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vor 3 Wochen
Spaniens Korruptionsbeben: Die Justiz greift ins Machtzentrum
Spanien erlebt ein politisches Erdbeben: Ein Ex-Minister, sein
Vertrauter und ein Unternehmer stehen im Zentrum des Caso Koldo.
Ein Minister des kommunistischen Präsidenten Sanchez sitzt im
Knast. Es geht um Maskengeschäfte, Bargeld, Parteikassen,
Staatsfirmen – und um die Frage, wie tief die Affäre in das
Machtzentrum von Pedro Sánchez reicht. Immerhin muß sich seine Frau
wegen Korruption vor Gericht verantworten. Nicht nur, daß große
Summen der EU in spanische Haushaltslöcher geflossen sind, darunter
wesentlich auch deutsche Steuergelder, von 30 Mrd ist die Rede -
der Clan um Ministerpräsident Sanchez hat sich offenbar skrupellos
die Taschen voll gemacht. Vor dem Tribunal Supremo ist der erste
große Prozess der sogenannten Operación Delorme, besser bekannt als
Caso Koldo, abgeschlossen; das Urteil steht aus. Die
Antikorruptionsstaatsanwaltschaft fordert 24 Jahre Haft für Ábalos,
19 Jahre und sechs Monate für Koldo García und sieben Jahre für
Aldama. Der Fall Spanien ist auch eine Mahnung an Europa:
Korruption beginnt dort, wo Parteien den Staat als Eigentum
betrachten. Und er zeigt: es gibt noch eine unabhängige Justiz. Ein
Gespräch mit Thomas Punzmann von TE, der selbst lange in Spanien
gelebt hatte. Dieser Wecker wird unterstützt von der INNOMOTION AG.
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