Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. Blanker Horror Podcast

Episoden

24 Minuten
Letztes Mal haben ich nur erzählt. Diesmal betrachten wir das alles einmal ausgiebig. Teil 2 meines Norwegen-Specials fragt nach dem Warum hinter den Trollsagen: Woher kommt der Troll? Warum tötet ihn die Sonne? Warum flieht er vor der Kirchenglocke? Was stand wirklich an jener Wiege – und warum verliert dieses übermächtige Wesen in fast jeder Geschichte? Eine Reise durch Etymologie, Nationalromantik und den ehrlichsten, dunkelsten Volksglauben Norwegens. QUELLEN & ZUM WEITERLESEN Ármann Jakobsson, Arbeiten zur Bedeutung des Wortes „troll" im Mittelalter (u. a. The Troll Inside You, 2017) – zur Breite des altnordischen Begriffs. Vladimir Orel, A Handbook of Germanic Etymology (2003) – zur Herkunft von trǫll und zum Verhältnis zu jötunn und þurs. Andreas Faye, Norske Folke-Sagn (1833/1844) – die frühe Grundsammlung der Ortssagen. Peter Christen Asbjørnsen & Jørgen Moe, Norske Folkeeventyr (ab 1841); Asbjørnsen, Norske Huldreeventyr og Folkesagn (1845–48) – Ursprung der Unterscheidung von eventyr und sagn/huldreeventyr. Oscar J. Falnes, National Romanticism in Norway (1933) – zum Zusammenhang von Folklore und nationaler Identität nach 1814. Reidar Th. Christiansen, The Migratory Legends (1958) – Standardkatalog norwegischer Wandersagen (Versteinerung, Kirchensagen, Wechselbalg). D. L. Ashliman, Studien und Textsammlung zum Wechselbalg – zur Deutung des Glaubens als Erklärungsmodell für nicht gedeihende und behinderte Kinder. Zur Bildtradition: Theodor Kittelsen (1857–1914) und Erik Werenskiold (1855–1938).----Kanalmitglied werden :https://www.youtube.com/channel/UCVOHv0EU1d-B5szK53LumEA/join-----Author: Cris FrickenschmidtMehr zu "Blanker Horror": www.blankerhorror.de
36 Minuten
Norwegen ist voll von Trollen. Man muss nur wissen, wie man die Berge liest. In diesem ersten Teil unseres Norwegen-Specials gibt es keine Analyse, keine Erklärung – nur Geschichten. Eine ganze Märchenstunde in doppelter Länge: die großen Versteinerungssagen der Küste, die klassischen Troll-Märchen von Asbjørnsen & Moe und der uralte Glaube vom Kind in der Wiege. Die Deutung folgt in Teil 2, in der nächsten Woche.

Setz dich, mach das Licht klein, und komm mit hinauf in die Berge.

QUELLEN & ZUM WEITERLESENDie heute erzählten Märchen stammen aus der klassischen Sammlung von Peter Christen Asbjørnsen & Jørgen Moe, Norske Folkeeventyr (ab 1841 ff.): „De tre bukkene Bruse" (Die drei Böcke Bruse), „Askeladden som kappåt med trollet" (Der Junge, der mit dem Troll um die Wette aß), „Risen som ikke hadde noe hjerte på seg" (Der Troll/Riese ohne Herz) und „Kjetta på Dovre" (Die Katze von Dovre).– Andreas Faye, Norske Folke-Sagn (1833/1844) – die frühe Grundsammlung norwegischer Ortssagen und des Volksglaubens.– Reidar Th. Christiansen, The Migratory Legends (1958) – der Standardkatalog norwegischer Wandersagen, u. a. zu Versteinerung, Wechselbalg und Kirchenglocken.– Die Torghatten-/Sieben-Schwestern-Sage ist die bekannte Ortssage der Helgeland-/Nordlandküste (Brønnøysund, Alsten, Leka, Lofoten).– Zur Bildtradition: Theodor Kittelsen (1857–1914), der Norwegens Trollbild bis heute prägt.Hinweis: Diese Folge erzählt die Sagen nach. Die Herkunft, Deutung und Quellenkritik behandeln wir ausführlich in Teil 2.

Teil 2 (die Analyse) folgt in Kürze. Abonniert, um ihn nicht zu verpassen. Blanker Horror gibt es auch als Podcast auf Spotify, Apple Podcasts und podcast.de.

