Gegenüber

Gegenüber

vor 2 Wochen
22 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Wochen
Ein grauer Berliner Innenhof im November: leere Fenster, Tauben auf
den Simsen, eine Standuhr, die minimal zu spät geht. Helmut sitzt
im Dunkel hinter dem Vorhang, Margot stellt um vier Uhr Tee ins
Licht. Zwei Menschen sehen einander, ohne sich zu begegnen – und
gerade daraus entsteht eine Spannung, die ganz leise trägt.
Zwischen Trauer, Gewohnheit und vorsichtiger Aufmerksamkeit wächst
eine Fürsorge, die ohne Worte auskommt. Helmut hält an den Resten
eines gemeinsamen Lebens fest, Margot spielt ihr kleines
Alltagstheater für einen Zuschauer, den sie nur als Schatten kennt.
Doch Beobachten ist nicht dasselbe wie Erkennen, und gesehen zu
werden kann tröstlich sein – oder erschreckend nah. Dieses intime
Kammerspiel hört auf die kleinen Geräusche des Alleinseins:
tickende Uhren, Heizungsrohre, Porzellan, Atem an kalten Scheiben.
Eine melancholische, zärtliche Geschichte über Wahrnehmung,
Vertrauen und die Frage, wie viel Nähe möglich ist, wenn nur ein
Innenhof dazwischenliegt.

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