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21.01.2026
1 Stunde 29 Minuten
Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde die Schweiz völkerrechtlich als souveräner Staat anerkannt. Seither traf die Eidgenossenschaft mehrfach wegweisende Entscheidungen, die ihre politische Ordnung und ihre Stellung in Europa nachhaltig prägten: sie verpflichtete sich zur immerwährenden bewaffneten Neutralität, führte die direkte Demokratie ein, verlagerte die politische Macht dauerhaft zum Volk oder leitete den bilateralen Weg mit der Europäischen Union ein.
Heute steht die Schweiz erneut vor grundlegenden Fragen. Ihre Rolle als neutrale Vermittlerin wird zunehmend kontrovers diskutiert. Gleichzeitig gestaltet sich das Verhältnis zur Europäischen Union komplexer. Die Schweiz muss neu ausloten, wie sie ihre traditionellen Prinzipien – Neutralität, Föderalismus und demokratische Selbstbestimmung – mit den Anforderungen einer stärker vernetzten und konfliktreicheren Welt in Einklang bringen will. Kann sie die nötigen Entscheidungen treffen? Welche Verantwortung tragen dabei Bundesrat und Parlament?
Darüber diskutieren der Politikwissenschaftler und Diplomat Tim Guldimann und der ehemalige Bundeskanzler und Dozent für Staatswissenschaft Walter Thurnherr.
Moderation: Sermîn Faki, Nachrichtenchefin CH Media
Heute steht die Schweiz erneut vor grundlegenden Fragen. Ihre Rolle als neutrale Vermittlerin wird zunehmend kontrovers diskutiert. Gleichzeitig gestaltet sich das Verhältnis zur Europäischen Union komplexer. Die Schweiz muss neu ausloten, wie sie ihre traditionellen Prinzipien – Neutralität, Föderalismus und demokratische Selbstbestimmung – mit den Anforderungen einer stärker vernetzten und konfliktreicheren Welt in Einklang bringen will. Kann sie die nötigen Entscheidungen treffen? Welche Verantwortung tragen dabei Bundesrat und Parlament?
Darüber diskutieren der Politikwissenschaftler und Diplomat Tim Guldimann und der ehemalige Bundeskanzler und Dozent für Staatswissenschaft Walter Thurnherr.
Moderation: Sermîn Faki, Nachrichtenchefin CH Media
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05.12.2025
1 Stunde 32 Minuten
Warum ziehen sich Libertarismus und Autoritarismus gegenseitig an? Die einen plädieren für individuelle Freiheit und Eigenverantwortung und sind überzeugt, dass der Staat so wenig wie möglich in das Leben der Menschen eingreifen soll. Die anderen setzen auf Autorität, Gehorsam und Unterordnung und auf Systeme, in der die Macht in den Händen einer Person, einer Partei oder einer kleinen Elite konzentriert wird.
Was passiert, wenn beide miteinander verschmelzen? Warum finden libertäre Autoritäten so viele Anhängerinnen und Anhänger? Und steckt dahinter vielleicht sogar eine Lust an der Zerstörung? Diesen Fragen gehen die renommierte Soziologin Carolin Amlinger und der renommierte Soziologe Oliver Nachtwey nach. Bereits in ihrem viel beachteten Buch «Gekränkte Freiheit» haben sie den Rechtsrutsch und das Erstarken neuer Autoritäten analysiert. Im 2025 erschienenen Buch «Zerstörungslust» liefern sie nun eine Erklärung: Im Kern richtet sich diese Revolte gegen die Blockaden liberaler Gesellschaften, die ihre Versprechen von Aufstieg und Emanzipation nicht mehr einlösen. Die Zerstörung der Welt sei ein letzter Versuch, sich davor zu retten, von ihr zermalmt zu werden.
