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Beschreibung
vor 18 Stunden
Deutschland hat ein Stromproblem. Immer mehr Energie wird aus Wind
und Sonne erzeugt, doch das System dahinter gerät unter Druck:
Netze sind überlastet, Strom wird zu falschen Zeiten produziert
oder verbraucht, und die Kosten für den Ausbau landen am Ende bei
den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Was müsste passieren, damit
die Energiewende tatsächlich günstig wird für alle? Darüber
diskutieren wir in der neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem
ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Die
Hosts Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann gehen gemeinsam mit
ZEIT-Redakteur Marc Widmann der Frage nach, warum Deutschlands
Stromsystem als chaotisch gilt. Weshalb digitale Stromzähler
plötzlich zum politischen Streitthema werden. Und warum viele
Experten glauben, dass nicht ein mangelndes Angebot an Strom das
Problem ist, sondern das System dahinter. Zu Gast ist Philipp
Schröder, Gründer und CEO des Energieanbieters 1komma5°. Der
42-Jährige ist einer der lautstärksten Befürworter eines
digitalisierten Energiesystems. Schröder rechnet mit der deutschen
Strompolitik ab – ungewöhnlich scharf für einen deutschen Manager.
Die heutigen Verteilnetze nennt er ein „130 Jahre altes
teilstaatliches Oligopol“, bei dem die Kosten am Ende bei allen
Stromkunden landeten. Sein Vorwurf: Deutschland halte an einem
ineffizienten System fest, obwohl die technischen Lösungen längst
existierten. Und er wird noch grundsätzlicher: „Der echte
Strompreis liegt bei sieben Cent“, sagt Schröder. Teuer werde Strom
erst durch Abgaben, Umlagen und Netzentgelte. Seine zentrale These:
Die Energiewende könnte viel günstiger sein, wenn Deutschland
Verbrauch und Erzeugung besser synchronisieren würde – etwa durch
intelligente Stromzähler, die Smart Meter. Dass Deutschland beim
Ausbau so weit hinterherhinkt, sei »teuer und dumm«. Andere Länder
hätten ihre Stromnetze längst digitalisiert, während hierzulande
noch immer »jemand einmal im Jahr den Zähler abliest«. Nur wenn
Stromverbrauch und Stromerzeugung endlich intelligent miteinander
verbunden würden, könnten die Kosten sinken. Warum aber ist
Schröder dafür, die Einspeisevergütung abzuschaffen, obwohl seine
Kunden davon profitieren, wenn sie bei ihm neue Solaranlagen
kaufen? Hat er vielleicht einen Hintergedanken, wenn er die
digitale Plattform seines Unternehmens anderen Versorgern kostenlos
und lizenzfrei zur Verfügung stellt? Und warum engagiert er sich
nicht selbst in Politik, wenn er so viel an ihr auszusetzen hat?
Auch darum geht es in der neuen Folge. Ist das eine Blase?
ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags
diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias
Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld,
Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer
Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr
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und Sonne erzeugt, doch das System dahinter gerät unter Druck:
Netze sind überlastet, Strom wird zu falschen Zeiten produziert
oder verbraucht, und die Kosten für den Ausbau landen am Ende bei
den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Was müsste passieren, damit
die Energiewende tatsächlich günstig wird für alle? Darüber
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Schröder, Gründer und CEO des Energieanbieters 1komma5°. Der
42-Jährige ist einer der lautstärksten Befürworter eines
digitalisierten Energiesystems. Schröder rechnet mit der deutschen
Strompolitik ab – ungewöhnlich scharf für einen deutschen Manager.
Die heutigen Verteilnetze nennt er ein „130 Jahre altes
teilstaatliches Oligopol“, bei dem die Kosten am Ende bei allen
Stromkunden landeten. Sein Vorwurf: Deutschland halte an einem
ineffizienten System fest, obwohl die technischen Lösungen längst
existierten. Und er wird noch grundsätzlicher: „Der echte
Strompreis liegt bei sieben Cent“, sagt Schröder. Teuer werde Strom
erst durch Abgaben, Umlagen und Netzentgelte. Seine zentrale These:
Die Energiewende könnte viel günstiger sein, wenn Deutschland
Verbrauch und Erzeugung besser synchronisieren würde – etwa durch
intelligente Stromzähler, die Smart Meter. Dass Deutschland beim
Ausbau so weit hinterherhinkt, sei »teuer und dumm«. Andere Länder
hätten ihre Stromnetze längst digitalisiert, während hierzulande
noch immer »jemand einmal im Jahr den Zähler abliest«. Nur wenn
Stromverbrauch und Stromerzeugung endlich intelligent miteinander
verbunden würden, könnten die Kosten sinken. Warum aber ist
Schröder dafür, die Einspeisevergütung abzuschaffen, obwohl seine
Kunden davon profitieren, wenn sie bei ihm neue Solaranlagen
kaufen? Hat er vielleicht einen Hintergedanken, wenn er die
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und lizenzfrei zur Verfügung stellt? Und warum engagiert er sich
nicht selbst in Politik, wenn er so viel an ihr auszusetzen hat?
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