SpaceX geht an die Börse – was steckt alles in dem Unternehmen?

SpaceX geht an die Börse – was steckt alles in dem Unternehmen?

vor 3 Tagen
Ein Gespräch über Starlink, das Starship und die Chancen und Risiken durch Elon Musk.
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Beschreibung

vor 3 Tagen
Das amerikanische Raumfahrtunternehmen SpaceX hat seinen mit
Spannung erwarteten Börsenprospekt vorgelegt. Damit hat es erstmals
ausführliche Finanzdaten und Informationen über seine
Eigentümerstruktur veröffentlicht. SpaceX präsentiert sich in dem
Dokument als wachstumsstarkes Unternehmen, was insbesondere seiner
Satellitensparte Starlink zu verdanken ist. Allerdings weist SpaceX
im Moment auch hohe Verluste aus. Eine besonders bemerkenswerte
Erkenntnis aus dem Börsenprospekt ist, mit welcher Machtfülle
SpaceX den Unternehmenschef Elon Musk ausgestattet hat. Das
Unternehmen hat zwei Klassen von Aktien mit unterschiedlichen
Stimmrechten. Musk hält eine überwältigende Mehrheit der
privilegierten B-Aktien, die jeweils zehn Stimmrechte haben. Die
gewöhnlichen Aktionäre werden A-Aktien mit jeweils einem Stimmrecht
bekommen. Insgesamt hält Musk 85 Prozent der Stimmrechte an SpaceX.
Musk hat außerdem dafür gesorgt, dass er praktisch unkündbar ist.
Im Börsenprospekt heißt es, er könne nur von den Inhabern der
B-Aktien von seinen Positionen als Vorstandschef und Vorsitzender
des Verwaltungsrats entfernt werden. Da er selbst die Mehrheit an
diesen Aktien hält, führt also kein Weg an ihm vorbei. SpaceX
strebt angeblich eine Marktkapitalisierung von 1,75 Billionen
Dollar an und würde damit aus dem Stand zu den zehn wertvollsten
börsennotierten Unternehmen der Welt gehören. Für einen
Börsendebütanten ist SpaceX schon vergleichsweise alt. Das
Unternehmen wurde im Jahr 2002 gegründet. Es bewegt sich freilich
in einer schwierigen Branche, die keine schnellen Durchbrüche
verheißt. In seinen frühen Jahren hat es kaum Umsätze erzielt und
musste viele Rückschläge hinnehmen, eine Reihe von Raketenstarts
scheiterten. Nach und nach wurde Space X aber zum
Vorzeigeunternehmen der amerikanischen Raumfahrtindustrie und
etablierte sich als zentraler Partner der US-Raumfahrtbehörde NASA.
Das Unternehmen hat Meilensteine für die ganze Branche erreicht und
es zum Beispiel zur Routine gemacht, Trägerraketen nach
absolvierten Missionen heil zur Erde zurückzubringen und
wiederzuverwerten, was erhebliche Kostenersparnisse bringt. Wir
diskutieren in dieser Folge all das – und auch, wieso im
Börsenprospekt von einer Siedlung auf dem Mars die Rede ist, und
warum Elon Musk mehr Geld bekommt, wenn sie errichtet ist.
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