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Beschreibung
vor 2 Wochen
Was gilt als Behinderung? Und wer entscheidet, was als «normal»
gilt? Wie sind diese Kategorien entstanden und wie prägen sie
unser Leben bis heute? Die Veranstaltung bringt Perspektiven aus
Disability Studies mit jenen aus Architektur- und
Kulturgeschichte ins Gespräch.
Am Ende des 19. Jahrhunderts entstehen in Medizin, Recht und
Fürsorge klare Unterscheidungen zwischen Normalität und
Abweichung. Institutionen legten damit fest, welche Körper und
Lebensweisen als «normal» zu gelten haben. Diese historischen
Einteilungen prägen unsere Gesellschaft bis in die Gegenwart,
ganz konkret auch in der gebauten Umwelt. Denn Städte, Gebäude
und öffentliche Räume sind nie neutral: Ihre Gestaltung
entscheidet mit darüber, wer sich frei bewegen und teilhaben kann
– und wer ausgeschlossen wird.
Vor diesem Hintergrund stellt die Veranstaltung die Frage, was
«Inklusion» heute bedeutet: Reicht es, Gebäude barrierefrei zu
bauen oder braucht es ein grundlegendes Umdenken in Planung und
Baukultur? Wo befinden sich noch Leerstellen?
Gabrielle Schaad und Brian
McGowan diskutieren gemeinsam, welche Verantwortung
die Akteurinnen und Akteure in Architektur und Planung tragen und
wie wir Zugänglichkeit, Teilhabe und räumliche Gerechtigkeit neu
denken können.
Moderation: Ladina Spiess, freischaffende
Moderatorin, Kommunikationstrainerin und Texterin
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