Podcaster
Episoden
27.04.2026
45 Minuten
Was passiert mit Unterlagen, die für Betroffene belastend sein können? Wie gehen Archive mit sensiblen Informationen um, etwa zu Verfolgung, Diskriminierung oder persönlichen Schicksalen? Und welche Verantwortung tragen Archive, wenn sie solche Quellen bewahren und zugänglich machen? In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ sprechen wir über den Umgang mit belastenden Unterlagen im Archiv. Gemeinsam mit Andrea Heck, zuständig für Themen der Erschließung und des Gesundheitsmanagements im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt sowie dem Archivleiter des Fritz-Bauer-Instituts in Frankfurt am Main, Johannes Bermann-Schön, werfen wir einen Blick auf Dokumente, die schwierige und oft schmerzhafte Kapitel der Geschichte überliefern. Dabei geht es um Quellen, die von staatlichem Handeln ebenso zeugen wie von individuellen Lebensgeschichten. Solche Unterlagen können für Forschung und Aufarbeitung von großer Bedeutung sein. Gleichzeitig stellen sie Archive immer wieder vor die Frage, wie sich der Zugang zu diesen Materialien verantwortungsvoll gestalten lässt. Wir sprechen darüber, welche rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen dabei eine Rolle spielen und wie Archive zwischen Transparenz, Schutz der Persönlichkeitsrechte und historischer Aufklärung abwägen. Eine Folge für alle, die erfahren möchten, welche Herausforderungen mit sensiblen Archivbeständen verbunden sind und wie Archive mit der Verantwortung umgehen, schwierige Geschichte zu bewahren. Mehr Informationen zu dieser Episode und zu den Beständen des Hessischen Landesarchivs findet Ihr auf landesarchiv.hessen.de und hla-media.de. Abonniert den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder der Plattform Eurer Wahl, um keine Folge zu verpassen.
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31.03.2026
41 Minuten
Was verraten Schulakten über den Alltag früherer Generationen? Welche Spuren hinterlassen Unterricht und Schulverwaltung in den Archiven? Und warum sind gerade scheinbar alltägliche Dokumente wichtige Quellen für die Geschichtsforschung? In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ sprechen wir über Schule als historischen Ort und über die Überlieferungen, die dabei entstehen. Gemeinsam mit Dr. Elisabeth Schläwe, stellvertretende Leiterin des Referats Überlieferungsbildung im Hessischen Staatsarchiv Marburg, schauen wir darauf, welche Unterlagen aus Schulen ins Archiv gelangen und was sie über Bildung und über gesellschaftliche Entwicklungen erzählen. Dabei geht es auch um typische Quellen aus dem Schulalltag und um die Frage, welche Einblicke sie in vergangene Lebenswelten ermöglichen. Selbst unscheinbare Einträge oder Randnotizen können zeigen, wie sich größere historische Entwicklungen im Alltag von Schule widerspiegeln. Außerdem sprechen wir darüber, wie Archive entscheiden, welche Unterlagen zu Archivgut werden. Denn aus der großen Zahl von Schulen kann nicht jede vollständig archivisch überliefert werden. Umso wichtiger ist eine bewusste Auswahl, die langfristig aussagekräftige Einblicke in die Geschichte des Schulwesens ermöglicht. Eine Folge für alle, die wissen möchten, wie Schulgeschichte im Archiv bewahrt wird und welche Geschichten sich hinter den Akten des Schulalltags verbergen. Mehr Informationen zu dieser Episode und zu den Beständen des Hessischen Landesarchivs findet Ihr auf https://landesarchiv.hessen.de/ und https://hla-media.de/. Abonniert den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder der Plattform Eurer Wahl, um keine Folge zu verpassen. Shownotes: Mehr Hinweise zu den Schulchroniken im Hessischen Staatsarchiv Marburg, Best. Prot. IV: https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/showFondsDetails?fondsId=1635 Bewertungskatalog Schulämter: https://landesarchiv.hessen.de/sites/landesarchiv.hessen.de/files/2022-11/schulaemter_2018_0.pdf Bewertungsmerkblatt: https://landesarchiv.hessen.de/sites/landesarchiv.hessen.de/files/2022-11/bewertungsmerkblatt_schulen_hla.pdf
