Der Pragmaticus Podcast
Unabhängige Experten besprechen die großen Fragen unserer Zeit. Unverfälscht. Im Originalton.
Podcaster
Episoden
03.03.2026
35 Minuten
Globalisierung, Landflucht und Social Media geben dem
Rechtspopulismus Aufwind. Das bringt vor allem den Liberalismus in
Gefahr, sagt Buchautor Fritz Jergitsch. Ein Podcast
von Pragmaticus.
Das Thema:
Wer im digitalen Zeitalter Politik macht, kann das nicht mehr ohne
Social Media tun. Doch wer dort wirklich reüssieren will, setzt vor
allem auf Empörung. Es ist das Gefühl, das am besten mobilisiert.
Und genau das machen rechtspopulistische Parteien sehr erfolgreich.
Differenzierte Darstellung, rationales Denken und liberale
Positionen geraten ins Hintertreffen, stellt der Buchautor Fritz
Jergitsch in Heulen hilft uns auch nicht weiter (Residenz Verlag)
fest.
Aber nicht nur das. Jergitschs Diagnose geht viel weiter. Eine
immer größer werdende Gruppe von Menschen fühlt sich von den
aktuellen weltpolitischen Entwicklungen überrollt. Die
Globalisierung hat den Arbeitsmarkt in vielen Ländern gesprengt,
die Produktion von Waren ist in weiten Teilen nach Asien
transferiert worden. Ein weiteres Phänomen ist die Landflucht; die
Lebenswirklichkeiten zwischen der Stadtbevölkerung und denen, die
am Land leben, ist komplett unterschiedlich und die Basis für die
gesellschaftliche Spaltung.
All diese Faktoren zusammen betrachtet, sind die Ursache dafür,
warum sich immer mehr Menschen autoritären Führern zuwenden, weil
die sagen, wo es lang gehen soll und das Gefühl von Ermächtigung
vermitteln.
Donald Trump verkörpert viele dieser Entwicklungen. Jergitsch
verteidigt in diesem Buch Vernunft und rationales Denken und sucht
nach Lösungen. Denn das digitale Zeitalter erfordert ein radikales
Umdenken, neue Strategien und Optimismus, damit liberale Werte
wieder erstrebenswert werden. Insofern versteht er sein Buch als
Plädoyer für die Freiheit, die er auch in diesem Podcast verteidigt
.
Unser Gast in dieser Folge:
Fritz Jergitsch hat in Utrecht Volkswirtschaft studiert und
2013 die Satire-Plattform „Die Tagespresse“ gegründet. Dort wird
„Jeden Tag eine Nachricht, die nicht stimmt“ publiziert, die
500.000 Menschen monatlich abrufen. Als online-only Medium ist
Fritz Jergitsch auch ein Experte für Social Media geworden. Und er
ist Buchautor. 2001 hat er Die Geister, die ich teilte
veröffentlicht. Letztes Monat ist „Heulen hilft uns auch nicht
weiter“ erschienen.
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24.02.2026
30 Minuten
Vor vier Jahren hat der russische Angriffskrieg auf die Ukraine
begonnen. Ein Ende ist nicht in Sicht, weil Europa im
geopolitischen Macht-Poker nicht mitspielen will.
Ein Podcast von Pragmaticus.
Das Thema:
In vielen Ländern Europas glauben die Menschen, der Krieg in der
Ukraine würde eines Tages einfach zu Ende sein. Die Front ist weit
weg und das Wissen über die geopolitischen Zusammenhänge
unzureichend, weil jeden Tag neue Nachrichten kommen. Deshalb ist
Wegschauen und Ignorieren einfacher als sich mit den harten
Tatsachen zu konfrontieren. Vier Jahre Krieg in der Ukraine – die
Soldaten auf beiden Seiten sind in einer Art Pattstellung. Die
Fäden ziehen andere.
Wie sieht die Zukunft dieses Konflikts, in dem die gesamte Welt
involviert ist, aus? Darüber spricht der Politologe Gerhard
Mangott in diesem Pragmaticus-Podcast. Es geht um verpasste
Chancen, die Unentschlossenheit Europas und einen Abnützungskrieg,
in dem vor allem die USA die Fäden ziehen.
Unser Gast in dieser Folge:
Gerhard Mangott ist Politologe an der Universität Innsbruck,
wo er Professor für Internationale Beziehungen ist. Sein
Spezialgebiet ist die geopolitische Entwicklung in der
postsowjetischen Ära. Von 2009 bis 2016 war er Scientific Adviser
on Post-Soviet Affairs am Österreichischen Institut für
Internationale Politik (OIIP) in Wien.
