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  4. 98: Jagd im Fokus: Was blüht dem Wolf im Jagdrecht?
In dieser Folge vom Wolfspodcast trifft Sabine Sebald den Biologen
und Artenschützer Dr. Martin Steverding aus Nordrhein-Westfalen.
Gemeinsam werfen sie einen kritischen Blick auf die Jagd – und
darauf, was die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht künftig bedeuten
könnte. Ausgehend von der Situation in Niederwildregionen
beschreibt Steverding die Jagd als „Todeszone“: Füchse leben dort
unter permanentem Druck, bis zu 80 Prozent einer Population werden
jährlich getötet. Übrig bleiben vor allem extrem scheue,
nachtaktive Tiere. Für ihn ist das kein funktionierendes
Management, sondern ein Kreislauf aus Leid, Störung und
ineffektiver Kontrolle. Sabine geht mit ihm der Frage nach, warum
sich die Gesellschaft überhaupt mit Jagd auseinandersetzen muss –
gerade jetzt, wo Wölfe in Deutschland künftig im Namen des
Naturschutzes bejagt werden sollen. Wie wird diese Jagd konkret
aussehen? Und was bedeutet das für eine streng geschützte Art, die
erst vor wenigen Jahrzehnten zurückgekehrt ist? Martin Steverding
bezieht klar Position: Jagd sei keine Lösung. Er stellt gängige
Argumente infrage und plädiert stattdessen für strengere
tierschutzrechtliche Prüfungen sowie eine Reduktion menschlicher
Eingriffe in Ökosysteme. Die Einstufung des Wolfs als jagdbare Art
bewertet er als gefährlichen Paradigmenwechsel – mit möglichen
Folgen bis hin zu einem drastischen Rückgang der Population. Ein
Schwerpunkt der Folge liegt auf der Fuchsjagd: Sabine lässt sich
die verschiedenen Praktiken detailliert erklären – von Ansitz- und
Fallenjagd über Baujagd bis hin zu sogenannten Schliefenanlagen, in
denen Füchse als Trainingsobjekte für Hunde dienen. Martin
Steverding kritisiert diese Methoden scharf und spricht von
chronischem Stress und erheblichen gesundheitlichen Schäden bei den
Tieren. Auch Fragen wie die Jagd auf Welpen, groß angelegte
Gesellschaftsjagden und die Wirksamkeit intensiver Bejagung werden
beleuchtet. Beispiele wie die Waschbärbejagung zeigen, dass hohe
Abschusszahlen nicht zwangsläufig zu einer nachhaltigen
Bestandsregulation führen und schon gar keine Probleme lösen. Zum
Schluss geht es um konkrete Entwicklungen: Welche Jagdformen
könnten beim Wolf zum Einsatz kommen? Was ist rechtlich möglich,
was wird befürchtet? Und welche zivilgesellschaftlichen Initiativen
beobachten und dokumentieren Jagdpraktiken bereits heute? Sabine
ist sich sicher: Je mehr die Menschen über diese Hintergründe
wissen, desto eher geraten die Jagdverbände unter
Rechtfertigungsdruck. Deshalb: teilt diese Episode und abonniert am
besten gleich den Wolfspodcast.
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„98: Jagd im Fokus: Was blüht dem Wolf im Jagdrecht?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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