Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 2 Tagen
Die Europäische Union wird soziale Medien strenger regulieren für
Kinder und Jugendliche. Verbote für bestimmte Altersgruppen und
eingeschränkter Zugang für andere stehen auf der Tagesordnung.
"Soziale Medien sind kein Spielzeug", sagte
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, als sie zu
Wochenbeginn die Empfehlungen von Fachleuten vorstellte. Und die EU
steht nicht alleine. Australien hat im vergangenen Jahr soziale
Medien für Jugendliche untersagt, die jünger als 16 Jahre alt sind,
China schränkt den Zugang schon länger ein, Großbritannien befasst
sich damit. Doch warum befasst sich die Politik damit? Wieso sind
gerade Kinder und Jugendliche besonders gefährdet? Martin Korte
kennt Antworten. Er ist Neurobiologe an der Universität
Braunschweig, hat populäre Bücher und Artikel auch in der F.A.Z. zu
dieser Frage verfasst. Und er stellt im Podcast klar: Es gibt
natürlich einen Unterschied zwischen den Gehirnen von Kindern und
Jugendlichen einerseits und Erwachsenen andererseits. Zwischen
Kindern, die sich entwickeln, deren Gehirne wachsen oder sich mit
Beginn der Pubertät noch einmal umprogrammieren – und
ausgewachsenen Denkorgangen. Das bedeutet nicht, dass der (zu) hohe
Konsum sozialer Medien für Erwachsene unproblematisch ist. Kinder
sind aber stärker betroffen, darauf deutet sehr viel
wissenschaftliche Evidenz hin. Korte rät zu nahezu überhaupt keiner
Bildschirmzeit für kleine Kinder und zu sehr eingeschränktem Zugang
für etwas ältere. Er gibt aber auch anderen Rat. Wer sich
schwertut, könne beispielsweise familieneigene Regeln beschließen
wie etwa diese: Kein Smartphone vor und während des gemeinsamen
Frühstücks, Mittagessens und Abendessens; alleine das helfe schon
viel. Er lobt, dass die EU einen differenzierten Ansatz verfolgen
möchte mit abgestuftem Zugang nach verschiedenen Altersklassen.
Aber er ist auch skeptisch, ob das nicht zu lange dauert, bis es in
Kraft ist – und nicht zielführender gewesen wäre, wenn erstmal
einzelne Länder oder Bundesländer voranschreiten und testen, was
nützlich und praktisch möglich ist. Über all das und mehr sprechen
wir in dieser Episode. Und nicht zuletzt auch darüber, wie wichtig
ist, dass Eltern ein Vorbild sind und ihren Kindern nicht permanent
vorführen, was nicht gut ist.
Kinder und Jugendliche. Verbote für bestimmte Altersgruppen und
eingeschränkter Zugang für andere stehen auf der Tagesordnung.
"Soziale Medien sind kein Spielzeug", sagte
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, als sie zu
Wochenbeginn die Empfehlungen von Fachleuten vorstellte. Und die EU
steht nicht alleine. Australien hat im vergangenen Jahr soziale
Medien für Jugendliche untersagt, die jünger als 16 Jahre alt sind,
China schränkt den Zugang schon länger ein, Großbritannien befasst
sich damit. Doch warum befasst sich die Politik damit? Wieso sind
gerade Kinder und Jugendliche besonders gefährdet? Martin Korte
kennt Antworten. Er ist Neurobiologe an der Universität
Braunschweig, hat populäre Bücher und Artikel auch in der F.A.Z. zu
dieser Frage verfasst. Und er stellt im Podcast klar: Es gibt
natürlich einen Unterschied zwischen den Gehirnen von Kindern und
Jugendlichen einerseits und Erwachsenen andererseits. Zwischen
Kindern, die sich entwickeln, deren Gehirne wachsen oder sich mit
Beginn der Pubertät noch einmal umprogrammieren – und
ausgewachsenen Denkorgangen. Das bedeutet nicht, dass der (zu) hohe
Konsum sozialer Medien für Erwachsene unproblematisch ist. Kinder
sind aber stärker betroffen, darauf deutet sehr viel
wissenschaftliche Evidenz hin. Korte rät zu nahezu überhaupt keiner
Bildschirmzeit für kleine Kinder und zu sehr eingeschränktem Zugang
für etwas ältere. Er gibt aber auch anderen Rat. Wer sich
schwertut, könne beispielsweise familieneigene Regeln beschließen
wie etwa diese: Kein Smartphone vor und während des gemeinsamen
Frühstücks, Mittagessens und Abendessens; alleine das helfe schon
viel. Er lobt, dass die EU einen differenzierten Ansatz verfolgen
möchte mit abgestuftem Zugang nach verschiedenen Altersklassen.
Aber er ist auch skeptisch, ob das nicht zu lange dauert, bis es in
Kraft ist – und nicht zielführender gewesen wäre, wenn erstmal
einzelne Länder oder Bundesländer voranschreiten und testen, was
nützlich und praktisch möglich ist. Über all das und mehr sprechen
wir in dieser Episode. Und nicht zuletzt auch darüber, wie wichtig
ist, dass Eltern ein Vorbild sind und ihren Kindern nicht permanent
vorführen, was nicht gut ist.
Weitere Episoden
43 Minuten
vor 1 Woche
31 Minuten
vor 2 Wochen
40 Minuten
vor 3 Wochen
39 Minuten
vor 1 Monat
54 Minuten
vor 1 Monat
Abonnenten
Essen
Gammertingen
Karlsruhe
Düsseldorf
Düsseldorf
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.