Podcaster
Episoden
06.03.2026
37 Minuten
Der Smartphone-Markt stockt, gleichzeitig wartet die Branche auf
die nächste Generation an Mobilfunknetzen. Der harter Wettbewerb
führt zu neuen Ideen, die auf dem Mobile World Congress diskutiert
wurden. Eine Nachlese.
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27.02.2026
1 Stunde 12 Minuten
Kurz vor der feierlichen Eröffnung im April 2026, während der
Probebetrieb mit Tausenden Testpassagieren auf Hochtouren läuft,
blickt diese Spezial-Folge des Digitalwirtschaft-Podcasts das rund
4 Milliarden Euro teure Terminal 3 des Frankfurter Flughafens.
Dabei wurde deutlich, dass der für bis zu 25 Millionen Passagiere
ausgelegte Neubau weit mehr ist als eine bloße
Kapazitätserweiterung; er ist ein Raum, in dem Infrastruktur,
Gestaltung und gesellschaftliche Erwartungen zu einer neuen
Qualität des öffentlichen Lebens verschmelzen. Die Diskussion war
Bestandteil von „Moving Business By Design“, einem neuen neues
Diskursformat im Rahmen der Rolle, die Frankfurt in diesem Jahr als
„World Design Capital“ innehat. Den architektonischen Grundgedanken
des neuen Terminals skizzierte Christoph Mäckler, der Architekt.
Anstelle steriler, rein funktionaler Abfertigungshallen entwarf er
ein Gebäude, das massiv auf natürliches Tageslicht setzt und
künstliche Lichtquellen auf ein Minimum reduziert. Prägend für
Mäcklers Ansatz ist die sichtbare Funktionalität, die sich etwa in
den offen liegenden Konstruktionsrohren der Decken widerspiegelt.
Er beschrieb das Terminal zudem als einen „wachsenden Käfer“,
dessen vertikale Erschließung so konzipiert ist, dass das Gebäude
in Zukunft nach außen wachsen kann, ohne die komplexen inneren
Abläufe zu stören. Doch wie navigiert man Millionen internationale
Gäste intuitiv und stressfrei durch ein Gebäude dieser Dimension?
Diese Frage beantwortete Sibylle Schlaich, Managing Partner bei
Moniteurs und Expertin für komplexe Orientierungssysteme. Sie
verdeutlichte, dass moderne Orientierungssysteme sprachliche und
kulturelle Barrieren mühelos überwinden müssen, ohne den Raum
visuell zu überfrachten. Ein erfolgreiches Orientierungssystem, so
Schlaich, verzahnt analoge Leitführung und digitale
Informationswelten nahtlos miteinander. Nur so kann den Reisenden
ein Gefühl von Sicherheit vermittelt und die oft stressige
Reiseerfahrung beruhigt werden. Dass diese Aufenthaltsqualität auch
eine harte ökonomische Währung ist, betonte Stephanie Pudwitz, die
kaufmännische Geschäftsführerin der Fraport AG. Das Terminal 3
fungiert als eigenständige Erlebniswelt und internationaler
Premiumstandort für Marken. Durch die Integration eines zentralen
Marktplatzes, innovativer Gastronomiekonzepte und großflächiger
digitaler Touchpoints – wie etwa 120 Quadratmeter großer
LED-Flächen in der Check-in-Halle – wird die Wartezeit zum Erlebnis
gemacht. Diese gezielte Steigerung der „User Experience“ ist für
Fraport essenziell, um im harten internationalen Wettbewerb der
Luftfahrtkreuze die entscheidenden Einnahmen jenseits des reinen
Flugbetriebs (Non-Aviation-Erlöse) zu sichern. Aus
landespolitischer Sicht ordnete Kaweh Mansoori, Hessischer Minister
für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, das
Projekt in das große Ganze ein. Er bezeichnete den Flughafen als
den Herzschlag der hessischen Wirtschaft. Das neue Terminal sei
nicht nur ein klares Bekenntnis zur internationalen
Wettbewerbsfähigkeit des Standorts, sondern sichere als Jobmotor
direkt und indirekt Tausende Arbeitsplätze in der Region. Zudem
stärke die Infrastruktur den boomenden Tourismus im Bundesland.
