratsamt
Hersfeld. Dort gelagerte Akten versanken in Wasser und Schlamm.
Betroffen waren nicht nur Verwaltungsunterlagen, sondern auch
Quellen zur Geschichte einer ganzen Region: Akten aus der
Nachkriegszeit, Unterlagen zu Schulen, Gesundheit, Verkehr, Wahlen,
Ein- und Ausbürgerungen und zur besonderen Lage des Kreises an der
innerdeutschen Grenze. Die Folge zeigt, wie schwierig der Umgang
mit solchen beschädigten Beständen ist. Durchnässte Akten können
verblocken, verschimmeln und dadurch für die Nutzung gesperrt
werden. Am Beispiel des Landratsamts Hersfeld wird deutlich, welche
Maßnahmen notwendig sind, um beschädigte Unterlagen zu retten – von
Reinigung und Neuverpackung über die Zusammenarbeit mit
Dienstleistern bis hin zur Massenentsäuerung gegen den
fortschreitenden Papierzerfall. Doch Bestandserhaltung beginnt
nicht erst im Katastrophenfall. Auch Klima, Staub, Verpackung,
Lagerung und Schädlingsmanagement spielen eine zentrale Rolle.
Deshalb geht es in der Folge auch um Papierfischchen,
Quarantäneboxen, Integrated Pest Management (IPM) und die Frage,
wie Archive verhindern, dass wertvolle Unterlagen überhaupt erst
Schaden nehmen. Die Folge macht deutlich: Bestandserhaltung ist
eine dauerhafte Aufgabe – analog wie digital. Sie sorgt dafür, dass
Geschichte nicht verloren geht, sondern auch in Zukunft erforscht,
verstanden und weitergegeben werden kann. Mehr Informationen zu
dieser Episode und zu den Beständen des Hessischen Landesarchivs
findet ihr auf landesarchiv.hessen.de sowie auf hla-media.de.
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Plattform eurer Wahl, um keine Folge zu verpassen. Shownotes:
Bestandserhaltung: Ein Ratgeber für Verwaltungen, Archive und
Bibliotheken:
https://archivberatung.hessen.de/sites/archivberatung.hessen.de/files/2022-11/Bestandserhaltung-2019-online_0.pdf
Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts
- Wissensdatenbank: https://www.kek-spk.de/wissensdatenbank
Archivberatung Hessen: https://archivberatung.hessen.de/ Fees,
Sabine: Wenn Geschichte im Hochwasser versinkt – Ein 70 -jähriges
Bestandserhaltungsprojekt: Archivnachrichten aus Hessen, Ausgabe
2026/1
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