Immobiléros - Der Podcast für die Immobilienszene

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Spannendes aus der Immobilienwirtschaft

Episoden

Sven Köllmann, FIBONA & LÉGÈRE: „Unser Einfluss auf die Politik scheint extrem limitiert zu sein“
23.02.2026
37 Minuten
„Unser Einfluss auf die Politik scheint extrem limitiert zu sein“: Mit dieser Diagnose beschreibt Sven Köllmann ziemlich nüchtern, wo die Immobilienbranche aktuell steht. Den Bauturbo bezeichnet er als „Rohrkrepierer“. Gute Idee, schlechte Umsetzung, zu viele Rechtsunsicherheiten in den Kommunen und am Ende wenig Wirkung in der Praxis. Wir sprechen über politische Fehlanreize im Immobilienmarkt, über Regulierung als Dauerlösung und über die wachsende Politikverdrossenheit in der Branche und der Gesellschaft und welche Konsequenzen das für Investitionen, Vertrauen und die wirtschaftliche Stabilität hat. Als CEO von FIBONA zog Sven Köllmann 2022 die Reißleine. Nach der Fertigstellung des LÉGÈRE-Hotels in Erfurt reagierte er auf die steigende Inflation und den absehbaren Druck auf die Zinsmärkte mit einer radikalen Entscheidung: Alle geplanten Bauvorhaben wurden gestoppt. Projekte aus der Pipeline auf Eis gelegt, der Fokus stattdessen auf Sanierungen und Umbauten verschoben. Viele hielten das für übertrieben, manche für unnötig. Heute sagt er: Genau dieser Schritt war richtig. Auch deshalb konnte Sven ein Neubau-Hotel-Projekt in Lindau am Bodensee starten. Ein Standort, der vor wenigen Jahren kaum verfügbar gewesen wäre, was er übersetzt mit: eine Chance in der Krise. Parallel dazu ordnet Sven Köllmann den Zusammenbruch von Revo ein, als Folge eines Marktes, in dem schnelles Wachstum lange wichtiger war als Substanz. Gemeinsam mit CFC in Hamburg ist FIBONA seit 2024 auch in Restrukturierung und Distressed Investments aktiv. Wir sprechen über ein Beispiel des erfolgreichen Joint Ventures, die Transformation eines ehemaligen Shoppingcenters in Berlin-Steglitz zu einem vermieteten Fachmarktzentrum. Weitere Ankäufe – nicht nur Immobilien – sollen folgen. Am Ende wird Sven noch einmal grundsätzlich. Der Rückzug aus dem Healthcare-Segment ist kein Stimmungswechsel von ihm, sondern auch wieder eine bewusste unternehmerische Entscheidung: „Diese Asseklasse ist extrem beeinflusst von politischen Vorgaben.“ Er fragt sich, ob eigentlich die Implikationen allen klar sind. Die Antwort liegt für ihn auf der Hand.
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Alexandre Grellier, Drooms: "Viele große Unternehmen haben sich kleines Proptech gehalten"
16.02.2026
40 Minuten
„Es ist einfacher, eine gute Idee zu haben, als eine Idee wirklich zum Fliegen zu bringen.“ Mit diesem Satz eröffnet Alexandre Grellier, CEO von Drooms, ein Gespräch, in dem es nicht um Start-up-Romantik und Digitalisierung um ihrer selbst willen geht. Sondern um die Frage, welche Technologien in der Immobilienbranche tatsächlich Probleme lösen und wofür der Markt, gerade in einer angespannten Phase, bereit ist zu zahlen. Nicht jedes PropTech ist ein Start-up. Und nicht jedes Start-up mit Immobilienbezug ist ein PropTech. Diese begriffliche Unschärfe verdeckt, laut Alex, oft den Kern: Wirtschaftlichkeit, belastbare Geschäftsmodelle und Lösungen, die im Alltag funktionieren. Der Erwartung, komplexe Probleme ließen sich per Plug-and-Play lösen, begegnet er klar: „Das ist naiv.“ Ein zentrales Thema ist die Finanzierung. Alex beschreibt sie mit dem Bild des Lemming-Prinzips: Einer geht voran, nimmt Geld in die Hand, andere folgen. Lange funktionierte das. Sein Gegenmodell orientiert sich an der schwäbischen Hausfrau: ein präziser Blick auf Kosten, Cashflow und reale Tragfähigkeit. Wachstum ja, aber nicht um jeden Preis. Wir sprechen darüber, wie Expansion unter diesen Voraussetzungen dennoch gelingt. Über zweistellige Zuwächse von Drooms beispielsweise in Frankreich und Deutschland. Über Unterschiede zwischen europäischen Märkten. Über die USA, vor denen Alex keine Scheu hat. Und darüber, warum Deutschland nicht so schwarz ist, wie es derzeit oft gezeichnet wird. Am Ende geht es um ESG, um Vertrauen in Technologie und um die Erkenntnis, dass die Immobilienbranche hier noch Luft nach oben hat. Der prägnanteste Satz des Gesprächs bringt es auf den Punkt: Man muss nicht gleich das Unternehmen kaufen, das einem Software anbietet. Schließlich kommt auch niemand auf die Idee, Microsoft zu kaufen.
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Thomas Munko, RAS Service Group: "Concierge ist Loyalitätswerkzeug"
09.02.2026
34 Minuten
