Beschreibung

vor 2 Wochen
Ein Morgen in einer Wohnung: Kaffee gurgelt, die Uhr tickt, ein
Streifen Sonne liegt auf dem Küchentisch. Martin spricht, als säße
man ihm gegenüber – über den Nachbarn, den Balkon, den Geruch von
Brot und über Hanna, deren Name den Raum noch immer füllt. Was
zunächst wie ein stiller Alltag klingt, gerät unmerklich aus der
Form. Erinnerungen bleiben nah, doch die Wörter beginnen zu
rutschen, zu brechen, zu fehlen. Zwischen Zimtschnecken, Fotos und
dem Licht am Fenster entsteht ein zärtlicher, schmerzhafter Kampf
darum, das Geliebte festzuhalten, solange Sprache noch trägt. Ein
experimentelles Kurzhörspiel als intimes Kammerspiel für eine
Stimme: warm, verletzlich und von einem Klangraum getragen, der
immer leerer zu werden scheint. Nachklang lädt ein zu einer leisen
Begegnung mit Verlust, Erinnerung und dem Moment, in dem das
Sagbare an seine Grenze kommt.

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