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vor 3 Tagen
Gesetze sind kein Algorithmus. Sie folgen einer juristischen
Prüfstruktur aus Wenn-Dann-Oder-Und-Verknüpfungen, die sich in
klassische Prozesslogik nicht übersetzen lässt. Gleichzeitig wächst
der Druck auf öffentliche Verwaltungen massiv: Hunderttausende
Stellen gehen in den nächsten Jahren in den Ruhestand, über eine
Million Fälle liegen allein in deutschen Staatsanwaltschaften
unbearbeitet, und McKinsey schätzt, dass bis zu 60 Prozent der
Arbeitsstunden in der Verwaltung automatisierbar wären. Das
Versprechen generativer KI hilft hier nicht weiter, weil eine
Behörde keine 95-Prozent-Antwort gebrauchen kann. Sie braucht eine
richtige. Ina Remmers, Gründerin und Geschäftsführerin der Rule
Mapping Group, hat mit Rule Mapping genau dafür eine Methode
entwickelt. Eine Rulemap ist keine Datenbank und kein Chatbot,
sondern eine maschinenlesbare Visualisierung eines Gesetzes: Der
Entscheidungsbaum liegt offen, jedes Tatbestandsmerkmal schaltet
sich auf Rot oder Grün, und das Ergebnis ist immer dasselbe. In
Baden-Württemberg hat das dazu geführt, dass eine
Vollständigkeitsprüfung für Windkraftanlagen, die bisher bis zu 18
Monate dauerte, auf 5 bis 8 Wochen gesunken ist. Das
Geschäftsmodell dahinter ist heute noch Projektgeschäft mit
anschließender Softwarelizenz, bepreist nach Anzahl der
bearbeiteten Fälle und Anzahl der Nutzer. Ein versteckter
Value-based-Ansatz steckt bereits drin: Komplexere Akten werden
höher bepreist, weil dort auch mehr Effizienz gehoben wird. Wie Ina
Remmers es im Gespräch formuliert: „Wir haben das juristische
Denken, also das, was die Juristen optimalerweise im Kopf machen.
Mir wurde gesagt, das macht einen guten Juristen aus, wenn er sich
diese Prüfstruktur sozusagen im Kopf bauen kann. Und das ist auch
der Ursprung des Rule-Mappings, so ist das auch entstanden, dass
die Frage war, wie bringt man eigentlich diese Denkweise aus dem
Kopf der Juristen eben in eine Software?" Über den Gast Ina Remmers
ist Gründerin und Geschäftsführerin der Rule Mapping Group und
beschreibt sich selbst als Impact-Unternehmerin. Vor der Rule
Mapping Group hat sie acht Jahre lang nebenan.de verantwortet, eine
der größten Nachbarschaftsplattformen im deutschsprachigen Raum.
Sie hat Psychologie studiert und war zuvor in der Werbung tätig.
Die Rule Mapping Group ist auf rulemapping.org zu finden.
Prüfstruktur aus Wenn-Dann-Oder-Und-Verknüpfungen, die sich in
klassische Prozesslogik nicht übersetzen lässt. Gleichzeitig wächst
der Druck auf öffentliche Verwaltungen massiv: Hunderttausende
Stellen gehen in den nächsten Jahren in den Ruhestand, über eine
Million Fälle liegen allein in deutschen Staatsanwaltschaften
unbearbeitet, und McKinsey schätzt, dass bis zu 60 Prozent der
Arbeitsstunden in der Verwaltung automatisierbar wären. Das
Versprechen generativer KI hilft hier nicht weiter, weil eine
Behörde keine 95-Prozent-Antwort gebrauchen kann. Sie braucht eine
richtige. Ina Remmers, Gründerin und Geschäftsführerin der Rule
Mapping Group, hat mit Rule Mapping genau dafür eine Methode
entwickelt. Eine Rulemap ist keine Datenbank und kein Chatbot,
sondern eine maschinenlesbare Visualisierung eines Gesetzes: Der
Entscheidungsbaum liegt offen, jedes Tatbestandsmerkmal schaltet
sich auf Rot oder Grün, und das Ergebnis ist immer dasselbe. In
Baden-Württemberg hat das dazu geführt, dass eine
Vollständigkeitsprüfung für Windkraftanlagen, die bisher bis zu 18
Monate dauerte, auf 5 bis 8 Wochen gesunken ist. Das
Geschäftsmodell dahinter ist heute noch Projektgeschäft mit
anschließender Softwarelizenz, bepreist nach Anzahl der
bearbeiteten Fälle und Anzahl der Nutzer. Ein versteckter
Value-based-Ansatz steckt bereits drin: Komplexere Akten werden
höher bepreist, weil dort auch mehr Effizienz gehoben wird. Wie Ina
Remmers es im Gespräch formuliert: „Wir haben das juristische
Denken, also das, was die Juristen optimalerweise im Kopf machen.
Mir wurde gesagt, das macht einen guten Juristen aus, wenn er sich
diese Prüfstruktur sozusagen im Kopf bauen kann. Und das ist auch
der Ursprung des Rule-Mappings, so ist das auch entstanden, dass
die Frage war, wie bringt man eigentlich diese Denkweise aus dem
Kopf der Juristen eben in eine Software?" Über den Gast Ina Remmers
ist Gründerin und Geschäftsführerin der Rule Mapping Group und
beschreibt sich selbst als Impact-Unternehmerin. Vor der Rule
Mapping Group hat sie acht Jahre lang nebenan.de verantwortet, eine
der größten Nachbarschaftsplattformen im deutschsprachigen Raum.
Sie hat Psychologie studiert und war zuvor in der Werbung tätig.
Die Rule Mapping Group ist auf rulemapping.org zu finden.
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