#Trolle #NorwegischeSagen #Folklore #Mythologie #Norwegen #Märchen #BlankerHorror

----Kanalmitglied werden :https://www.youtube.com/channel/UCVOHv0EU1d-B5szK53LumEA/join-----Musik: LuvcraftAuthor: Cris FrickenschmidtMehr zu "Blanker Horror": www.blankerhorror.de
26 Minuten
Im November 1610 verbrennt die Spanische Inquisition in Logroño Menschen aus dem baskischen Dorf Zugarramurdi als Teufelsanbeter – der Höhepunkt des größten Hexenprozesses der Geschichte, bei dem am Ende rund 7.000 Menschen unter Verdacht geraten. In dieser Folge verfolgen wir, wie aus einer zurückgekehrten Nachbarin mit einer Geschichte eine Lawine aus Angst, Geständnissen und Scheiterhaufen wird – und wie ausgerechnet ein Inquisitor, Alonso de Salazar Frías, „der Anwalt der Hexen", mit nichts als Beweisen und einer einzigen Frage den Wahn zum Stillstand bringt. Eine Geschichte darüber, wer die Hexe erfindet, warum Menschen gestehen, was sie nie getan haben – und wie selten der Mut zum Zweifel ist.

QUELLEN & WEITERFÜHRENDE LITERATUR

Gustav Henningsen, The Witches' Advocate. Basque Witchcraft and the Spanish Inquisition, 1609–1614 (University of Nevada Press 1980) – das grundlegende Standardwerk zum Fall; prägte den Beinamen „Anwalt der Hexen".

Gustav Henningsen (Hrsg.), The Salazar Documents. Inquisitor Alonso de Salazar Frías and Others on the Basque Witch Persecution (Brill 2004) – Salazars fünf Berichte an die Suprema (1612–1614) in zweisprachiger Edition.

Emma Wilby, Invoking the Akelarre. Voices of the Accused in the Basque Witch-Craze, 1609–1614 (Sussex Academic Press 2019) – neuere Nahlesung der Geständnisse und der vorchristlichen baskischen Schicht.

Lu Ann Homza, Village Infernos and Witches' Advocates. Witch-Hunting in Navarre, 1608–1614 (Penn State University Press 2022) – die dörflichen Sozialdynamiken und die Logik des Geständnisses.

Pierre de Lancre, Tableau de l'inconstance des mauvais anges et démons (1612) – die einflussreiche, ausschweifende Sabbat-Schilderung des französischen Richters; Quelle für das „Drehbuch" der Epoche.

Instruktionen der Suprema von 1614 – die von Salazars Berichten geprägte Anweisung, die Hexenhinrichtungen in Spanien faktisch beendete.

Zur baskischen Mythologie (Mari, Akerbeltz, sorginak): die ethnografischen Sammlungen von José Miguel de Barandiarán (1889–1991).

----Kanalmitglied werden:https://www.youtube.com/channel/UCVOHv0EU1d-B5szK53LumEA/join-----Author: Cris FrickenschmidtMehr zu "Blanker Horror": www.blankerhorror.de
22 Minuten
Wiltshire, 1662: Ein Friedensrichter nimmt einem fahrenden Bettler die Trommel weg – und danach trommelt es zwei Jahre lang in seinem Haus. Aus dem Nichts. Der „Trommler von Tedworth" gilt als der erste dokumentierte Poltergeist Englands. Doch hinter dem Spuk steckt ein viel größerer Kampf: um Gott, um die Seele und um die Frage, wer entscheiden darf, was wirklich geschehen ist.

In dieser Folge graben wir unter der Gruselgeschichte und fragen, was diese ganze Reihe zusammenhält: Wer erzählt eine Geschichte – und warum?

Quellen & weiterführende Literatur (Auswahl)

Joseph Glanvill, A Blow at Modern Sadducism (1668) und Saducismus Triumphatus (posthum 1681, hrsg. von Henry More) – die zentralen zeitgenössischen Berichte, die den Fall überhaupt berühmt machten.

John Webster, The Displaying of Supposed Witchcraft (1677) – die skeptische Gegenschrift zu Glanvill.

Samuel Pepys, Tagebuch, Eintrag vom 25. Dezember 1667 – zeitgenössische Rezeption des Falls.

Increase Mather, An Essay for the Recording of Illustrious Providences (1684) und George Sinclair, Satans Invisible World Discovered (1685) – die Weiterverbreitung des Falls, bis nach Neuengland.

Joseph Addison, The Drummer; or, The Haunted House (1716) – die komödiantische, rationalisierende Bühnenfassung.

Charles Mackay, Extraordinary Popular Delusions and the Madness of Crowds (1841) – die Deutung als Betrug.

Michael Hunter, „New light on the 'Drummer of Tedworth': conflicting narratives of witchcraft in Restoration England", Historical Research 78 (2005), S. 311–353 – die maßgebliche moderne Studie, die die frühen, teils ungedruckten Fassungen des Falls offenlegt.

