Hantavirus: Von Mäusen zu Menschen
vor 1 Woche
Wie kam es zum Ausbruch des Hantavirus in Südamerika? Um welchen
Stamm des Virus handelt es sich und was hat das alles mit der
Lüftungssituation auf Kreuzfahrtschiffen zu tun. Ein Podcast von
https://www.derpragmaticus.com/. Das Thema: Es waren...
Podcast
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Unabhängige Experten besprechen die großen Fragen unserer Zeit. Unverfälscht. Im Originalton.
Beschreibung
vor 1 Woche
Wie kam es zum Ausbruch des Hantavirus in Südamerika? Um welchen
Stamm des Virus handelt es sich und was hat das alles mit der
Lüftungssituation auf Kreuzfahrtschiffen zu tun. Ein Podcast von
Pragmaticus.
Das Thema:
Es waren Meldungen, die an die Corona-Zeit erinnerten. Auf dem
Kreuzfahrtschiff Hondius starb Anfang Mai ein Mann an einer
Variante des Hantavirus, wenig später seine Frau. Das Schiff wurde
in Quarantäne gesetzt, die WHO eingeschalten und schnell hatten
Virologen eruiert, dass es sich um die Andes-Variante aus der
Familie der Hantaviren handelt.
Seine Besonderheit: Es springt nicht nur von Nagetieren auf
Menschen, sondern dann auch von Mensch zu Mensch. „Es ist eine
Neuweltvariante und kommt immer wieder in Südamerika vor“,
resümiert der Viren-Experte Florian Krammer, der den Hantaviren
seine Berufswahl zu verdanken hat. In seiner Heimat in Steiermark
werden immer wieder Menschen infiziert, wenn sie „zum Beispiel
Garagen auskehren und auf diese Weise den pulverisierten Kot von
Rötelmäusen einatmen“, erzählt Krammer. Einige von ihnen erkrankten
schwer, andere nicht.
Mittlerweile forscht Krammer an Medikamenten und Impfstoffen für
Erkrankte, eine Frage der finanziellen Mittel. Aber es geht auch um
die Infektionsgefahr etwa auf Kreuzfahrtschiffen. Ihn als Virologe
brächten keine zehn Pferde auf so ein Schiff, zu groß ist dort die
Infektionsgefahr.
Unser Gast in dieser Folge:
Florian Krammer hat an der Universität für Bodenkultur
in Wien studiert und seine Postdoc-Ausbildung im Labor von Peter
Palese an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York
absolviert. Dort beschäftigte er sich vor allem mit dem
Influenzavirus. Im Jahr 2014 wurde er unabhängiger Principal
Investigator und ist derzeit Mount-Sinai-Stiftungsprofessor für
Vakzinologie an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai.
Außerdem ist Krammer seit 2024 Professor für Infektionsmedizin am
Ignaz-Semmelweis-Institut der Medizinischen Universität Wien. Er
konzentriert sich auf das Verständnis der Mechanismen von
Interaktionen zwischen Antikörpern und viralen
Oberflächenglykoproteinen und auf die Umsetzung dieser Arbeit in
neuartige, breit schützende Impfstoffe und Therapeutika. Sein
Hauptfokus ist das Influenzavirus, aber er arbeitet auch an
Coronaviren, Flaviviren, Hantaviren, Filoviren und Arenaviren. Er
hat mehr als 400 Arbeiten zu diesen Themen veröffentlicht.
Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden
uns auch
auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X
(Twitter).
Stamm des Virus handelt es sich und was hat das alles mit der
Lüftungssituation auf Kreuzfahrtschiffen zu tun. Ein Podcast von
Pragmaticus.
Das Thema:
Es waren Meldungen, die an die Corona-Zeit erinnerten. Auf dem
Kreuzfahrtschiff Hondius starb Anfang Mai ein Mann an einer
Variante des Hantavirus, wenig später seine Frau. Das Schiff wurde
in Quarantäne gesetzt, die WHO eingeschalten und schnell hatten
Virologen eruiert, dass es sich um die Andes-Variante aus der
Familie der Hantaviren handelt.
Seine Besonderheit: Es springt nicht nur von Nagetieren auf
Menschen, sondern dann auch von Mensch zu Mensch. „Es ist eine
Neuweltvariante und kommt immer wieder in Südamerika vor“,
resümiert der Viren-Experte Florian Krammer, der den Hantaviren
seine Berufswahl zu verdanken hat. In seiner Heimat in Steiermark
werden immer wieder Menschen infiziert, wenn sie „zum Beispiel
Garagen auskehren und auf diese Weise den pulverisierten Kot von
Rötelmäusen einatmen“, erzählt Krammer. Einige von ihnen erkrankten
schwer, andere nicht.
Mittlerweile forscht Krammer an Medikamenten und Impfstoffen für
Erkrankte, eine Frage der finanziellen Mittel. Aber es geht auch um
die Infektionsgefahr etwa auf Kreuzfahrtschiffen. Ihn als Virologe
brächten keine zehn Pferde auf so ein Schiff, zu groß ist dort die
Infektionsgefahr.
Unser Gast in dieser Folge:
Florian Krammer hat an der Universität für Bodenkultur
in Wien studiert und seine Postdoc-Ausbildung im Labor von Peter
Palese an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York
absolviert. Dort beschäftigte er sich vor allem mit dem
Influenzavirus. Im Jahr 2014 wurde er unabhängiger Principal
Investigator und ist derzeit Mount-Sinai-Stiftungsprofessor für
Vakzinologie an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai.
Außerdem ist Krammer seit 2024 Professor für Infektionsmedizin am
Ignaz-Semmelweis-Institut der Medizinischen Universität Wien. Er
konzentriert sich auf das Verständnis der Mechanismen von
Interaktionen zwischen Antikörpern und viralen
Oberflächenglykoproteinen und auf die Umsetzung dieser Arbeit in
neuartige, breit schützende Impfstoffe und Therapeutika. Sein
Hauptfokus ist das Influenzavirus, aber er arbeitet auch an
Coronaviren, Flaviviren, Hantaviren, Filoviren und Arenaviren. Er
hat mehr als 400 Arbeiten zu diesen Themen veröffentlicht.
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