Die Aswang der Philippinen: Tagsüber Mensch, nachts Monster (Ostasiatische Folklore erklärt)

Die Aswang der Philippinen: Tagsüber Mensch, nachts Monster (Ostasiatische Folklore erklärt)

vor 1 Tag
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Beschreibung

vor 1 Tag

Tagsüber ist sie deine Nachbarin. Schüchtern, unauffällig,
freundlich. Nachts spaltet sie sich in zwei Hälften, sproßt
Flügel und jagt.Die Aswang ist das gefürchtetste Wesen der
philippinischen Folklore — und kein einzelnes Monster, sondern
ein ganzes System des Schreckens: Vampire, Gestaltwandler, Hexen,
Leichendiebe und Wesen, die Ungeborene aus dem Mutterleib saugen.
Schon die spanischen Kolonisatoren im 16. Jahrhundert notierten,
dass nichts auf dem Archipel so gefürchtet war wie die Aswang.
Und der Glaube lebt bis heute.In dieser Episode tauchen wir tief
ein: Wir sprechen über die fünf Typen der Aswang nach dem
Folkloristen Maximo Ramos, über den Tik-Tik und seine
kontraintuitive Akustik, über die Legende von Teniente Gimo aus
Dueñas, und darüber, wie spanische Missionare den Aswang-Glauben
nutzten, um die Priesterinnen der vorkolonialen Gesellschaft zu
zerstören. Wir schauen uns an, warum die Provinz Capiz als
„Aswang-Hauptstadt" gebrandmarkt ist — und was eine seltene
neurologische Krankheit damit zu tun hat. Und wir erzählen die
Geschichte der vielleicht absurdesten CIA-Operation des Kalten
Krieges: Als der amerikanische Geheimdienst echte Leichen
inszenierte, um philippinische Rebellen mit Vampirmythen in die
Flucht zu schlagen.Quellen und weiterführende Literatur:Maximo D.
Ramos: „The Aswang Complex in Philippine Folklore" (1990)Maximo
D. Ramos: „The Creatures of Philippine Lower Mythology"
(1960er)Juan de Plasencia: „Costumbres de los Tagalos"
(1589)Jordan Clark / The Aswang Project (aswangproject.com) —
Dokumentation und ForschungEdward G. Lansdale: „In the Midst of
Wars" (Memoiren)Lee et al.: „Sex-linked recessive dystonia
parkinsonism of Panay, Philippines (XDP)" (2001)----Author: Cris
FrickenschmidtMehr zu "Blanker Horror": www.blankerhorror.de
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