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  4. #60: Sozialplanung – Prädiktive Datenmetrik versus partizipative Quartiersrealität
In der kommunalen Peer-to-Peer-Arena wird hart über KI
diskutiert.

Zwei Fachleute kreuzen die Klingen über der Frage, wem die
Deutungshoheit über die Stadt gehört. Der Mandatskonflikt:
Integrität der Wirkung (zielgenaue, vorausschauende
Ressourcensteuerung durch Big Data) versus Integrität der Norm
(demokratische Aushandlung und Partizipation vor Ort). Ein
riesiger Stadtplan auf einem viel zu kleinen Tisch. Das trockene
Geräusch von Kreide auf der Wandtafel im Bürgerzentrum. Die
Ambiguität bleibt stehen.

Dieses Mal zu Gast: Die Konstrukteure des
städtischen Zusammenhalts – die Sozialplaner:innen. In der Arena
begegnen sich der „Wirkungs-Ingenieur“, der den
Euro knallhart dorthin lenkt, wo das
Predictive-Analytics-Dashboard die höchste soziale Rendite
prognostiziert, und der „Partizipations-Anwalt“,
der die Entpolitisierung durch Daten fürchtet und den analogen
Diskurs auf der Straße verteidigt.

Die zentralen Thesen, die diskutiert werden:

Die Entwertung des Bauchgefühls: Streichst
du ein etabliertes Projekt im Stadtteil X sofort, wenn der
Algorithmus dir vorrechnet, dass die Wirkung dort
statistisch irrelevant ist?

Das Stigma der Software: Erzeugt die KI
eine gefährliche „Self-Fulfilling Prophecy“, wenn sie
Problemquartiere auf dem Behörden-Monitor dauerhaft rot und
hoffnungslos markiert?

Das Ende der sozialen Fantasie: Berauben
wir uns mit Big Data der Fähigkeit, radikale soziale
Innovationen dort zu wagen, wo die Statistik noch überhaupt
kein Licht sieht?
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„#60: Sozialplanung – Prädiktive Datenmetrik versus partizipative Quartiersrealität“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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