Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 1 Woche
In dieser Folge vom Wolfspodcast trifft Sabine auf Prof. Dr. Rudolf
Winkelmayer – Tierarzt, Tierethiker und eine der prägenden Stimmen
im deutschsprachigen Diskurs über Jagd, Ethik und Wissenschaft.
Ausgangspunkt des Gesprächs ist eine grundlegende Verschiebung: Mit
der Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz steht ein weiterhin
streng geschütztes Tier plötzlich im Kontext jagdrechtlicher
Zuständigkeiten. Begriffe wie „Bestandsmanagement“ oder „Hobbyjagd“
prägen seither verstärkt die politische und gesellschaftliche
Debatte. Rudolf Winkelmayer stellt die Hobbyjagd als solche
grundsätzlich infrage: Angesichts gesellschaftlicher Veränderungen
und eines wachsenden Stellenwerts des Tierschutzes hält er es für
durchaus möglich, dass die Hobbyjagd in den kommenden 10 bis 20
Jahren – ähnlich wie im Kanton Genf – weitgehend abgeschafft wird.
Zugleich ordnet er die häufig behauptete Rolle der Jagd kritisch
ein: Die Jagd reguliert Wildbestände nicht im ökologischen Sinne,
und für viele Arten besteht aus wissenschaftlicher Sicht keine
Notwendigkeit jagdlicher Regulierung. Stattdessen plädiert der
ehemalige Jäger für eine, wie er sie nennt, „Ultima-Ratio-Jagd“
sowie für ein umfassendes Biodiversitätsmanagement. Im Zentrum
steht dabei immer wieder der Wolf als hochsozialer Beutegreifer.
Welche Folgen hat seine Bejagung für Rudelstrukturen, Ökosysteme
und Konfliktdynamiken? Und was lässt sich wissenschaftlich
belastbar sagen – jenseits von Annahmen, Narrativen und Mythen? Die
Folge beleuchtet diese Fragen faktenbasiert und vielschichtig. Sie
verbindet ökologische Erkenntnisse und ethische Überlegungen – und
öffnet den Raum für eine grundlegende gesellschaftliche
Perspektive: Die Natur und die in ihr lebenden Tiere gehören uns
allen. Daraus ergibt sich ein legitimes Mitspracherecht der
Gesellschaft im Umgang mit Wildtieren – gerade bei so kontroversen
Themen wie der Jagd.
Winkelmayer – Tierarzt, Tierethiker und eine der prägenden Stimmen
im deutschsprachigen Diskurs über Jagd, Ethik und Wissenschaft.
Ausgangspunkt des Gesprächs ist eine grundlegende Verschiebung: Mit
der Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz steht ein weiterhin
streng geschütztes Tier plötzlich im Kontext jagdrechtlicher
Zuständigkeiten. Begriffe wie „Bestandsmanagement“ oder „Hobbyjagd“
prägen seither verstärkt die politische und gesellschaftliche
Debatte. Rudolf Winkelmayer stellt die Hobbyjagd als solche
grundsätzlich infrage: Angesichts gesellschaftlicher Veränderungen
und eines wachsenden Stellenwerts des Tierschutzes hält er es für
durchaus möglich, dass die Hobbyjagd in den kommenden 10 bis 20
Jahren – ähnlich wie im Kanton Genf – weitgehend abgeschafft wird.
Zugleich ordnet er die häufig behauptete Rolle der Jagd kritisch
ein: Die Jagd reguliert Wildbestände nicht im ökologischen Sinne,
und für viele Arten besteht aus wissenschaftlicher Sicht keine
Notwendigkeit jagdlicher Regulierung. Stattdessen plädiert der
ehemalige Jäger für eine, wie er sie nennt, „Ultima-Ratio-Jagd“
sowie für ein umfassendes Biodiversitätsmanagement. Im Zentrum
steht dabei immer wieder der Wolf als hochsozialer Beutegreifer.
Welche Folgen hat seine Bejagung für Rudelstrukturen, Ökosysteme
und Konfliktdynamiken? Und was lässt sich wissenschaftlich
belastbar sagen – jenseits von Annahmen, Narrativen und Mythen? Die
Folge beleuchtet diese Fragen faktenbasiert und vielschichtig. Sie
verbindet ökologische Erkenntnisse und ethische Überlegungen – und
öffnet den Raum für eine grundlegende gesellschaftliche
Perspektive: Die Natur und die in ihr lebenden Tiere gehören uns
allen. Daraus ergibt sich ein legitimes Mitspracherecht der
Gesellschaft im Umgang mit Wildtieren – gerade bei so kontroversen
Themen wie der Jagd.
Weitere Episoden
1 Stunde 38 Minuten
vor 2 Tagen
44 Minuten
vor 2 Wochen
58 Minuten
vor 3 Wochen
1 Stunde 3 Minuten
vor 1 Monat
1 Stunde 9 Minuten
vor 1 Monat
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.