Der Nachzehrer — Deutschlands vergessener Untoter, der im Grab frisst

Der Nachzehrer — Deutschlands vergessener Untoter, der im Grab frisst

vor 1 Woche
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Beschreibung

vor 1 Woche

Er liegt in seinem Grab. Er kaut an seinem Leichentuch. Und mit
jedem Bissen stirbt jemand an der Oberfläche.Der Nachzehrer ist
einer der unheimlichsten Untoten der deutschen Folklore — und
fast niemand kennt ihn. Kein Schloss, keine Fangzähne, kein Cape.
Nur ein Toter, der unter der Erde frisst und dabei seine eigene
Familie ins Grab zieht. In dieser Episode tauchen wir tief ein in
die Geschichte eines Wesens, das über Jahrhunderte hinweg in
Norddeutschland, Schlesien, Bayern und bis nach Polen gefürchtet
wurde.Wir sprechen über die Ursprünge des Nachzehrers in der
Pestzeit, über die akademische Vampirdebatte an der Universität
Leipzig im 18. Jahrhundert, über das kaschubische Ritual der
„Leeren Nacht" — und über einen archäologischen Fund in Venedig,
bei dem eine Frau mit einem Ziegelstein im Mund in einem Pestgrab
entdeckt wurde. Und wir klären, was die Totengräber damals
wirklich sahen, wenn sie die Gräber öffneten — und warum die
natürliche Erklärung fast genauso verstörend ist wie der Mythos.


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Quellen und weiterführende Literatur:Michael Ranft: „De
masticatione mortuorum in tumulis" (1728)Philip Rohr:
„Dissertatio historico-philosophica de masticatione mortuorum"
(1679)Matteo Borrini et al.: „Forensic approach to an
archaeological casework of 'vampire' skeletal remains in Venice"
(Journal of Forensic Sciences)Thomas Schürmann: „Der
Nachzehrerglauben in Mitteleuropa" (1990)Angelika Franz / Daniel
Nösler: „Geköpft und gepfählt — Archäologen auf der Jagd nach den
Untoten" (2016)
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