Moderation: Peer Teuwsen, Redaktionsleiter Kultur der «NZZ am Sonntag»
Was passiert, wenn beide miteinander verschmelzen? Warum finden libertäre Autoritäten so viele Anhängerinnen und Anhänger? Und steckt dahinter vielleicht sogar eine Lust an der Zerstörung? Diesen Fragen gehen die renommierte Soziologin Carolin Amlinger und der renommierte Soziologe Oliver Nachtwey nach. Bereits in ihrem viel beachteten Buch «Gekränkte Freiheit» haben sie den Rechtsrutsch und das Erstarken neuer Autoritäten analysiert. Im 2025 erschienenen Buch «Zerstörungslust» liefern sie nun eine Erklärung: Im Kern richtet sich diese Revolte gegen die Blockaden liberaler Gesellschaften, die ihre Versprechen von Aufstieg und Emanzipation nicht mehr einlösen. Die Zerstörung der Welt sei ein letzter Versuch, sich davor zu retten, von ihr zermalmt zu werden.
Moderation: Peer Teuwsen, Redaktionsleiter Kultur der «NZZ am Sonntag»
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26.11.2025
1 Stunde 23 Minuten
Die direkte Demokratie gilt als Herzstück des politischen Systems der Schweiz und macht es weltweit einzigartig. Zu den wichtigsten Instrumenten gehören Volksabstimmungen, die der Bevölkerung eine wesentliche Mitwirkung an politischen Entscheidungen ermöglichen. Doch wie selbstverständlich ist die direkte Demokratie wirklich, und wie haben Volksabstimmungen die Schweiz verändert? Wie nimmt die Bevölkerung ihre Rechte wahr, wer durfte und darf abstimmen – und wer bleibt ausgeschlossen? Und gibt es Grenzen der Demokratie, oder soll das Volk über alles abstimmen dürfen – selbst über Anliegen, die möglicherweise menschenrechtswidrig sind?
Der Historiker David Hesse und der Journalist Philipp Loser diskutieren mit Bundeskanzler Viktor Rossi über die Geschichte der Volksabstimmungen, die aktuellen Spannungsfelder und die Zukunft der direkten Demokratie.
Moderation: Priscilla Imboden, Bundeshaus-Redaktorin des Onlinemagazins "Republik"
Der Historiker David Hesse und der Journalist Philipp Loser diskutieren mit Bundeskanzler Viktor Rossi über die Geschichte der Volksabstimmungen, die aktuellen Spannungsfelder und die Zukunft der direkten Demokratie.
Moderation: Priscilla Imboden, Bundeshaus-Redaktorin des Onlinemagazins "Republik"
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20.11.2025
56 Minuten
Rundgang mit Stefan Zweifel, Kurator der Ausstellung «Seelenlandschaften. C. G. Jung und die Entdeckung der Psyche in der Schweiz», von 17.10.2025 bis 15.02.2026 im Landesmuseum Zürich.
Die Schweiz war immer wieder Heimat von «Seelensuchern» wie Jean-Jacques Rousseau, Friedrich Nietzsche oder Carl Gustav Jung. Vom wegweisenden Rorschach-Test über Ludwig Binswangers Daseinsanalyse bis zu Jungs Analytischer Psychologie: Die Entwicklung der Psychiatrie, Psychologie und Psychoanalyse ist eng mit der Schweiz verbunden und wirkt bis heute nach. Zum 150. Geburtstag von C. G. Jung präsentiert das Landesmuseum erstmals eine umfassende Ausstellung zur Geschichte der Entdeckung der Psyche in der Schweiz. Im Mittelpunkt steht das legendäre «Rote Buch», das C. G. Jung während einer intensiven Phase der Selbstreflexion verfasste. Von der Ergründung der Seele zeugt aber auch die Kunst mit visionären Werken von Johann Heinrich Füssli, Emma Kunz, Rudolf Steiner, Meret Oppenheim oder Thomas Hirschhorn und nicht zuletzt von Heidi Bucher, deren Werk «Das Audienzzimmer des Doktor Binswanger» einen wichtigen Akzent setzt. Eingebettet in ein Panorama der Psychiatrie aus allen Landesteilen entsteht so eine «Psycho-Geographie» der Schweiz, in der die Verbindung zwischen Seele und Landschaft auf eindrucksvolle Weise sichtbar wird.
