Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
Die aktuellen Wirtschaftsnachrichten mit Michael
Weyland 

Thema heute:     Pflicht zur Betriebsrente: Hohe
Gebühren können Beschäftigte Zehntausende Euro kosten 
 

 

Wer nicht widerspricht, soll künftig automatisch in eine
betriebliche Altersvorsorge einbezogen werden. Das zieht die
Bundesregierung derzeit in Betracht.

Der unabhängige Geldratgeber Finanztip begrüßt den politischen
Vorstoß – warnt aber: Ohne Kostendeckel, hohen Aktienanteil und
einfache Mitnahme beim Jobwechsel droht die Pflicht-Betriebsrente
zur Vorsorge-Falle zu werden.

Hohe Gebühren nicht auf Kosten der Altersvorsorge

Nach Finanztip-Berechnungen können geringe Kostenunterschiede
über Jahrzehnte viel Endkapital kosten: Wer 40 Jahre lang
monatlich 150 Euro in eine Geldanlage mit sechs Prozent Rendite
pro Jahr einzahlt, hat bei jährlichen Kosten von 1,0 Prozent am
Ende brutto rund 50.000 Euro weniger Endkapital als bei
geringeren Kosten von 0,2 Prozent. Bei 0,5 Prozent jährlicher
Kosten wären es rund 30.000 Euro weniger. Bei 30 Jahren und einer
monatlichen Sparrate von 150 Euro liegt der Unterschied immerhin
noch bei rund 19.000 Euro und 11.000 Euro.

Finanztip fordert Kostendeckel

Finanztip fordert deshalb eine verbindliche Obergrenze für die
Gesamtkosten. Die jährlichen Effektivkosten sollten maximal 0,5
Prozent des angesparten Vermögens betragen – inklusive
Kapitalanlage, Verwaltung und Depotführung. Für ein einheitliches
Standardprodukt sollten die Kosten nach Ansicht der
Finanztip-Experten bei höchstens 0,2 Prozent pro Jahr liegen.

„Eine verpflichtende Betriebsrente, die vor allem Banken,
Versicherern und dem Vertrieb nutzt, verfehlt ihr eigentliches
Ziel, die Altersvorsorge der Menschen zu sichern”, sagt
Finanztip. “Das Ersparte sollte auch tatsächlich den
Verbraucherinnen und Verbrauchern zugutekommen.“

Wahlfreiheit und Flexibilität bei Produkten

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zahlen die betriebliche
Altersvorsorge zu einem großen Teil aus ihrem eigenen Einkommen.
„Die Beschäftigten sollten daher selbst entscheiden, wie das Geld
angelegt werden soll. Wem etwa Nachhaltigkeit wichtig ist, der
sollte auch in entsprechende Produkte investieren können“, sagt
man. Wer keine eigene Wahl trifft, sollte automatisch in ein
günstiges Standardprodukt (Default-Produkt) ohne starre
Garantieanteile und mit hohem Aktienanteil investieren – etwa auf
Basis breit gestreuter Aktien-ETFs.

Kein Nachteil mehr beim Jobwechsel

Finanztip fordert außerdem mehr Flexibilität beim
Arbeitgeberwechsel. Betriebsrenten müssten anders als heute ohne
großen Aufwand übertragen und weitergeführt werden können.

 

 

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden
unter:

https://www.was-audio.de/aanews/News20260623_kvp.mp3
Episode melden

„Wirtschaftsnews vom 23. Juni 2026“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz