Siebenundvierzig Winter

Siebenundvierzig Winter

vor 2 Wochen
14 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Wochen
Ein Schrebergarten am Oldenburger Dobbenteich, ein Februarmorgen
aus Eis und Krähenrufen: Heinrich Möller kommt wie jeden Tag zu
seiner alten Grünkohlpflanze, die er seit siebenundvierzig Wintern
„Palme“ nennt. Zwischen gefrorener Erde, Thermoskanne und
niedersächsischem Murmeln geschieht das Unmögliche: Die Pflanze
antwortet. Was wie ein Märchen beginnt, führt in eine stille
Prüfung des Alters. Heinrich hat Namen, Stimmen und verlorene
Menschen an dieses wundersame Gewächs gebunden; nun steht er vor
der Frage, ob Erinnerung auch Liebe ist – oder manchmal ihre
schwerste Last. Der Klangraum bleibt nah am Frost, am Atem, am
Rascheln der Blätter, während eine zärtliche und unheimliche Stimme
aus der Tiefe der Zeit spricht. Dieses Kurzhörspiel erzählt vom
Bewahren und Loslassen, ohne Trost zu vereinfachen. Eine leise,
norddeutsch grundierte Geschichte über Freundschaft, Trauer und
das, was bleibt, wenn Bilder verblassen. Hören Sie hinein in einen
Wintermorgen, der für Heinrich Möller alles verändert.

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