Tinu Heiniger: «Im Alter kommts hoch... in den Träumen»
vor 1 Tag
Gezeugt am 8. Mai 1945, dem Tag als Nazi-Deutschland kapituliert,
wächst Tinu Heiniger in Langnau auf. Mit seinem ersten Lied «Es
schysst mi a» rebelliert er 1976 gegen die Enge seiner Emmentaler
Kindheit und beschreibt, wie schwierig für ihn die Schr ...
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Beschreibung
vor 1 Tag
Gezeugt am 8. Mai 1945, dem Tag als Nazi-Deutschland kapituliert,
wächst Tinu Heiniger in Langnau auf. Mit seinem ersten Lied «Es
schysst mi a» rebelliert er 1976 gegen die Enge seiner Emmentaler
Kindheit und beschreibt, wie schwierig für ihn die Schreinerlehre
gewesen ist Zu Hause erlebt er Gewalt («Mi Vater isch quasi jede
Tag verruckt worde»), findet aber bei der Mutter Trost und in der
Musik seine Freiheit. Nach dem Lehrerseminar (es sollte was
Musisches sein) arbeitet Heiniger viele Jahre als Lehrer, bis ihn
eine Begegnung mit dem jungen Büne Huber ermutigt, mit Mitte 40
alles auf die Karte Musik zu setzen. Seither ist Heiniger eine
Institution der Mundartszene. Er besingt die Heimat, ist mit
Stephan Eicher befreundet und sucht trommelnd nach spiritueller
Tiefe. Heute blickt der 80-Jährige versöhnlich auf seine Irrungen
und Wirrungen zurück. Warum er Ideologien für Krücken hält, was ihn
an Bob Dylan fasziniert und wie gelassen er dem «Erdinnern»
entgegenlebt, erzählt Heiniger in «Musik für einen Gast» bei Simon
Leu. Die Musiktitel: - Bob Dylan: I Contain Multitudes - Hannes
Wader: Es ist an der Zeit - Fabrizio de André: Andrea - Tinu
Heiniger, Hank Shizzoe, Shirley Grimes: Just a closer walk with
thee - Angespielt: Tinu Heiniger: Aut (2015) / Es schysst mi a
(1977) / Unterhaltigsbrunz (1979)
wächst Tinu Heiniger in Langnau auf. Mit seinem ersten Lied «Es
schysst mi a» rebelliert er 1976 gegen die Enge seiner Emmentaler
Kindheit und beschreibt, wie schwierig für ihn die Schreinerlehre
gewesen ist Zu Hause erlebt er Gewalt («Mi Vater isch quasi jede
Tag verruckt worde»), findet aber bei der Mutter Trost und in der
Musik seine Freiheit. Nach dem Lehrerseminar (es sollte was
Musisches sein) arbeitet Heiniger viele Jahre als Lehrer, bis ihn
eine Begegnung mit dem jungen Büne Huber ermutigt, mit Mitte 40
alles auf die Karte Musik zu setzen. Seither ist Heiniger eine
Institution der Mundartszene. Er besingt die Heimat, ist mit
Stephan Eicher befreundet und sucht trommelnd nach spiritueller
Tiefe. Heute blickt der 80-Jährige versöhnlich auf seine Irrungen
und Wirrungen zurück. Warum er Ideologien für Krücken hält, was ihn
an Bob Dylan fasziniert und wie gelassen er dem «Erdinnern»
entgegenlebt, erzählt Heiniger in «Musik für einen Gast» bei Simon
Leu. Die Musiktitel: - Bob Dylan: I Contain Multitudes - Hannes
Wader: Es ist an der Zeit - Fabrizio de André: Andrea - Tinu
Heiniger, Hank Shizzoe, Shirley Grimes: Just a closer walk with
thee - Angespielt: Tinu Heiniger: Aut (2015) / Es schysst mi a
(1977) / Unterhaltigsbrunz (1979)
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