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28.02.2026
40 Minuten
Was bedeutet Jugendbewegung eigentlich und warum spielt sie für die deutsche Geschichte eine so große Rolle? Welche Vorstellungen und Spannungen verbinden sich mit Pfadfindern und bündischen Gruppen? Und wie lässt sich all das heute im Archiv nachvollziehen? In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ werfen wir gemeinsam mit der Leiterin des Archivs der deutschen Jugendbewegung auf Burg Ludwigstein, Dr. Susanne Rappe-Weber, einen Blick auf mehr als hundert Jahre Jugendkultur. Wir sprechen über die Entstehung um 1900 und darüber, wie aus Reformgedanken gemeinschaftliche Lebensformen entstanden. Zugleich geht es um politische Vereinnahmung, umtiefe Einschnitte sowie Neuanfänge nach 1945. Die Bestände reichen von Protokollen und Mitgliederlisten bis hin zu Nachlässen und Fotografien. Sie erzählen von Wanderfahrten und Zeltlagern ebenso wie von Protest und gesellschaftlichen Veränderungen. So wird deutlich, wie eng persönliche Erinnerungen und historische Entwicklungen miteinander verwoben sind. Wir diskutieren, unter welchen Bedingungen sich Jugendbewegungen zwischen eigenem Gestaltungswillen und politischem Zugriff bewegten. Außerdem schauen wir auf die Bedeutung von Orten wie Burg Ludwigstein als Erinnerungsorte und darauf, weshalb diese Überlieferungen bis heute wichtige Quellen für die Sozial- und Kulturgeschichte sind. Eine Folge für alle, die erfahren möchten, wie Jugend Generationen geprägt hat und welche Spuren davon bis heute in Archiven erhalten sind. Mehr Informationen zu dieser Episode und zu den Beständen des Hessischen Landesarchivs findet Ihr auf landesarchiv.hessen.de. Abonniert den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder der Plattform Eurer Wahl, um keine Folge zu verpassen. Shownotes: • Zu den Beständen des Archivs: Arcinsys | Detailseite: Archiv der deutschen Jugendbewegung https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/showArchiveDetails?archiveId=76 • Der Link zum Sammlungsprofil https://www.burgludwigstein.de/forschen/profil/sammlungsergaenzung • Die Jugendmusikbewegung: https://www.adjb-jugendmusikbewegung.de/
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31.01.2026
45 Minuten
Wie prägt Sport unser Leben – und seit wann eigentlich? Was erzählen Vereinsregister, Polizeiakten oder Turnordnungen über Macht, Disziplin und Gemeinschaft? Und warum ist Sportgeschichte weit mehr als nur eine Randnotiz? In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte” sprechen wir mit Dr. Katrin Marx-Jaskulski und Dr. Alexander Priebe über Sport als historische Quelle im Archiv. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die vielfältigen Spuren, die sportliche Aktivitäten in den Beständen des Hessischen Landesarchivs hinterlassen haben – von frühen Turnvereinen und Arbeitersport bis hin zu Sport im Nationalsozialismus. Die Überlieferungen reichen von Vereinsstatuten und Mitgliederlisten über Bauakten zu Turnhallen und Schwimmbädern bis hin zu Gerichtsakten. Sie dokumentieren nicht nur körperliche Betätigung, sondern auch Fragen von Disziplin, Gesundheit, Integration und politischer Einflussnahme – und eröffnen damit aufschlussreiche Einblicke in Sozial- und Alltagsgeschichte. Wir sprechen darüber, welche Dokumente Aufschluss über Vereinsleben und gesellschaftliche Normen geben, wie Sport zur Gemeinschaftsbildung beitrug und warum gerade scheinbar alltägliche Unterlagen wertvolle Quellen für die historische Forschung sind. Eine Folge für alle, die verstehen möchten, wie eng Sport, Politik und Gesellschaft historisch miteinander verbunden sind. Mehr Informationen zu dieser Episode und zu den Beständen des Hessischen Landesarchivs findet ihr auf landesarchiv.hessen.de und hla-media.de. Abonniert den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder der Plattform eurer Wahl, um keine Folge zu verpassen. Shownotes: Sport und Geschichte - Landessportbund Hessen e.V.: https://www.landessportbund-hessen.de/geschaeftsfelder/sport-und-geschichte/ 100 Jahre Institut für Sportwissenschaft und Motologie - Institutsjubiläum 2024 - Institut für Sportwissenschaft und Motologie - Philipps-Universität Marburg: https://www.uni-marburg.de/de/fb21/sportwissenschaft-motologie/ifl100 Deutsche Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen e.V.: https://www.dags-ev.de/?title=Hauptseite Marx-Jaskulski, Katrin: „Auf die Plätze, fertig, los! Sport und Spiel in und um Marburg, Archivnachrichten aus Hessen (2024/2): https://landesarchiv.hessen.de/sites/landesarchiv.hessen.de/files/2024-12/archivnachrichten_webpdf_02_2024_hessisches_landesarchiv_end_ow_18122024.pdf