Die Schweiz war immer wieder Heimat von «Seelensuchern» wie Jean-Jacques Rousseau, Friedrich Nietzsche oder Carl Gustav Jung. Vom wegweisenden Rorschach-Test über Ludwig Binswangers Daseinsanalyse bis zu Jungs Analytischer Psychologie: Die Entwicklung der Psychiatrie, Psychologie und Psychoanalyse ist eng mit der Schweiz verbunden und wirkt bis heute nach. Zum 150. Geburtstag von C. G. Jung präsentiert das Landesmuseum erstmals eine umfassende Ausstellung zur Geschichte der Entdeckung der Psyche in der Schweiz. Im Mittelpunkt steht das legendäre «Rote Buch», das C. G. Jung während einer intensiven Phase der Selbstreflexion verfasste. Von der Ergründung der Seele zeugt aber auch die Kunst mit visionären Werken von Johann Heinrich Füssli, Emma Kunz, Rudolf Steiner, Meret Oppenheim oder Thomas Hirschhorn und nicht zuletzt von Heidi Bucher, deren Werk «Das Audienzzimmer des Doktor Binswanger» einen wichtigen Akzent setzt. Eingebettet in ein Panorama der Psychiatrie aus allen Landesteilen entsteht so eine «Psycho-Geographie» der Schweiz, in der die Verbindung zwischen Seele und Landschaft auf eindrucksvolle Weise sichtbar wird.
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19.11.2025
1 Stunde 21 Minuten
Die heute nicht mehr gebräuchliche Diagnose «Hysterie» zeugt von historischen Vorstellungen von Geschlecht: Sie wurde über Jahrhunderte fast ausschliesslich Frauen gestellt. Bis ins 20. Jahrhundert hinein galten bestimmte Verhaltensweisen und psychische Auffälligkeiten als geschlechterspezifisch – Geschlecht beeinflusste, was als normal oder behandlungsbedürftig galt.
Heute wird das binäre Geschlechterverständnis zunehmend infrage gestellt. Queere und nichtbinäre Perspektiven rücken ins Zentrum gesellschaftlicher Debatten – und werfen neue Fragen auf: Welche Auswirkungen haben Geschlechtsidentitäten auf unsere Psyche? Wie erleben Menschen psychische Gesundheit im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, Selbstbild und Zugehörigkeit?
Darüber sprechen Anna Rosenwasser, Nationalrätin und Autorin, und Monika Gsell, Psychoanalytikerin und Kulturwissenschaftlerin. Sie beleuchten, wie sehr unser Innenleben und gesellschaftliche Zuschreibungen miteinander verwoben sind – und wie wir darüber neu sprechen können.
Moderation: Christina Caprez
Heute wird das binäre Geschlechterverständnis zunehmend infrage gestellt. Queere und nichtbinäre Perspektiven rücken ins Zentrum gesellschaftlicher Debatten – und werfen neue Fragen auf: Welche Auswirkungen haben Geschlechtsidentitäten auf unsere Psyche? Wie erleben Menschen psychische Gesundheit im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, Selbstbild und Zugehörigkeit?
Darüber sprechen Anna Rosenwasser, Nationalrätin und Autorin, und Monika Gsell, Psychoanalytikerin und Kulturwissenschaftlerin. Sie beleuchten, wie sehr unser Innenleben und gesellschaftliche Zuschreibungen miteinander verwoben sind – und wie wir darüber neu sprechen können.
Moderation: Christina Caprez
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Über diesen Podcast
Geschichten und Gespräche aus dem Schweizerischen Nationalmuseum:
Hochkarätige Gesprächspartner aus dem In- und Ausland diskutieren
über historische und gesellschaftsrelevante Themen. Dazu kommen
exklusive Podcasts zu Themen aus den Ausstellungen im Landesmuseum
Zürich, dem Château de Prangins und dem Forum Schweizer Geschichte
Schwyz.
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