Besonders hob Mansoori hervor, dass die termingerechte
Fertigstellung dieses gigantischen Baus ein starkes Signal über die
Landesgrenzen hinaus sende: Hessen ist in der Lage, Großprojekte
pragmatisch und erfolgreich umzusetzen. Am 22. April findet die
offizielle Eröffnung statt, vom 23. April an ist das Terminal für
jedermann zugänglich.
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20.02.2026
28 Minuten
Künstliche Intelligenz ist zunehmend eine Kernkompetenz. Sie ist
oder wird Teil in immer mehr Berufen, oft in immer größerem Umfang.
Doch viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kennen sich nach wie
vor nicht gut (genug) damit aus. Und wollen dies ändern. Was ist
dafür der beste Weg? An Weiterbildungsangeboten mangelt es nicht,
auch nicht an solchen, die am Ende ein Zertifikat oder einen
formalen Qualifizierungsnachweis versprechen. Doch gerade auf dem
Markt der öffentlich geförderten KI-Weiterbildungen gibt es
inzwischen offenbar Schwindeleien bis hin zum Betrug, wie eine
Recherche der F.A.Z. gerade offenlegte. Also ist eine gesunde
Vorsicht durchaus angebracht. Was tun? Erstens den Anbieter genau
ansehen. Hat der Dozent oder die Dozentin einen Lebenslauf
veröffentlicht, aus dem nachweisbar hervorgeht, über welche
Erfahrungen sie oder er im KI-Bereich verfügen? Ist der Anbieter
vielleicht sogar offiziell geprüft? Oder ganz einfach: Wie bewerten
ihn andere Kunden im Internet? Zugleich loht es gerade für
mittelgroße und große Unternehmen, die über entsprechende
Ressourcen verfügen, selbst KI-Profis einzustellen, die sich darum
kümmern. Die intern vermitteln können, wie weit die KI ist, Kurse
selbst anbieten oder externe Weiterbildungs-Angebote prüfen. Und
wie viel muss ich eigentlich über KI wissen? Auch das hängt
natürlich vom jeweiligen Beruf ab. Ein Schreiner gegenwärtig
vermutlich weniger als ein Angestellter im Rechnungswesen. Auch
darüber sprechen wir in dieser Episode.
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12.02.2026
32 Minuten
Der Blick auf die Drohnenwirtschaft war lange Zeit ein Blick auf
Fluggeräte: Quadrocopter, Tragflächen, Rotoren. Doch in der Robotik
vollzieht sich derzeit eine Verschiebung der Wertschöpfung, wie man
sie zuvor bei Computern und Smartphones beobachtet hat. Die
Hardware wird zunehmend zur austauschbaren Hülle, zur „Commodity“.
Die Intelligenz und die strategische Kontrolle wandern in den Code.
Lorenz Meier, Co-Gründer und CEO des deutsch-amerikanischen
Softwareunternehmens Auterion, treibt diesen Wandel maßgeblich
voran. Im Podcast erläutert Meier, warum der Westen einen
gemeinsamen Software-Standard benötigt. Meier, der seine
technologischen Wurzeln an der ETH Zürich hat, gilt als Architekt
der modernen Drohnensteuerung. Mit „PX4“ entwickelte er den heute
führenden Open-Source-Standard für Autopiloten. Darauf aufbauend
bietet sein Unternehmen Auterion heute ein Betriebssystem –
„Auterion OS“ – an, das als Bindeglied zwischen verschiedenen
Hardware-Plattformen und den Anwendungen der Nutzer fungiert.