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31.12.2025
44 Minuten
Was erzählen Psychiatrieakten über Menschen, Gesellschaft und den Umgang mit psychischer Krankheit? Und warum sind diese Unterlagen für Archive ebenso wertvoll wie sensibel? In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ öffnen wir eine Tür zu einem besonders anspruchsvollen Archivbestand: den Psychiatrie- und forensischen Patientenakten. Gemeinsam mit unseren Gästen Dr. Anke Stößer (Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden) und Annett Schreiber (Archiv des Landeswohlfahrtsverbands Hessen) sprechen wir über Geschichte, Bedeutung und Herausforderungen dieser außergewöhnlichen Quellen. Die Akten reichen teils mehrere Jahrhunderte zurück – von frühneuzeitlichen Hospitälern über die Heil- und Pflegeanstalten des 19. Jahrhunderts bis hin zur forensischen Psychiatrie der Moderne. Sie enthalten detaillierte Lebens- und Leidensgeschichten, ärztliche Anamnesen, Diagnosen, Familienverhältnisse und soziale Hintergründe – und eröffnen damit einzigartige Einblicke in Medizin-, Sozial- und Mentalitätsgeschichte. Doch mit dieser Nähe zu einzelnen Biografien gehen große ethische und rechtliche Fragen einher: Wie bewertet und übernimmt man solche Massenakten? Wie werden sensible Daten erschlossen und geschützt? Welche Begriffe aus der Vergangenheit lassen sich heute noch verwenden – und welche müssen kritisch eingeordnet werden? Und wo liegen die Grenzen von Nutzung und Digitalisierung? Die Folge zeigt, warum Psychiatrieakten für Forschung und Erinnerungskultur unverzichtbar sind, gleichzeitig aber ein besonders verantwortungsvoller Umgang erforderlich ist. Mehr Informationen zu dieser Episode und zu den Beständen des Hessischen Landesarchivs findet ihr auf landesarchiv.hessen.de. Abonniert den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder der Plattform eurer Wahl, um keine Folge zu verpassen. Shownotes: Mehr Informationen zum Archiv des Landeswohlfahrtsverbandes: Landeswohlfahrtsverband Hessen: Über uns Am 1. Januar 2008 wurde durch den LWV Hessen zunächst die LWV-Gesundheitsmanagement GmbH als Holding gegründet. Im März 2009 richtete sich die Unternehmensgruppe neu aus und nennt sich seitdem Vitos GmbH. Der LWV ist Alleingesellschafter von Vitos. Die Bestände zu den forensischen Psychiatrieakten, die im LWV-Archiv aufbewahrt werden, können in Arcinsys recherchiert werden https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/list.action?nodeid=g173165&page=1&sorting=41&reload=true Die erwähnten Bestände zur Landesheil- und Pflegeanstalt Eichberg im Hessischen Hauptstaatsarchiv können hier recherchiert werden Arcinsys | Navigator: 6.1 Eichberg
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Über diesen Podcast
Taucht ein in die Welt der Geschichte mit „Aufgeschlossen – Türen
zur Geschichte“, dem Podcast des Hessischen Landesarchivs.
Moderiert von Jan-Hendrik Evers und Maria Kobold, erwartet euch ein
spannender Blick hinter die Kulissen historischer Dokumente, die
Jahrhunderte alte Geschichten erzählen. In strukturierten
Interviews mit Expert*innen und Archivmitarbeitenden entdeckt ihr
faszinierende Einblicke, überraschende Aha-Momente und bislang
unerforschte Schätze. Von der Herkunft unserer Familiennamen bis
hin zu historischen True-Crime-Fällen – Archive sind lebendiger,
als ihr denkt! Schaltet ein, wenn wir die Türen zur Geschichte
öffnen und die Vergangenheit für euch zum Leben erwecken.
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