Podcaster
Episoden
06.03.2026
1 Stunde 1 Minute
Es ist viel los in der Welt der wilden Wölfe und einiges zu
besprechen. Zu Gast ist wieder Hanno Pilartz, der Muli-,Esel- und
Pferdehalter mit Herz und Verstand aus Rheinland-Pfalz. Und das
sind die Themen dieser Folge: Der Wolf im Bundesjagdgesetz: Jetzt
muss nur noch der Bundesrat zustimmen, und dann liegt alle
Verantwortung bei den Ländern. Und was die daraus machen.
Europarechtlich hält das Gesetz einige Fallstricke parat, unter
anderem, weil der günstige Erhaltungszustand ja nur auf dem Papier
erreicht ist. Die Bejagung und Reduzierung der Wolfspopulation ist
damit eigentlich verboten. Blick nach Hornisgrinde: Die Jagd auf
den Wolf Grindi endet dort am 10. März – was passiert danach? Und
wie ist der aktuelle Stand? Alex gibt einen kurzen Überblick aus
dem Nordschwarzwald. Rechtswidriger Abschuss in Cuxhaven und eine
Abschussverfügung in der Uckermark: Was läuft da schief? Und: Ein
Video, das die Tierschutzszene spaltet – und was es wirklich zeigt.
Warum ein sogenannter Hard Release (eine wissenschaftlich
begleitete Vergrämungsmaßnahme) falsch verstanden wurde – und was
das über Verantwortung, Recherche und Glaubwürdigkeit im Tierschutz
sagt. Zum Einstieg geht’s nach Frankreich: Dort steigen die
Risszahlen, obwohl abgeschossen wird. Und es gibt aktuelle Zahlen,
woran die Schafe dort wirklich sterben. Spoiler: Die wenigsten
durch den Wolf.
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16.02.2026
29 Minuten
In dieser Episode gibt es einen spannenden Perspektivwechsel im
Wolfspodcast: Während bisher intensiv über die politischen Prozesse
rund um das Jagd- und Bundesnaturschutzgesetz gesprochen wurde,
liefert nun ein Politiker Insights aus der ersten Reihe: Sascha H.
Wagner, Bundestagsabgeordneter für Die Linke, ist direkt in die
Gesetzesnovelle involviert und gibt Einblicke, die die politische
Landschaft und die Herausforderungen näher bringen. Dabei geht es
um folgende Themen: • Die Position der Linken: Warum fordert die
Partei als einzige den Wolf zu schützen, während die
Bundesregierung Pläne zur Regulierung und Bejagung vorantreibt? •
Gesetzgebungsprozess: Wie entstehen die Positionen im Parlament?
Was geschieht hinter den Kulissen? • Herdenschutz und Artenschutz:
Welche sachlichen Fakten wurden in der Debatte präsentiert, und wie
stehen die anderen Parteien im deutschen Bundestag dazu? • Mythen
im Parlament: Warum halten sich in den Reihen der Parlamentarier so
viele Falschinformationen rund um den Wolf und Artenschutz? Ist es
Desinteresse oder Kalkül? • Einfluss von Lobby-Gruppen: Wie stark
sind die Jägerschaft und andere Lobbyisten im Bundestag vertreten?
Wie beeinflussen sie die Gesetzgebung? • Auf Kollisionskurs mit dem
Gesetz?: Welche rechtlichen Grenzen werden möglicherweise
überschritten, und welche Konsequenzen könnte das haben? Fakt ist,
die Bundesregierung will das Gesetz noch im März beschließen. Next
Step: Die Abgeordneten wollen am Montag, 23. Februar 2026, ab 16:30
Uhr mit Sachverständigen über die Änderung des Bundesjagdgesetzes
und über die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes beraten. Die
geplante Gesetzesänderung sieht vor, dass der Wolf als
grundsätzlich jagdbare Tierart ins Jagdgesetz aufgenommen wird.
Können an dem Tag die Weichen nochmal neu gestellt werden? Ihr
könnt auf jeden Fall aber Zeichen für den Wolf und den Artenschutz
setzen bei der Mahnwache von Umweltaktivistin Annemarie Botzki. Sie
findet am Montag um 16 Uhr auf der Wiese vor dem Bundestag statt.
Sabine ist auch dabei.
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10.02.2026
54 Minuten
Seit unserer letzten Folge ist klar: Der Hornisgrinde-Wolf bewegt
mehr als nur die Schlagzeilen im Nordschwarzwald. Er sorgt für
politischen und juristischen Streit, und er wirft viele Fragen auf,
die weit über ihn selbst hinausgehen. Vor allem aber macht er
sichtbar, wie eng Mensch und Wildnis inzwischen wieder
aufeinandertreffen, ohne wirklich darauf vorbereitet worden zu
sein. Max von der Taskforce: Artenschutz ist in den Schwarzwald
gereist, um den Menschen vor Ort zu begegnen. Bewusst eher unter
dem Radar, denn das Thema Wolf ist sensibel, emotional und
aufgeheizt. Soviel steht aber schonmal fest: Dieser Einsatz war
alles andere als oberflächlich. Max hat mit Menschen gesprochen,
die mit ihren Hunden täglich in dem Gebiet vom Hornisgrinde-Wolf
unterwegs sind. Mit Menschen, die diesem Wolf immer wieder
begegnen, und mit solchen, die ihn noch nie gesehen haben, aber
trotzdem eine klare Meinung haben. Und er hat Menschen
kennengelernt, die ihn tief beeindrucken. Eine von ihnen ist Alex.
