Beschreibung

vor 2 Wochen
Ein alter Mann steht in seiner Wohnung, der Kaffee dampft, die
Zeitung raschelt, die Uhr hält den Takt eines scheinbar
gewöhnlichen Morgens. Doch ein Zettel in Georgs eigener Handschrift
öffnet einen Riss: Aus der Stille lösen sich Stimmen, kalt, wütend,
verführerisch nah – und eine von ihnen trägt den Namen, den er
nicht vergessen durfte. Was wie ein Aussetzer beginnt, wird zu
einem inneren Verhör. Schuld, Erinnerung und Selbstschutz geraten
ineinander, bis Georg nicht mehr sicher weiß, welcher Gedanke noch
ihm gehört. Zwischen der Sorge der Nachbarin, dem Echo eines
verlorenen Kindes und der Gewalt lange verschlossener Wahrheit
entsteht ein Kammerspiel über Schweigen, Verantwortung und die
Frage, ob ein Leben auf Verdrängung stehen kann. Dieses Drama
arbeitet mit einem engen Klangraum: tickende Uhren, Regen an
Fenstern, Atem, Nähe, Stimmen im Kopf. Es ist ein leises, düsteres
Hörspiel über das, was nicht verschwindet, nur weil niemand darüber
spricht – und lädt dazu ein, Georgs brüchiger Ordnung bis an ihre
Grenze zu folgen.

Weitere Episoden

Kopfhöhe
19 Minuten
vor 1 Woche
Du hörst schön
9 Minuten
vor 2 Wochen
Die Handschrift
19 Minuten
vor 2 Wochen
Frequenzwechsel
23 Minuten
vor 2 Wochen
Sand
19 Minuten
vor 2 Wochen
15
15
Close