Tim Guldimann und Walter Thurnherr: Kann die Schweiz noch entscheiden?

Tim Guldimann und Walter Thurnherr: Kann die Schweiz noch entscheiden?

1 Stunde 29 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat

Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde die Schweiz
völkerrechtlich als souveräner Staat anerkannt. Seither traf die
Eidgenossenschaft mehrfach wegweisende Entscheidungen, die ihre
politische Ordnung und ihre Stellung in Europa nachhaltig
prägten: sie verpflichtete sich zur immerwährenden bewaffneten
Neutralität, führte die direkte Demokratie ein, verlagerte die
politische Macht dauerhaft zum Volk oder leitete den bilateralen
Weg mit der Europäischen Union ein.


Heute steht die Schweiz erneut vor grundlegenden Fragen. Ihre
Rolle als neutrale Vermittlerin wird zunehmend kontrovers
diskutiert. Gleichzeitig gestaltet sich das Verhältnis zur
Europäischen Union komplexer. Die Schweiz muss neu ausloten, wie
sie ihre traditionellen Prinzipien – Neutralität, Föderalismus
und demokratische Selbstbestimmung – mit den Anforderungen einer
stärker vernetzten und konfliktreicheren Welt in Einklang bringen
will. Kann sie die nötigen Entscheidungen treffen? Welche
Verantwortung tragen dabei Bundesrat und Parlament?


Darüber diskutieren der Politikwissenschaftler und Diplomat Tim
Guldimann und der ehemalige Bundeskanzler und Dozent für
Staatswissenschaft Walter Thurnherr.


Moderation: Sermîn Faki, Nachrichtenchefin CH Media

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