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Beschreibung
vor 2 Wochen
Noch vor der Dämmerung sitzt Gerold auf seiner Bank am
Kastanienweg. Über ihm flackert die Laterne, nasses Laub schabt
über den Asphalt, in den Fenstern des schlafenden Viertels gehen
erste Lichter an. Mit Thermoskanne und Notizbuch hält er fest, was
andere übersehen – und spricht dabei zu Margret, die nicht mehr
antwortet. Was als zärtliches Ritual der Erinnerung beginnt, kippt
leise in Anspannung: Beobachtung wird Verdacht, Fürsorge wird
Kontrolle, Ordnung wird Halt gegen den Verlust. Zwischen den
Spalten seines Notizbuchs zeigt sich ein Mann, der die Welt lesen
will, weil ihm ein Mensch fehlt, der sie mit ihm geteilt hat. Ein
intimes Drama über Trauer, Wahrnehmung und die schmale Grenze
zwischen Festhalten und Loslassen. In der Kälte eines frühen
Oktobermorgens entfaltet sich ein leiser Klangraum aus Wind,
Papier, Schritten und einer Stimme, die lernen muss, wieder anders
hinzusehen.
Kastanienweg. Über ihm flackert die Laterne, nasses Laub schabt
über den Asphalt, in den Fenstern des schlafenden Viertels gehen
erste Lichter an. Mit Thermoskanne und Notizbuch hält er fest, was
andere übersehen – und spricht dabei zu Margret, die nicht mehr
antwortet. Was als zärtliches Ritual der Erinnerung beginnt, kippt
leise in Anspannung: Beobachtung wird Verdacht, Fürsorge wird
Kontrolle, Ordnung wird Halt gegen den Verlust. Zwischen den
Spalten seines Notizbuchs zeigt sich ein Mann, der die Welt lesen
will, weil ihm ein Mensch fehlt, der sie mit ihm geteilt hat. Ein
intimes Drama über Trauer, Wahrnehmung und die schmale Grenze
zwischen Festhalten und Loslassen. In der Kälte eines frühen
Oktobermorgens entfaltet sich ein leiser Klangraum aus Wind,
Papier, Schritten und einer Stimme, die lernen muss, wieder anders
hinzusehen.
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