Auterion positioniert sich als das „Android“ für die Robotik. Das
Ziel ist Interoperabilität. Bislang kochte in der westlichen Welt
fast jeder Drohnenhersteller sein eigenes Süppchen mit proprietärer
Steuerungssoftware. Das Ergebnis war eine Fragmentierung, die es
unmöglich machte, Skaleneffekte zu nutzen oder Geräte verschiedener
Hersteller in einem einheitlichen Verbund zu steuern. Auterion
durchbricht diese Logik. Durch das Betriebssystem können Drohnen
unterschiedlicher Bauart und von verschiedenen Herstellern mit
derselben Benutzeroberfläche gesteuert und vernetzt werden. Für den
Nutzer bedeutet das eine massive Vereinfachung: Die Schulung auf
diverse Systeme entfällt, und Daten können nahtlos zwischen den
Geräten ausgetauscht werden. Die Bedeutung dieses Ansatzes geht
jedoch weit über technische Effizienz hinaus; sie ist
hochpolitisch. Der globale Drohnenmarkt wird von chinesischen
Anbietern dominiert. Angesichts wachsender geopolitischer
Spannungen suchen westliche Regierungen, Sicherheitsbehörden und
das Verteidigungsbündnis NATO nach vertrauenswürdigen Alternativen,
die keine sensiblen Daten nach Asien übermitteln. Meier
argumentiert, dass der Westen diesen Rückstand nicht aufholen kann,
indem jedes Unternehmen isoliert versucht, eine bessere Drohne als
DJI zu bauen. Stattdessen liefert Auterion die gemeinsame digitale
Infrastruktur, auf der Hardware-Hersteller aufsetzen können. Dies
ermöglicht eine Art „Software-Defined Warfare“: Die physische
Drohne kann im Einsatz verloren gehen oder ausgetauscht werden,
entscheidend bleiben die KI-gestützte Aufklärung, die Vernetzung im
Schwarm und die Fähigkeit, neue Applikationen – ähnlich wie Apps
auf einem Smartphone – kurzfristig aufzuspielen. Mit diesem Ansatz
hat sich Auterion inzwischen als Systemlieferant für Regierungen
und Verteidigungskräfte etabliert.
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06.02.2026
32 Minuten
Künstliche Intelligenz verändert den Journalismus fundamental –
doch wie nimmt man eine ganze Redaktion und die kaufmännischen
Abteilungen auf diese Reise mit? In der aktuellen Folge des FAZ
Digitalwirtschaft Podcasts blicken wir hinter die Kulissen der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung und sprechen über ein zentrales
Element der digitalen Transformation: den internen KI-Tag. Zu Gast
ist Sina Solveig Söhren, Deputy Head Team AI bei der FAZ, die
diesen Tag maßgeblich mitgestaltet hat. Im Gespräch erläutert
Söhren, warum es für ein modernes Medienhaus nicht ausreicht,
Lizenzen für Software zu verteilen, sondern warum es Formate
braucht, die Begegnung und Ausprobieren ermöglichen. Sie beschreibt
die Strategie hinter dem Event, das gezielt unterschiedliche
Wissensstände adressiert: Von Praxis-Werkstätten für Einsteiger,
die ihre ersten Berührunsgpunkte mit KI haben, bis hin zu Deep
Dives für Fortgeschrittene, die bereits komplexe Workflows
automatisieren wollen. Neben der reinen Anwendungskompetenz spielen
dabei auch Diskussionsformate eine wesentliche Rolle, um ethische
Fragen und die kulturellen Auswirkungen des Technologiewandels
offen im Haus zu debattieren. Ein inhaltliches Highlight des Tages
war der Impuls von Nikita Roy. Die kanadische Medieninnovatorin und
Datenwissenschaftlerin gilt als eine der führenden Stimmen an der
Schnittstelle von Journalismus und künstlicher Intelligenz. Bekannt
wurde sie unter anderem als Host des Podcasts „Newsroom Robots“ und
durch ihre Arbeit am „International Center for Journalists“ (ICFJ),
wo sie Newsrooms in Fragen der KI-Integration berät. In ihrem
Vortrag differenzierte sie scharf zwischen „AI in Media“ – also der
Nutzung von Tools zur Effizienzsteigerung – und „Media in AI“,
womit sie die essenzielle Rolle von Qualitätsjournalismus als
Vertrauensanker und Datenbasis im neuen KI-Ökosystem beschreibt.
Diese Episode bietet spannende Einblicke, wie Tradition und
technologische Avantgarde in der Praxis zusammenfinden.
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Über diesen Podcast
Im Podcast "F.A.Z. Digitalwirtschaft" (früher FAZ D:ECONOMY)
sprechen die Redakteure der FAZ über neue Entwicklungen in der
digitalen Wirtschaft, in der Industrie 4.0 - und in der Technik.
Wir diskutieren miteinander und auch mit Gästen – dabei ordnen wir
die aktuellen Themen rund um Digitalisierung und Technologie ein.
Dabei geht es nicht nur um Bits und Bytes, sondern auch um einen
größeren gesellschaftlichen Kontext. Zur App für iOS und Android:
https://app.adjust.com/8sasetq_gxy4985 Mehr erfahren:
https://fazdigitec.de
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