Was Matthias Brandt heute von seinen Eltern lernt

Was Matthias Brandt heute von seinen Eltern lernt

vor 2 Tagen
Alle reden von Narzissmus, aber was ist das eigentlich? Und Matthias Brandt erklärt uns, weshalb Rut und Willy Brandt heute wieder so aktuell sind.
52 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Tagen
Es ist ein Ereignis: Der Schauspieler Matthias Brandt setzt sich in
seinem Bestseller erstmals intensiv und öffentlich mit seinen
berühmten Eltern Rut und Willy Brandt auseinander. Was hat ihr
widerständiges Leben uns gerade heute wieder zu sagen? Darüber
diskutieren Maja Beckers und Alexander Cammann in der aktuellen
Sachbuchfolge von »Was liest Du gerade?«. Die Brandts kämpften als
Antifaschisten gegen den Nationalsozialismus – und wurden später
von den Deutschen geliebt, verehrt und gehasst. Lange wollte ihr
prominentes Kind aber seinen eigenen Weg gehen, nicht als ewiger
Sohn des Kanzlers. Angesichts der Bedrohung für unsere Demokratie
durch die AfD entdeckt Matthias Brandt in diesem schmalen Band
jedoch die Aktualität seiner Eltern, die unter Lebensgefahr im Exil
Mut bewiesen. Narzisstisch sind meistens ja immer nur die anderen.
Seit ein paar Jahren ist die Diagnose populär, oft soll sie auch
die Krise unserer Gesellschaft erklären – und vor
Narzissmus-Warnungen kann man sich kaum retten. Aber Thomas Arnold
und Thomas Fuchs sortieren jetzt in ihrem Buch »Das unersättliche
Selbst« die verschiedenen Phänomene, analysieren Selfie-Kult und
Social-Media-Sucht und zeigen, was Narzissmus mit mangelndem
Selbstwertgefühl und Fluchtimpulsen zu tun hat. Entgeht man so
dieser speziellen Ego-Falle? Viel zu wenig bekannt ist die 2003
verstorbene französische Autorin Monique Wittig, eine feministische
Klassikerin, die seit 1976 in den USA lebte. Warum sie heute wieder
lesenswert ist, erkennt man an ihrem originellen Essayband »Das
straighte Denken«, der ihre wichtigsten Texte vorstellt: Sie will
die Geschlechterkategorien Frau und Mann gleich ganz abschaffen und
plädiert für ein lesbisches Leben, weil schon in der
Heterosexualität die Unterdrückung lauert. Am Schluss wie immer die
Geheimtipps unserer Hosts: Kia Vahlands Buch »Tizian und Venedig«,
ein schönes Porträt des berühmten Renaissancemalers in seiner
Lagunenstadt, und den von Julien Gupta herausgegebenen Band »Was
wir meinen, wenn wir Hoffnung sagen« mit klugen Essays prominenter
Autoren zu einem Gefühl, das wir heute dringend brauchen. Das Team
von Was liest Du gerade erreichen Sie unter buecher@zeit.de
Literaturhinweise: - Thomas Arnold/Thomas Fuchs: Das unersättliche
Selbst. Phänomenologie des Narzissmus, Suhrkamp, 200 Seiten, 28
Euro - Matthias Brandt: Nein sagen. Über den 20. Juli 1944, meine
Eltern und persönliche Verantwortung heute, Kiepenheuer &
Witsch, 16 Euro, 128 Seiten - Monique Wittig: Das straighte Denken,
Merve, 144 Seiten, 15 Euro - Kia Vahland: Tizian und Venedig,
Insel, 117 Seiten, 16 Euro - Julien Gupta (Hrsg.): Was wir meinen,
wenn wir Hoffnung sagen, Oekom, 208 Seiten, 19 Euro [ANZEIGE] Mehr
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