Iran-(Deal), Linke-Parteitag und Starmer/Burnham (E313)

Iran-(Deal), Linke-Parteitag und Starmer/Burnham (E313)

vor 1 Tag
Episode 313, 27.06.2026
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Podcast
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Der Podcast mit einem jungen Blick auf die Politik.

Beschreibung

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Zum Einstieg sprechen wir über die fragile Annäherung zwischen
den USA und dem Iran – und warum aus unserer Sicht wenig
dafürspricht, dass Trump hier tatsächlich gewonnen hat. Nach
monatelangem Krieg haben beide Seiten eine Absichtserklärung
unterzeichnet, die Kampfhandlungen beenden und binnen 60 Tagen zu
einem endgültigen Abkommen führen soll. US-Vizepräsident JD Vance
verkündet bereits einen "bedeutenden Meilenstein" bei den
Atominspektionen – nur um Stunden später vom Iran öffentlich
widersprochen zu werden. Wir schauen uns die zentralen Punkte des
Deals an: die Straße von Hormus, die nur für 60 Tage gebührenfrei
bleibt, den 300-Milliarden-Dollar-Wiederaufbauplan, für den die
USA selbst nichts zahlen wollen, und das ungeklärte ballistische
Raketenprogramm. Selbst der iranische Chefunterhändler hat das
Abkommen öffentlich als amerikanisches Niederlagengeständnis
bezeichnet – aus Trumps eigener "maximaler Druck"-Rhetorik wurde,
wie es ein Kommentar treffend nennt, eine "maximale Blamage". Was
bleibt von Trumps Drohpolitik gegen den Iran wirklich übrig?


Anschließend geht es um den Parteitag der Linken in Potsdam. Mit
Luigi Pantisano wurde ein neuer Vorsitzender gewählt – allerdings
nur mit hauchdünner Mehrheit und nach einem Bild-Interview, das
parteiintern für erheblichen Unmut sorgte. Wir ordnen ein, was
das knappe Ergebnis über die Stimmung in der Partei verrät, und
blicken auf die lange erwartete Nahost-Debatte: Die Partei
entscheidet sich erstmals, das Vorgehen Israels in Gaza offiziell
als Völkermord zu bezeichnen, bekräftigt aber gleichzeitig das
Existenzrecht Israels und verurteilt auch die Verbrechen der
Hamas. Wie wird dieser schwierige Balanceakt innerhalb der
wachsenden, deutlich propalästinensisch geprägten jungen
Parteibasis aufgenommen?


Den größten Teil der Folge widmen wir dem politischen Erdbeben in
Großbritannien: Nach nicht einmal zwei Jahren im Amt tritt
Premierminister Keir Starmer zurück. Wir erzählen, wie es so weit
kommen konnte – von der "loveless landslide" 2024 über die
Mandelson-Affäre bis zum entscheidenden Wahlsieg seines
Herausforderers Andy Burnham in einer Nachwahl. Wir blicken
zurück auf die Wurzeln der heutigen Labour-Krise im Machtkampf
zwischen Jeremy Corbyn und dem Parteiestablishment, ordnen ein,
woran Starmer wirklich gescheitert ist, und fragen, wer der "King
of the North" eigentlich ist, der nun aller Voraussicht nach
neuer britischer Premierminister wird. Steht Burnham für einen
echten Kurswechsel – oder erbt er einfach dieselben unlösbaren
Widersprüche wie sein Vorgänger?


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