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Beschreibung
vor 2 Monaten
Das am meisten unterschätzte Risiko und
Missverständniss in der
Breathwork-Szene:
Das invasive Verhalten von Coaches bei hochintensiven
Atemsessions.
Viele Coaches glauben, sie müssten den Prozess der Teilnehmenden
aktiv formen, lenken oder gar deren emotionale Traumata im
Alleingang „lösen“.
Timo erklärt aus jahrelanger Praxis, warum das oft ein
reines Ego-Thema des Trainers ist und warum das
mächtigste Werkzeug eines guten Coaches das „aktive
Nichtstun“ – das reine Halten des sicheren Raums – ist.
Erfahre, wie du die Selbstwirksamkeit deiner Klienten stärkst und
warum jede ungefragte körperliche Intervention den wertvollen,
körpereigenen Heilungsprozess massiv stören kann.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Folge:
️ Die Illusion der Coach-Kontrolle: Die Lösung
für jeden emotionalen oder psychophysiologischen Prozess steckt
bereits in der atmenden Person selbst. Externe Eingriffe sind in
hochaktivierenden Phasen meist eine Störung.
️ Aktives Nichtstun: Raumhalten bedeutet
physische und mentale Präsenz, ohne das Bedürfnis zu haben, sich
durch Manipulation oder Druck ununterbrochen einzumischen.
️ Das Risiko von Projektionen: Warum Coaches oft
von sich selbst ausgehen und einen Prozess von außen bewerten,
den sie gar nicht nachempfinden können (z. B. das Erleben von
transpersonalen Erfahrungen).
️ Der schrittweise Aufbau von Körperarbeit:
Berührung darf niemals der erste Schritt sein. Sie erfordert
klare Absprachen im Vorfeld, eine langsame nonverbale Annäherung,
verbale Angebote und die Zügel komplett in den Händen des
Teilnehmenden.
️ Selbstwirksamkeit statt Dauerrausch: Warum
Breathwork nicht als Ersatz-Betäubung (wie Kaffee oder Drogen)
zum reinen „Wegbeamen“ genutzt werden sollte, sondern um gelöste
Themen nachhaltig in den Alltag zu integrieren.
Zitate der Folge:
„Hör auf in Atem-Sessions als Coach, deine Teilnehmenden zu
berühren. Jede Person hat ihren eigenen Prozess und findet die
Lösung auf körperlicher Ebene selbst.“ – Timo
Niessner
„Das aktive Tun von uns Coaches ist in diesem Kontext das aktive
Nichtstun. Und dieses aktive Nichtstun bedeutet ein aktives
Halten des Raums.“ – Timo Niessner
„In der Verletzlichkeit, in der diese Person gerade steckt,
steckt so unfassbar viel Kraft und Potenzial – nimm ihr durch
dein Eingreifen nicht ihre Selbstwirksamkeit.“ – Timo
Niessner
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