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17.02.2026
21 Minuten
Wer das Pensionsalter erreicht hat, setzt sich zur Ruhe. Ist dann
ein gutes Leben möglich? Das beantwortet die Ökonomin und
Pensionsexpertin Heike Lehner.
Ein Podcast von Pragmaticus.
Das Thema:
Wie sicher sind Österreichs Pensionen – und was bedeutet das für
folgende Generationen? Im Gespräch mit der Ökonomin Heike
Lehner, Generalsekretärin der „Aktion
Generationengerechtigkeit“, diskutieren wir die Schwächen des
derzeitigen Umlagesystems, die steigenden Budgetzuschüsse und die
Risiken, die sich daraus ergeben. Lehner erklärt, warum sie eine
Stärkung der zweiten und dritten Säule fordert, welche Reformen sie
für unvermeidlich hält und wieso finanzielle Bildung für jede und
jeden zur Pflicht werden sollte. Ein Podcast über ehrliche
Bestandsaufnahmen, mögliche Auswege – und die Frage, was wir jetzt
tun sollten, damit wir im Alter wirklich gut leben können.
Unser Gast in dieser Folge:
Heike Lehner ist freiberufliche Ökonomin und
Generalsekretärin der „Aktion Generationengerechtigkeit“, einem
Verein, der sich für ein nachhaltiges Pensionssystem einsetzt. Sie
hat Volks- und Betriebswirtschaft an der Universität Wien und
Wirtschaftsuniversität Wien studiert, sowie ihr Masterstudium in
St. Gallen absolviert.
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10.02.2026
41 Minuten
Ein Podcast über Fleisch und Wurst: Gastrosoph Peter
Peter über den Trend, alle Teile eines Tiers zu essen. Ein
Podcast von Der Pragmaticus.
Das Thema:
Wenn schon Fleisch, dann aber auch alles vom Tier. Dass die
Menschen nur mehr die guten Stücke von Schwein, Rind und Kühen
essen, hat damit zu tun, dass die Realität der Tiere und der Akt
des Schlachtens aus dem Bewusstsein verschwunden sind. In England
startete eine Gegenbewegung. Der legendäre Koch Fergus Henderson
hat in seinem Londoner Restaurant eine andere Devise für die
Spitzengastronomie ausgerufen: „From nose to tail“ heißt sein
berühmtes Kochbuch. Es bedeutet: Alles vom Tier essen. In dieser
neuen Folge von machtHunger geht es um Fleisch im Allgemeinen und
die Kunst des Wurstmachens im Speziellen. Gastrosoph Peter
Peter erklärt Karin Pollack, warum man in Wien
Frankfurter Würstel und in Frankfurt Wienerle isst. Warum Innereien
auf der Speisekarte ein Indikator für beste Küche sind, und warum
der Hanswurst ursprünglich ein fahrender Sauschneider war, der den
Bauern beim Sautanz, also am Schlachttag half. Ein Podcast über
Fleisch und alles drum herum.
Über machtHunger
In unserer Podcastreihe machtHunger geht es um die
Kulturgeschichte des Essens und alle wirtschaftlichen
Verstrickungen und politischen Machtspiele, die mit dem Essen und
mit kulinarischen Traditionen verbunden sind. macht Hunger ist
ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie
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Staffel I
machtHunger I: Nationalgerichte
machtHunger II: Frankreich
machtHunger III: Italien
machtHunger IV: Das Schnitzel
machtHunger V: Globale Küche
machtHunger VI: Zucker!
machtHunger VII: Slawische Küche
machtHunger VIII: Jenseits des Fleisches
Staffel II
machtHunger I: Die Geschichte der Muskatnuss
machtHunger II: Der lange Weg zum Besteck
machtHunger III: Weltenlenkerin Kartoffel
machtHunger IV: Alkohol – Geschichte einer rosaroten Brille
machtHunger V: Salz, Ursprung von fast Allem
machtHunger VI: Ekel: Das Grauen bei Tisch
machthunger VII: Wie der Tee drei Mal nach Europa kam
machthunger VIII: Es trieft! Eine Geschichte vom Fett
Staffel III
machthunger I: Bittersüß: Die Geschichte der Zitrusfrüchte
machthunger II: Warum dieses Weihnachtsessen?
