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Beschreibung
vor 1 Monat
Bis in die 1980er-Jahre wurden in der Schweiz hunderttausende
Menschen Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen: Sie wurden
fremdplatziert, administrativ versorgt und in vielen
Lebensbereichen entmündigt – mit gravierenden, lebenslangen
Folgen. Die gesellschaftliche Aufarbeitung ist bis heute nicht
abgeschlossen; sie beruht wesentlich auf den Zeugnissen der
Betroffenen, auf der Arbeit der Forschung, ebenso aber auf der
Wahrnehmung offizieller Verantwortung.
Die Zeitzeuginnen Uschi Waser und Elisabeth Meister berichten von
ihren persönlichen Erfahrungen, ihrem langen Kampf um Anerkennung
sowie ihrem Engagement für Gerechtigkeit. Gemeinsam mit der
Historikerin Loretta Seglias diskutieren sie, welche Bedeutung
das Erinnern heute hat, welche Verantwortung daraus erwächst und
wie die Folgen fürsorgerischer Zwangsmassnahmen und
Fremdplatzierungen in unserer Gesellschaft verhandelt werden
können und sollen.
Moderation: Marc Tribelhorn, Redaktor
NZZ
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