Thomas Medicus: Literatur als „Werk der Barmherzigkeit“?

Thomas Medicus: Literatur als „Werk der Barmherzigkeit“?

vor 22 Stunden
„Vaterlos“: ein Tatsachenroman
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Beschreibung

vor 22 Stunden
Der Schriftsteller Thomas Medicus hat ein außergewöhnliches Buch
geschrieben. Es trägt den Titel „Vaterlos“ und wird von ihm als
„Tatsachenroman“ bezeichnet. Darin erzählt Medicus vom Suizid
seines Vaters und den Folgen für seine Familie. Lange konnte er
sich mit diesen einschneidenden Ereignis seiner Jugend nicht
auseinandersetzen. Zu groß waren der Schrecken und die Scham. Nun
hat er nach vielen Wegen und Umwegen eine Form gefunden, das
Schweigen zu beenden und diese Geschichte zu erzählen. Das eröffnet
Wege zum Verstehen dessen, was doch ganz unverständlich ist. So kam
ihm der ferne, früh verlorene Vater sehr nah. Aber auch die tief
verletzte Mutter konnte er nun besser verstehen. Vor kurzem hat
Thomas Medicus in der Berliner St. Matthäuskirche eine
beeindruckende Kanzelrede über die Barmherzigkeit gehalten. Wir
sprechen darüber, wie man dieses alte, kostbare Wort verstehen und
für die Gegenwart aufschlüsseln kann, was sie mit der bildenden
Kunst, der Literatur und dem Glauben zu tun hat. Und wir sprechen
darüber, inwiefern sein jüngstes Buch ein „geistliches Werk der
Barmherzigkeit“ darstellt.
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