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Beschreibung
vor 2 Tagen
„Ich befürchte, dass es eine ganze Menge Leute gibt, die sagen, wir
müssen schnell sein und wir müssen günstig bauen. Das halte ich
wirklich für fatal.“ Alexandra Busch ist Architektin, Journalistin
und Podcasterin. Mit ihr mache ich den Stresstest für relevante
Themen. Zum Beispiel serielles Bauen: Alex warnt, wie im Intro
gehört, vor einem Narrativ, dass die Wirklichkeit dann eben in den
Quartieren nicht abbildet. Weil man dort, wie sie sagt, nicht leben
will. Oder Beton: Dem sagt sie ein langes Baustoffleben voraus,
denn: „Ohne ihn werden wir nicht auskommen.“ Sie liebe Holz,
Aluminium attestiert sie gute Recycelbarkeit, erzählt, warum
Kreislaufwirtschaft im Architektur-Bereich gerade sehr angesagt
ist. Wenn beispielsweise aus Abbruch etwas Neues wird, alte Fenster
aufgearbeitet werden: „Dann entsteht ein ganz neuer Charme.“ Und
ja, wir reden auch über Künstliche Intelligenz. Nicht als Untergang
der Architektur, sondern als Werkzeug, das im Ausland viel
selbstverständlicher ausprobiert wird. Über Fassaden- und
Volumenstudien, Varianten in Minuten, erste Büros, die KI schon
über frühe Phasen hinaus einsetzen. Gleichzeitig bleibt der Punkt:
Wer ein kleines Büro führt und BIM verdaute, dem macht die nächste
Welle natürlich erstmal Angst. Ein düsteres Bild malt sie von den
Universitäten und der Ausbildung. Denn hier ist die Jetzt-Zeit,
also vor allem KI und deren Möglichkeiten, noch nicht wirklich
angekommen. Was nicht gerade optimistisch macht. In der derzeitigen
Krise sieht Alex eine Chance, weil „alle sich mal auf den Popo
setzen mussten“ und darüber nachdenken, wie sie jetzt arbeiten
wollen. Wir sprechen über Begriffe, die sich abgenutzt haben:
innovativ, disruptiv, Superlative. Über Architektur als Modewort in
Stellenausschreibungen und warum IT-Systemarchitekt so eine
Wortverbindung ist, die nervt. Alex verrät auch, warum sie den
Begriff Immobilie nicht besonders mag.
müssen schnell sein und wir müssen günstig bauen. Das halte ich
wirklich für fatal.“ Alexandra Busch ist Architektin, Journalistin
und Podcasterin. Mit ihr mache ich den Stresstest für relevante
Themen. Zum Beispiel serielles Bauen: Alex warnt, wie im Intro
gehört, vor einem Narrativ, dass die Wirklichkeit dann eben in den
Quartieren nicht abbildet. Weil man dort, wie sie sagt, nicht leben
will. Oder Beton: Dem sagt sie ein langes Baustoffleben voraus,
denn: „Ohne ihn werden wir nicht auskommen.“ Sie liebe Holz,
Aluminium attestiert sie gute Recycelbarkeit, erzählt, warum
Kreislaufwirtschaft im Architektur-Bereich gerade sehr angesagt
ist. Wenn beispielsweise aus Abbruch etwas Neues wird, alte Fenster
aufgearbeitet werden: „Dann entsteht ein ganz neuer Charme.“ Und
ja, wir reden auch über Künstliche Intelligenz. Nicht als Untergang
der Architektur, sondern als Werkzeug, das im Ausland viel
selbstverständlicher ausprobiert wird. Über Fassaden- und
Volumenstudien, Varianten in Minuten, erste Büros, die KI schon
über frühe Phasen hinaus einsetzen. Gleichzeitig bleibt der Punkt:
Wer ein kleines Büro führt und BIM verdaute, dem macht die nächste
Welle natürlich erstmal Angst. Ein düsteres Bild malt sie von den
Universitäten und der Ausbildung. Denn hier ist die Jetzt-Zeit,
also vor allem KI und deren Möglichkeiten, noch nicht wirklich
angekommen. Was nicht gerade optimistisch macht. In der derzeitigen
Krise sieht Alex eine Chance, weil „alle sich mal auf den Popo
setzen mussten“ und darüber nachdenken, wie sie jetzt arbeiten
wollen. Wir sprechen über Begriffe, die sich abgenutzt haben:
innovativ, disruptiv, Superlative. Über Architektur als Modewort in
Stellenausschreibungen und warum IT-Systemarchitekt so eine
Wortverbindung ist, die nervt. Alex verrät auch, warum sie den
Begriff Immobilie nicht besonders mag.
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