J.-P. Bourquin: «Kinder spüren, ob man ihnen die Wahrheit sagt»

J.-P. Bourquin: «Kinder spüren, ob man ihnen die Wahrheit sagt»

vor 2 Tagen
Jean-Pierre Bourquin ist Kinderonkologe, Forscher und leidenschaftlicher Cellist. Als Leiter der Onkologie am Kinderspital Zürich begleitet er Kinder und ihre Familien in den schwierigsten Momenten ihres Lebens.
1 Stunde 5 Minuten
0
0 0 0
Podcast
Podcaster

Beschreibung

vor 2 Tagen
Jean-Pierre Bourquin ist Kinderonkologe, Forscher und
leidenschaftlicher Cellist. Als Leiter der Onkologie am
Kinderspital Zürich begleitet er Kinder und ihre Familien in den
schwierigsten Momenten ihres Lebens. Gleichzeitig setzt er sich als
Direktor des neuen nationalen Kompetenz -zentrums für
Kinderkrebsforschung dafür ein, die Behandlung und Heilungschancen
krebskranker Kinder weiter zu verbessern. Eine Erkenntnis begleitet
ihn seit vielen Jahren: Kinder spüren immer, ob man ihnen die
Wahrheit sagt. Ehrlichkeit und Vertrauen seien deshalb die
Grundlage jeder Begegnung. Diese Haltung prägt seine Arbeit ebenso
wie seine Überzeugung, dass Kinder niemals unterschätzt werden
sollten. Geprägt wurde Bourquin von zwei Welten: der Medizin und
der Musik. Sein Grossvater war Organist und vermittelte ihm früh
die Freude an der Musik. Mit vierzehn Jahren entdeckte er seine
Leidenschaft für das Cello – ein Instrument, das ihn bis heute
begleitet. Musik bedeutet für ihn weit mehr als Erholung: Sie
eröffnet ihm Räume, die sich mit Worten kaum beschreiben lassen,
und verbindet ihn mit den grossen Fragen des Lebens. Trotz der
täglichen Konfrontation mit Krankheit, Hoffnung und Verlust
empfindet Bourquin seine Arbeit als Privileg. Familien in
existenziellen Situationen begleiten zu dürfen, sei für ihn eine
Aufgabe von grosser Sinnhaftigkeit. Gleichzeitig treibt ihn die
Vision an, durch Forschung die Zukunft von Kindern mit Krebs
nachhaltig zu verbessern. In «Musik für einen Gast» bei Eva Oertle
spricht Jean-Pierre Bourquin über die Verbindung von Musik und
Medizin, über seine Faszination für Kinder und deren Sicht auf die
Welt sowie über die Frage, wie man mit Krankheit, Sterblichkeit und
den Grenzen des Machbaren umgeht. Er erzählt von seinem Weg zum
Cello und von seiner Vision einer besseren Zukunft für Kinder mit
Krebs. Die musikalische Reise führt von Johann Sebastian Bach über
Johannes Brahms und Ludwig van Beethoven bis nach Kolumbien –
Musik, die sein Leben begleitet und geprägt hat. Die Musiktitel: -
Johann Sebastian Bach: Prélude aus Cellosuite Nr. 4 Es-Dur
(Jean-Guihen Queyras, Violoncello) - Johannes Brahms: Denn alles
Fleisch, es ist wie Gras, aus Ein deutsches Requiem (Arnold
Schoenberg Chor; Wiener Philharmoniker; Nikolaus Harnoncourt) -
Ludwig van Beethoven: Prestissimo, aus Klaviersonate E-Dur op. 109
(Vikingur Olafsson, Klavier) - Carlos Vives: La tierra del olvido -
Franz Schubert: Streichquintett C-Dur (Alban Berg-Quartett;
Heinrich Schiff, Klavier)
15
15
Close