Die Blutgräfin: Was wirklich auf Schloss Čachtice geschah

Die Blutgräfin: Was wirklich auf Schloss Čachtice geschah

vor 2 Wochen
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Beschreibung

vor 2 Wochen

Eine Frau badet im Blut von Jungfrauen, um ewig jung zu bleiben.
Dieses Bild kennt fast jeder — und es ist wahrscheinlich eine
Erfindung.


Elizabeth Báthory, geboren 1560 als ungarische Hochadlige, ist
als „Blutgräfin" in die Geschichte eingegangen. Über 650 Opfer
werden ihr zugeschrieben. Am 30. Dezember 1610 stürmte Palatin
György Thurzó ihre Burg Čachtice und ließ sie festsetzen. Ihre
Dienerinnen wurden hingerichtet, Báthory selbst in ihren
Gemächern eingemauert, wo sie 1614 starb.


So lautet die offizielle Version. Aber die Quellen erzählen eine
deutlich kompliziertere Geschichte. Die berühmte Blutbad-Legende
taucht erst 1729 auf — über hundert Jahre nach ihrem Tod,
niedergeschrieben von einem Jesuiten-Gelehrten, der sie nie
gekannt hat. Die Prozessakten von 1611 enthalten Zeugenaussagen,
die unter Folter erzwungen wurden. Und Báthory war zum Zeitpunkt
ihrer Verhaftung eine der reichsten Witwen des Königreichs
Ungarn, deren Vermögen die Habsburger-Krone dringend brauchte.


War sie eine sadistische Mörderin? Ein politisches Opfer? Oder
etwas dazwischen — eine mächtige Frau, die das frühneuzeitliche
Patriarchat nicht dulden konnte?


In dieser Folge nehmen wir das berühmteste Schreckensbild Europas
auseinander. Stück für Stück, Quelle für Quelle. Von den
Prozessakten des 17. Jahrhunderts bis zur modernen
Geschichtsforschung. Und wir schließen damit die
Karpaten-Trilogie ab — nach den Strigoi und Vlad dem Pfähler
folgt nun die Frau, aus der die Nachwelt ein Monster gemacht hat.
Oder die eines war.
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