Wird die SPD jetzt wirtschaftsfreundlich?

Wird die SPD jetzt wirtschaftsfreundlich?

vor 2 Tagen
Nach viel Kritik lässt sich die Partei auf Reformen ein, die manche ihr nicht zugetraut hätten. Eine Unternehmerin will ihr dabei helfen.
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Beschreibung

vor 2 Tagen
»Deutschland ist ein starkes Land«, das betonte
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) nach dem
Koalitionsausschuss vergangene Woche. Bei dem Treffen hatten sich
die Regierungsparteien auf umfangreiche Reformen geeinigt – zu
Steuern, Arbeit und Gesundheit. Damit Deutschland so stark bleibe,
meinte Bas, müssten sich jetzt »eben auch alle
bewegen«. Allerdings gilt das besonders für die
Mitglieder ihrer Partei, die von vielen Unternehmerinnen und
Unternehmern zuletzt oft scharf kritisiert wurde. Bewegen musste
sich die SPD zum Beispiel bei den Regelungen zur Krankschreibung.
Wer krank ist, soll künftig schon ab dem ersten Tag ein Attest vom
Arzt brauchen. Das akzeptierte die SPD auf Druck der Union. Es gilt
ebenso für die Lockerung beim Kündigungsschutz für Hochverdiener
sowie für die Ausweitung der Möglichkeit, Arbeitsverhältnisse zu
befristen. Ein Ende der Minijobs, wie es sich die SPD gewünscht
hatte, verhinderte wiederum die CSU. Sie wollte damit Unternehmen
in Schutz nehmen, die auf diese Weise günstig und flexibel Kräfte
einstellen können. All das legt die Frage nahe: Wird die SPD jetzt
wirtschaftsfreundlich?  Darüber sprechen wir in dieser neuen
Folge von »Ist das eine Blase?«, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über
Geld, Macht, Gerechtigkeit. Die beiden Hosts Carla Neuhaus und Jens
Tönnesmann sprechen darin mit Roman Pletter, dem Leiter des
Wirtschaftsressorts der ZEIT. Er sagt, es sei schon ein Wert an
sich, dass sich die Regierung überhaupt auf etwas geeinigt habe.
Gelungen sei das eben auch, weil die SPD über ihren Schatten
gesprungen sei. Außerdem ordnet er ein, was die Einigung der
Koalition für die Wirtschaft bedeutet und wie sehr die Maßnahmen zu
einem Wirtschaftsaufschwung beitragen könnten. Zu Gast ist außerdem
die Unternehmerin und KI-Expertin Nora Heer, die Vizepräsidentin
des Wirtschaftsforums der SPD ist, eines von der Partei
unabhängigen, aber ihr nahestehenden unternehmerischen
Berufsverbands. Heer sagt, sie habe sich bewusst in der Partei
engagieren wollen, weil das Land in einer Polykrise stecke und sie
nicht mehr nur am Rand stehen und meckern wolle. Sie sagt, man habe
in der Partei verstanden, wie groß der Handlungsdruck sei, und
sieht in der SPD den Willen zur stärkeren Kooperation mit der
Wirtschaft. Wie groß aber sind die Widerstände? Welche Kompromisse
sind nötig? Und was müsste passieren, damit die SPD etwa bei
Start-up-Gründern wieder punkten kann? Auch um diese Fragen geht es
in der neuen Folge. »Ist das eine Blase?« ist der
Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren
die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis
über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und
Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer
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