Owen Davies, The Haunted: A Social History of Ghosts (2007) – historische Einordnung der Poltergeist-Überlieferung.

#Poltergeist #Tedworth #Spukhaus #Folklore #Geistergeschichte #BlankerHorror

----Kanalmitglied werden:https://www.youtube.com/channel/UCVOHv0EU1d-B5szK53LumEA/join-----Author: Cris FrickenschmidtMehr zu "Blanker Horror": www.blankerhorror.de
22 Minuten
Sie steht am Wegrand, sie ist schön, sie liebt dich — und sie mästet dich, um dein Blut zu trinken. Die Lamia ist eine der ältesten Schreckgestalten der Menschheit und zugleich eine der traurigsten. In dieser Folge folgen wir ihr von einer antiken Vampirbraut in Korinth über eine libysche Königin, der eine eifersüchtige Göttin alle Kinder nahm, bis hinab zu den Flüssen Mesopotamiens, wo ihre Urahnin Lamaschtu schon tausend Jahre früher gefürchtet wurde. Und wir fragen, was diese Dämonin über eine Angst verrät, die nie verschwunden ist – die Angst um die Kinder, den Tod ohne Grund, und die Frau, der man das Gesicht des Ungeheuers gab.

QUELLEN & WEITERFÜHRENDE LITERATUR

• Duris von Samos (um 280 v. Chr.), Fragment (FGrH 76 F 17) – überliefert die archetypische Lamia-Sage von der libyschen Königin, Tochter des Belos.

• Aristophanes, Der Frieden (421 v. Chr.) und Scholien dazu – früheste literarische Erwähnungen; der Scholiast leitet den Namen von laimós („Schlund") her.

• Diodor von Sizilien, Bibliotheke 20,41 (um 30 v. Chr.) – rationalisierte Fassung der Lamia als grausame, trunksüchtige Königin; Deutung der „herausnehmbaren Augen".

• Plutarch, Über die Neugier 2 (um 100 n. Chr.) – die Fabel von den Augen, die die Lamia in ein Gefäß legt.

• Philostrat, Das Leben des Apollonios von Tyana 4,25 (um 220 n. Chr.) – die Vampirbraut von Korinth und Menippos; nennt das Wesen Empousa/Lamia.

• Antoninus Liberalis, Metamorphosen 8 (um 150 n. Chr., nach Nikander) – die Sage von der Lamia/Sybaris am Berg Kirphis bei Delphi und ihrer Tötung durch Eurybatos.

• Statius, Thebais 1,562–669 (92 n. Chr.) – das kindermordende Scheusal, das Apollon gegen Argos sendet und das der Held Koroibos erschlägt.

• Byzantinische Sisinnios-/Gyllou-Beschwörungstexte – die Dämonin muss ihre „zwölfeinhalb Namen" preisgeben; Hintergrund der Schutzamulette gegen Kindstod.

• Sappho, Fragment 178 (um 600 v. Chr.) – früheste Nennung der verwandten Gello.

• Hieronymus, Vulgata, Jesaja 34,14 (um 400 n. Chr.) – übersetzt das hebräische Lilith mit Lamia.

• Walter Farber, Lamaštu. An Edition of the Canonical Series (Eisenbrauns 2014) – Standardwerk zur mesopotamischen Vorläuferin Lamaschtu.

• Sarah Iles Johnston, Restless Dead. Encounters Between the Living and the Dead in Ancient Greece (University of California Press 1999) – deutet Lamia, Gello und Mormo als „reproductive demons", die Geister der zu früh oder im Kindbett Gestorbenen.

• John Keats, Lamia (1819), nach Robert Burton, The Anatomy of Melancholy (1621) – prägt das moderne Bild der schlangengestaltigen Verführerin.

Anmerkung: Die antiken Quellen widersprechen sich in vielen Einzelheiten. Dieses Video gibt die wichtigsten Überlieferungsstränge wieder

----Kanalmitglied werden:https://www.youtube.com/channel/UCVOHv0EU1d-B5szK53LumEA/join-----Author: Cris FrickenschmidtMehr zu "Blanker Horror": www.blankerhorror.de
In Podcasts werben
Schalte jetzt Werbung in Podcasts.

Über diesen Podcast

Dein Kanal für Geheimnisvolle Geschichten, mysteriöse Ereignisse, das Dunkle und Makabre. Geistergeschichten,  Desaster, Tragödien, Vermisste Menschen, Kriminalfälle und vieles mehr.
Podcast melden

„Blanker Horror“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Abonnenten

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz