Angsträume, Wahrnehmung und gute Planung

Angsträume, Wahrnehmung und gute Planung

vor 2 Wochen
Wie Stadtgestaltung unser Sicherheitsgefühl prägt
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Beschreibung

vor 2 Wochen
Warum fühlen wir uns in scheinbar perfekt geplanten Quartieren
manchmal unsicher? Diese Frage steht im Mittelpunkt dieser
Podcastfolge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“. Gastgeberin
Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, spricht
mit Dr. Anke Schröder, Expertin für urbane Sicherheit und
Kriminalprävention. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie
Angsträume entstehen, warum Sicherheitsempfinden und tatsächliche
Kriminalität oft auseinanderliegen und wie Planung darauf reagieren
kann. Dabei wird deutlich: Angsträume sind selten eindeutig. Dunkle
Unterführungen, schlecht gepflegte Orte oder fehlende soziale
Kontrolle können Unsicherheitsgefühle auslösen selbst dann, wenn
dort keine Straftaten stattfinden. Gleichzeitig spielen persönliche
Erfahrungen, gesellschaftliche Prägungen und die konkrete
Gestaltung des Raums eine zentrale Rolle. „Ein typischer Angstraum
existiert eigentlich in dieser Form nicht, denn es ist ja eine
individuelle Empfindung.“ Diskutiert wird, wie Planung das
Sicherheitsempfinden beeinflussen kann: fehlende Beleuchtung,
unübersichtliche Wegeführungen oder ungepflegte Grünanlagen können
Unsicherheit verstärken. Es geht um Lösungen, die über Technik
hinausgehen, etwa durch bessere Orientierung, alternative Wege oder
die bewusste Gestaltung von Aufenthaltsräumen. Schröder berichtet
vom Konzept einer interdisziplinären stadträumlichen Begehung „Walk
around your hood“. Dabei wechseln Teilnehmende bewusst die
Perspektive. „Dann kann man sich auf Augenhöhe über die wirkliche
Nutzung des öffentlichen Raums unterhalten.“ So wird sichtbar, wie
sich Planung beispielsweise aus Sicht einer älteren Frau, eines
Kindes oder einer jungen Frau auf dem Heimweg anfühlt. Sicherheit
entsteht vor allem durch Nutzung, Sichtbarkeit und ein gutes
Zusammenspiel von Gestaltung und sozialem Miteinander. Im Gespräch
wird außerdem deutlich, dass Städte stärker vom Menschen her
gedacht werden müssen: weg von rein technischen oder verkehrlichen
Fragestellungen, hin zu Aufenthaltsqualität, Orientierung und
Teilhabe. „Ein guter und sicherer Ort für mich ist ein Ort, an dem
ich kommunizieren kann […] so viel Nähe wie möglich und so viel
Distanz wie nötig.“
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