Beschreibung
vor 2 Wochen
Vom Frankfurter Ghetto zur heimlichen sechsten Großmacht Europas:
Die Geschichte des Hauses Rothschild liest sich wie ein Thriller,
in dem Geld, Macht und Information die Waffen sind.
Als Meyer Amschel Rothschild Ende des 18. Jahrhunderts im
Frankfurter Judenviertel mit alten Münzen handelt, ahnt niemand,
dass seine fünf Söhne ein halbes Jahrhundert später die Geschicke
ganzer Nationen lenken werden. Egon Caesar Conte Corti hat diese
Geschichte auf Grundlage tausender Archivdokumente aus Wien,
London, Paris und Frankfurt aufgeschrieben: nüchtern,
quellenbasiert, frei von den Lobhudeleien und Schmähschriften,
die bis dahin die Rothschild-Literatur bestimmt hatten.
Was Corti zeigt, ist mehr als eine Familienchronik. Es ist eine
Anatomie der Symbiose zwischen Finanzkapital und staatlicher
Macht. Die Rothschilds steigen auf, weil Fürsten Kriege führen
und dafür Geld brauchen. Sie werden unentbehrlich, weil sie als
erste ein internationales Netzwerk schaffen, das schneller
kommuniziert als jede Regierung. Eigene Kuriere, verschlüsselte
Briefe, Brieftauben: Wer vor allen anderen weiß, ob morgen Krieg
oder Frieden herrscht, diktiert heute die Kurse an der Börse.
Die Familie finanziert Napoleon und seine Gegner, Österreich und
Preußen, Revolution und Restauration. Nicht aus Zynismus, sondern
aus Kalkül: Jeder Krieg bedroht die eigenen Anleihen, also
drängen die Rothschilds die Mächtigen zum Frieden. Ob Metternich,
Bismarck oder Napoleon III., keiner kommt an ihnen vorbei. Doch
als 1848 die Revolution ausbricht, stehen auch die Rothschilds am
Abgrund.
Diese Podcast-Folge taucht tief in ein Werk ein, das die Frage
stellt, die heute aktueller ist denn je: Wer kontrolliert wen,
der Staat die Banken oder die Banken den Staat?
Hier geht´s zum Buch:
Egon Ceasar Conte Corti – Das Haus Rothschild 1770-1871
Weitere Bücher zur Wirtschaftsgeschichte:
Richard Ehrenberg - Grosse Vermögen: Die Fugger - Rothschild-
Krupp
Richard Ehrenberg – Wie wurde Hamburg groß?
Richard Ehrenberg – Die Unternehmungen der Brüder Siemens: Bis
1870
Carl Colbert - Der Börsenschwindel des John Law: Ein Beitragzur
Revolutions- und Sittengeschichte
Amilcare Puviani – Theorie der sanften Plünderung
Hans Ostwald - Sittengeschichte der Inflation
Für mehr Literatur zur individuellen Freiheit und
Wirtschaftsgeschichte klicke hier (oeconimus.com)
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