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Beschreibung
vor 1 Woche
Im Januar 2004 graben sechs Männer in einem rumänischen Dorf
einen 76-jährigen Toten aus. Sie öffnen den Sarg. Sie schneiden
seinen Brustkorb auf. Sie nehmen sein Herz heraus, verbrennen es
an einem Kreuzweg und geben die Asche einer kranken jungen Frau
zu trinken. Sie sagen, sie hätten ihr damit das Leben gerettet.
Sie sagen, der Mann unter der Erde sei zu einem Strigoi
geworden.Das ist keine mittelalterliche Folklore. Das ist 2004.
Mit Polizei, mit Gerichtsurteil – und mit rund zwanzig weiteren,
ähnlichen Fällen, die im selben Dorf vorher schon stattgefunden
hatten.In dieser Folge nehme ich euch mit auf eine Reise durch
eine der ältesten und langlebigsten Vampirfiguren Europas: den
rumänischen Strigoi. Wir klären, woher das Wort kommt (Spoiler:
viel weiter zurück, als ihr denkt), warum es zwei Arten von
Strigoi gibt, wie man laut Folklore zu einem wird, und wie man
ihn wieder loswird. Wir reisen nach Marotinu de Sus, dem Dorf in
Oltenien, in dem 2004 der wohl letzte dokumentierte Vampirmord
Europas geschah. Wir sehen uns archäologische
"Vampirbestattungen" in Polen, Tschechien und Venedig an. Wir
verfolgen, wie aus serbischen Dorfgeschichten im 18. Jahrhundert
das wurde, was wir heute "den Vampir" nennen – mit Maria
Theresia, ihrem Leibarzt Gerard van Swieten und einem
kaiserlichen Edikt im Zentrum. Und am Ende beantworten wir die
Frage, die niemand wirklich beantworten will: Wie viel von Bram
Stokers Dracula stammt eigentlich aus Vlad Țepeș? Die Antwort
wird euch überraschen.Eine Vorschau auf die nächste Folge gibt es
am Ende – denn Vlad Țepeș, der echte historische Pfähler, bekommt
seine eigene.
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