Oliver Nachtwey: Das Bündnis von Libertarismus und Autoritarismus
1 Stunde 32 Minuten
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Beschreibung
vor 2 Monaten
Warum ziehen sich Libertarismus und Autoritarismus gegenseitig
an? Die einen plädieren für individuelle Freiheit und
Eigenverantwortung und sind überzeugt, dass der Staat so wenig
wie möglich in das Leben der Menschen eingreifen soll. Die
anderen setzen auf Autorität, Gehorsam und Unterordnung und auf
Systeme, in der die Macht in den Händen einer Person, einer
Partei oder einer kleinen Elite konzentriert wird.
Was passiert, wenn beide miteinander verschmelzen? Warum finden
libertäre Autoritäten so viele Anhängerinnen und Anhänger? Und
steckt dahinter vielleicht sogar eine Lust an der Zerstörung?
Diesen Fragen gehen die renommierte Soziologin Carolin Amlinger
und der renommierte Soziologe Oliver Nachtwey nach. Bereits in
ihrem viel beachteten Buch «Gekränkte Freiheit» haben sie den
Rechtsrutsch und das Erstarken neuer Autoritäten analysiert. Im
2025 erschienenen Buch «Zerstörungslust» liefern sie nun eine
Erklärung: Im Kern richtet sich diese Revolte gegen die Blockaden
liberaler Gesellschaften, die ihre Versprechen von Aufstieg und
Emanzipation nicht mehr einlösen. Die Zerstörung der Welt sei ein
letzter Versuch, sich davor zu retten, von ihr zermalmt zu
werden.
Moderation: Peer Teuwsen, Redaktionsleiter
Kultur der «NZZ am Sonntag»
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