Sie lebt am Rande des Territoriums und ist fest entschlossen, den
Wolf nicht aufzugeben. In einem selbst recherchierten und
zusammengestellten Strategiepapier hat sie konkrete
Lösungsvorschläge gebündelt und an das Umweltministerium
weitergeleitet. "Dieser Wolf hat eine Chance verdient und könnte
Signalwirkung für das ganze Land haben", glaubt Alex und richtet
einen leidenschaftlichen Appell an die verantwortlichen Politiker.
Denn noch bleibt etwas Zeit: Der Verwaltungsgerichtshof
Baden-Württemberg hat einen so genannten Hängebeschluss erlassen.
Demnach darf der Hornisgrinde-Wolf vorläufig bis zur Entscheidung
des Gerichts, längstens bis zum 16.2.26 nicht abgeschossen werden.
Eine Wolfspodcast-Folge voller unbequemer Fragen, bewegender
Eindrücke und ganz viel Hoffnung.
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06.02.2026
1 Stunde 14 Minuten
Der Fall GW2672m, der „Wolf von der Hornisgrinde“, steht
sinnbildlich für einen Wendepunkt im Umgang Baden-Württembergs mit
dem Wolf. Was als Erfolgsgeschichte eines neu zugewanderten Tieres
im Nordschwarzwald begann, endet mit einer Abschussverfügung, die
nun sogar gerichtlich bestätigt wurde. Zum ersten Mal stützt ein
Verwaltungsgericht im Land die Tötung eines Wolfs mit der
Begründung eines "sicherheitsrelevanten Problemverhaltens“. 2023/24
war GW2672m als neuer, sesshafter Wolf im Gebiet Hornisgrinde
genetisch nachgewiesen und dem österreichischen Gutenbrunn-Rudel
zugeordnet worden. Lange galt er als unauffälliger Einzelgänger,
der sich in der Region etabliert – ohne gehäufte Nutztierrisse,
ohne Zwischenfälle. Doch die Stimmung kippte, als das
Umweltministerium den Wolf schließlich als Risiko einstufte. Der
Grund: wiederholte Nähe zu Menschen und Hunden. Naturschutzverbände
liefen Sturm, klagten gegen die Verfügung und warnten vor einem
gefährlichen Präzedenzfall. Denn der Fall könnte Maßstäbe setzen:
Wenn Nähe zu Menschen bereits als „Gefahr“ zählt, wie stabil bleibt
dann der Schutzstatus streng geschützter Arten künftig noch? In
dieser Folge spricht Sabine mit Hanno Pilartz und dem ehemaligen
Revierförster im Nordschwarzwald Martin Hauser, der das Gebiet und
die dortigen Wölfe von Anfang an kennt. Gemeinsam gehen sie der
Frage nach, wie es mit dem Hornisgrinde-Wolf soweit kommen konnte –
und ob und was wir als Gesellschaft aus diesem Fall lernen sollten.
Ist GW2672m tatsächlich gefährlich? Oder ist er zum Opfer einer
überhitzten Debatte und menschlicher Schwäche geworden? Eine
Episode über Verantwortung, unser Verhältnis zur Natur – und die
feine Grenze zwischen Schutz und Kontrolle.
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29.01.2026
53 Minuten
Die Debatte um den Wolf erreicht aktuell ihren Höhepunkt: Das
Gesetzesvorhaben zum Wolf im Jagdrecht wird von der Bundesregierung
unter Hochdruck voran getrieben. Und genau da meldet sich
NABU-Verbandspräsident Jörg-Andreas Krüger im Wolfspodcast zu Wort.
Für Sabine ein hochbedeutsamer Moment und endlich die Gelegenheit,
ihm wichtige, längst überfällige Fragen zu stellen. Lange wurde
Deutschlands größtem Naturschutzverband vorgeworfen, sich aus dem
Konflikt um die Wölfe herauszuziehen. Was ist dran an dem Vorwurf?
In dieser Folge spricht Krüger über Verantwortung, Haltung und die
Zukunft des Artenschutzes. Dabei geht es um die Anfänge des
NABU-Wolfsengagements und das für viele völlig unverständliche Ende
des Wolfsbotschafter-Programms. Inwieweit hat der Jäger
Jörg-Andreas Krüger einen persönlichen Interessenskonflikt? Und
welche Strategie hat der NABU gegen die massiven
Desinformationskampagnen der Jagd- und Lobby-Verbände? Inwieweit
bereitet sich der NABU auf die womöglich dramatischen Auswirkungen
des Bundesjagdgesetzes vor? Die Kernfrage bleibt jedoch: Wie viel
Haltung braucht der Naturschutz gerade jetzt in Zeiten, wo die NGOs
durch die Politik unter massiv Druck gesetzt werden? Ein offenes
und sehr aufschlussreiches Gespräch mit klaren Antworten und einem
Versprechen.
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Über diesen Podcast
Der Wolf ist wieder da, und er ist gekommen, um zu bleiben. Die
Diskussion um seine Rückkehr ist jedoch politisch und
gesellschaftlich mehr als aufgeladen. Dieser Podcast macht sich für
den aktiven Wolfsschutz stark. Mit vielen wissenschaftlichen
Fakten, spannenden Informationen rund um das Leben der wilden
Wölfe, sowie politische und juristische Hintergründe und News.
Gespräche mit Expertinnen und Experten liefern die
unterschiedlichsten Perspektiven zum Thema Wolf. Denn nur, was wir
kennen, können wir lieben und nachhaltig schützen. Folgt uns auf
den Spuren unserer wilden Wölfe.
Abonnenten
Burgbernheim - Schwebheim
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