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Beschreibung
vor 15 Stunden
In der kommunalen Peer-to-Peer-Arena wird hart über KI
diskutiert.
Das Konzept: Zwei Vertreter derselben Berufsgruppe prallen
aufeinander. Das Dilemma ist brutal. Auf der einen Seite kämpft
die Integrität der Wirkung (schiere Überlebensfähigkeit des Amts
durch Massenabwicklung), auf der anderen Seite steht die
Integrität der Norm (Schutz des Einzelfalls und der
Menschenwürde). Das hohle Klicken des Tackers bei der hundertsten
Akte trifft auf den muffigen Geruch des Archivs. Keine
Konsensillusion. Wir sezieren die soziale Kälte.
Dieses Mal zu Gast: Die Existenzsicherer der
Republik – die Sachbearbeitung Wohngeld. Im Studio begegnen sich
der „Durchlauf-Taktgeber“, der die schiere
Antragsflut nur noch durch algorithmische Dunkelverarbeitung
besiegen will, und der „Biografien-Versteher“,
der das unberechenbare, chaotische Leben vor dem kalten Raster
der Maschine retten muss.
Die zentralen Thesen, die diskutiert werden:
Das Triage-Dilemma der Armut: Lieber 1000
Menschen schnell helfen, auch wenn 5% zu wenig bekommen –
oder 100 Menschen perfekt berechnen, während 900 warten und
ihre Wohnung verlieren?
Der Verlust der Agency: Macht die KI die
Verwaltung zur totalen, undurchschaubaren „Blackbox“ für
die Ärmsten der Gesellschaft?
Kälte als Gebot: Ist algorithmische
Schnelligkeit am Ende die einzige Form von sozialer
Gerechtigkeit, die wir uns im Fachkräftemangel überhaupt
noch leisten können?
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