„Der Concierge ist ein Wohlfühl-Werkzeug.“ Thomas Munko ist ein Gentleman, ein Concierge. Zumindest war er das sehr lange und bekommt das nicht aus seinen Genen. Das muss er auch nach seinem Wechsel in die Immobilienbranche nicht. Thomas ist Geschäftsführer der RAS Group. Die betreut deutschlandweit über 100 Projekte mit verschiedenen Services im Residential-, Office- und Seniorenbereich, hat über 300 Mitarbeiter und gehört seit 2025 zur DPF Group. Im Gespräch zeigt sich schnell, dass sein früherer Beruf, seine 20 Jahre als Chef-Concierge im Ritz-Carlton, keine nostalgische Fußnote sind. Wir sprechen über den Mehrwert der Services in den Immobilien und vor allem für Mieter und Bewohner. Über die gesellschaftliche Komponente, vor allem im Bereich altersgerechtes Wohnen. Es geht sehr viel um Empathie, kein einziges Mal fällt das Stichwort KI. Dafür spricht Thomas über eine App, die er als Ergänzung zum Service sieht. Und darüber, warum es konstante Betreuung geben muss, die Bindung zwischen den einzelnen Gewerken und welches Vorurteil über Services er gern für immer beseitigen würde.
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Johannes Adomeit, Hochbau Peter Gross Bau: "2026 werden wir die Milliarde Bauleistung knacken"
02.02.2026
33 Minuten
„2026 werden wir die Milliarde Bauleistung knacken“: Johannes Adomeit ist voll positiver Energie. Der Geschäftsführer von Peter Gross Bau – verantwortlich für den Hochbau – konstatiert bereits 40 Prozent Wachstum im Jahr 2024 für den familiengeführten Generalunternehmer. Nun stellt er fest: „Im zweiten Halbjahr 2025 ging die Post ab.“ Heißt: Die Auftragsbücher füllen sich wieder, Wohnprojekte kommen zurück, aber auch Hotels. Wir sprechen über den CISPA Innovation Campus in St. Ingbert, den größten Auftrag der Unternehmensgeschichte mit einem Volumen von etwa 280 Millionen Euro. Der soll künftig ein Ort für Start-ups, Innovationsprojekte und Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sein. Und auch über die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, eine ganz andere Herausforderung: mit Sondergründung und einem Geschossbau in die Erde. Johannes Adomeit erklärt die im Haus entwickelten KI-Bots, die wiederkehrende Tätigkeiten übernehmen und was das mit Mitarbeitern und Führungskräften macht. Dabei geht es – jawoll Klischee – auch um das Abschneiden alter Zöpfe, um halbautonome Kräne und Bohrroboter. Momentan wird auch eine Sanierungsabteilung im Brückenbau aufgebaut, eine Idee, die schon weit vor dem Konjunkturpaket der Bundesregierung entstand. An letzteres glaubt Johannes Adomeit nicht, an das Thema Brücken allerdings schon: „Da werden wir die nächsten 30, 40 Jahre zu tun haben“, sagt er. Ein Podcast mit Weitblick also.
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Prof. Dr. Michael Voigtländer, IW Köln: "Vergesellschaftung ist Spielwiese, um Sozialismus wieder reinzuholen“
26.01.2026
42 Minuten
„Die Menschen gehen auf die Straße für niedrigere Mieten, aber nicht für mehr Wohnungen.“ Dieser Satz bringt das zentrale Problem für Prof. Michael Voigtländer auf den Punkt: Für das Thema Bauen fehlt in Deutschland die gesellschaftliche Rückendeckung. Wer bauen will, kämpft nicht nur mit Verfahren, Kosten und Regeln, sondern mit einem Narrativ, das Bauen nicht mehr positiv konnotiert. Stattdessen gewinnen andere Ideen an Raum – in Berlin sogar die Vergesellschaftung. Der Ökonom vom deutschen Institut der Wirtschaft hinterfragt die für ihn „irre“ Idee und ist der Meinung, dass, sollte es so weit kommen, Berlin für Jahrzehnte ge- und beschädigt wäre. Die Akteuren lehnen die Marktwirtschaft ab, versuchen über „eine Spielwiese, den Sozialismus wieder reinzuholen“. Am Ende wären, so Prof. Michael Voigtländer, die Mieter „die blöden“. Natürlich arbeiten wir uns auch am Bauturbo ab. Prinzipiell erst einmal eine gute Idee, nur mit der Umsetzung hapert es. Notwendig wäre etwas anderes: mehr Output pro Bauarbeiter und damit Innovationsschübe. Notwendig wäre auch, dass Kommunen, Länder und Bund Kompetenzen endlich bündeln, statt gegeneinander zu arbeiten, dass gute Ideen nicht mehr im Wirrwarr kleinteiliger Vorgaben und Wettbewerben verschwinden. Zudem habe ich Michael Voigtländer die Fragen aller Fragen zumindest für die Immobilienbranche – gestellt: Was ist bezahlbarer Wohnraum, wie lautet die exakte Definition? Und wäre es nicht zwingend notwendig, dass Eigentum wieder ein besseres Image bekommt? Die Antworten gibt es in diesem Podcast und damit geht es rein in das Jahr 2026. „Uns fehlt der Mut für den großen Wurf“, sagt Prof. Michael Voigtländer. Doch die Aussichten sind nicht düster. Für das Jahr 2026 sieht der Experte einen Aufwärtstrend.
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Über diesen Podcast

Alle 7 Tage Geschichten, Helden und Brains aus der Immobilienwirtschaft. Immobiléros stellt Menschen aus allen Bereichen der Immobilienwirtschaft vor. Entwickler, Bestandshalter, Investoren Wissenschaftler... Und es geht um alle Segmente der Immobilienbranche: Wohnen, Büro, Handel, Logistik und so weiter und sofort. Wir wollen wissen - was wird da gerade gemacht, warum, was treibt die Menschen an, was ist neu, was ist spannend. Und wie gesagt: das alles rund um die Immobilie.

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