Parzelle 27

Parzelle 27

vor 2 Wochen
12 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Wochen
Ein Schrebergarten am späten Nachmittag: rostiges Tor, Kies unter
den Schuhen, Holunder, Kirschbaum, ein Nachbar mit Kaffee auf dem
Zaun. Margret ist gekommen, um die Parzelle ihres verstorbenen
Mannes Werner aufzulösen – und findet zwischen Werkzeug, Stauden
und einem unfertigen Hochbeet Spuren eines Lebens, das sie anders
kannte, als es hier weiterklang. Im Gespräch mit Horst, dem
Nachbarn aus Parzelle 28, öffnet sich langsam ein Raum aus
Erinnerung, Kränkung und Zärtlichkeit. Was zuhause Schweigen war,
erscheint im Garten als unbeholfene Fürsorge: gebaut, gepflanzt,
verschoben, nie ausgesprochen. Margret muss aushalten, dass Liebe
manchmal vorhanden ist und trotzdem nicht erreicht. Ein leises
Drama über Trauer, verpasste Worte und die Dinge, die Menschen
hinterlassen, ohne sie erklären zu können. Der Klangraum aus Wind,
Holz, Erde und Vogelstimmen trägt diese Begegnung behutsam – eine
Einladung, genau hinzuhören, wo das Ungesagte noch nachwirkt.

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