machthunger III: Klasse Wein
machthunger IV: Gurken für die Ewigkeit
machthunger V: Gemästete Mäuse: Das Essen der Antike
machthunger VI: Die Freiheit der Donauküchen
Staffel IV:
machtHunger I: Reis, das harte Brot
machtHunger II: Alles Käse, was Alpenküche kann
machtHunger III: O'zapft is: Der Kult ums Bier
machtHunger IV: Wer lesen kann, kann kochen
machtHunger V: Gerichte mit Geschichten
Über Peter Peter
Der Kulturwissenschaftler Peter Peter ist in der bayerischen
Hauptstadt München aufgewachsen, hat in Klassischer Philologie
promoviert und ist Autor zahlreicher Bücher über das Reisen und die
Kochkulturen dieser Welt (unter anderem verfasste er auch eine
Kulturgeschichte des Schnitzels bzw. der österreichischem Küche).
Er lehrte an der von Slow Food gegründeten Università delle scienze
gastronomiche in Pollenzo und Colorno. Seit 2009 lehrt er für den
Masterstudiengang des Zentrums für Gastrosophie der Universität
Salzburg das Modul „Weltküchen und Kochsysteme“ und ist Mitglied
der Deutschen Akademie für Kulinaristik. Sein jüngstes Buch ist den
Zitrusfrüchten und Italien gewidmet. Es heißt Blutorangen und ist
im Verlag Klaus Wagenbach erschienen. Für den Pragmaticus hat er
einen lesenswerten Einstieg in die Gastrodiplomacy
verfasst.
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03.02.2026
39 Minuten
Was machte Rom so mächtig? Und woran ist das Imperium schließlich
gescheitert? Wenn die Natur Geschichte schreibt – ein
Podcast vom Pragmaticus.
Das Thema:
In der siebten Folge der Miniserie „Wenn die Natur Geschichte
schreibt“ führt der Globalhistoriker Johannes Preiser-Kapeller in
die Antike und schildert uns das Schicksal der einstigen Großmacht
aus neuer Perspektive. Welchen Einfluss hatte das Klima auf das
Staatswesen? Brachte ein Vulkanausbruch vor Alaska die Republik zum
Straucheln? Und welche Auswirkungen hatte die Bleibelastung von
Luft und Wasser, der die Römer ausgesetzt waren? Unterstützt wird
seine Erzählung durch den Meteorologen Andreas Strohl von der
Universität Wien und den Psychologen Andreas Barth von der
Sigmund-Freud-Universität in Linz.
Credits:
„Flushing the toilet“ by tosha73, gekürzt.
https://freesound.org/s/545577/ -- License: Attribution
4.0
Unser Guide durch die Jahrhunderte:
Johannes Preiser-Kapeller ist Byzantinist und
Umwelthistoriker. Er leitet in der Abteilung Byzanzforschung am
Institut für Mittelalterforschung der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften (ÖAW) den Forschungsbereich „Byzanz im Kontext“. Er
ist Mitherausgeber des Jahrbuchs der Österreichischen
Byzantinistik, der Reihe Studies in Global Migration History und
Mitglied des Advisory Boards des Journal of Historical Network
Research sowie der „Climate Change and History Research Initiative“
der Princeton University. Preiser-Kapeller hat mehrere Bücher über
die enge Verbundenheit von Natur- und Menschheitsgeschichte
geschrieben, unter anderem Die erste Ernte und der große Hunger.
Klima, Pandemien und der Wandel der Alten Welt bis 500 n. Chr. und
Der Lange Sommer und die Kleine Eiszeit. Klima, Pandemien und der
Wandel der Alten Welt von 500 bis 1500 n. Chr. Zuletzt erschien von
ihm Byzanz. Das Neue Rom und die Welt des Mittelalters.
Wenn die Natur Geschichte schreibt
In den vorherigen sechs Folgen führte uns der Byzantinist und
Umwelthistoriker Johannes Preiser-Kapeller u.a. durch die
Hochs und Tiefs der Jahrhunderte, angefangen bei
Kaiser Justinian und dem Schreckensjahr 536,
über Erik den Roten, Grönland und afrikanische Elefanten;
den Bankier Francesco Balducci Pegolotti, der im 14.
Jahrhundert der einen Katastrophe entkam und eine andere
beschleunigte, bis zu den mutigen Beamten Hong
Hao und Zheng Xia, die sich vor 1.000 Jahren wegen des
Jangtsekiang bzw. des Gelben Flusses über ihre
Kompetenzbereiche hinauswagten und Menschenleben
retteten.
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