Beschreibung

vor 2 Wochen
Ein Sonntagmittag in einer Wohnung, das Fenster halb offen, die Uhr
unerbittlich im Hintergrund. Braten, Wein und Porzellan halten die
Ordnung aufrecht, während an einem gedeckten Platz niemand sitzt.
Zwischen höflichen Fragen und kleinen Korrekturen wächst die
Gegenwart dessen, über den nicht gesprochen wird. Das Drama kreist
um eine Familie, die ihren Verlust in Rituale gefaltet hat: in zu
dünne Soße, gezählte Gläser, verschobene Termine. Martin, Susanne
und Clara ringen nicht nur miteinander, sondern mit der Frage, ob
Schweigen schützt oder langsam alles zerstört. Je leiser die Sätze
werden, desto schärfer treten Trauer, Schuld und Liebe hervor. Ein
intimes Kammerspiel für drei Stimmen, getragen von Pausen, Besteck,
Atem und dem Klang eines Tisches, der mehr weiß als seine Menschen
sagen können. Nachklang hört hier genau dorthin, wo Alltag zur
Zumutung wird, und lädt zu einem Hörspiel ein, das behutsam bleibt,
ohne auszuweichen.

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