Beschreibung
vor 1 Monat
In dieser Folge ist Dr. Dominic Henze bei uns zu Gast. Dominic hat
an der TUM promoviert, dort jahrelang Software Engineering gelehrt
und baut heute unter anderem als Berater bei Serapion KI-gestützte
universitäre Lernassistenten wie Syntea, einen AI StudyBuddy, mit
dem mittlerweile fast sechsstellige Mengen an Studierenden
arbeiten. Was uns an Dominic sofort aufgefallen ist, er kennt beide
Seiten. Die Forschung und die Praxis. Die Lehre und die Wirtschaft.
Und er hat eine sehr differenzierte Haltung zu der Frage, was KI in
der Bildung leisten kann und wo sie an ihre Grenzen stößt. Dominic
erzählt, wie sein Team personalisierte Lernwege mit KI ermöglicht.
Manche Studierende brauchen Austausch, andere wollen nur ein Skript
lesen und an einzelnen Stellen nachfragen. Genau das macht ein
guter AI Tutor möglich. Besonders spannend ist das Beispiel von
Psychologiestudierenden die Patientengespräche mit einem KI-Modell
üben konnten und teilweise lieber mit der KI als mit einem Menschen
arbeiteten. Gleichzeitig stellt Dominic eine der stärksten Fragen
dieser Folge: Haben wir aus Social Media und Internet eigentlich
genug gelernt, um mit KI reflektiert umzugehen? Sein Gefühl: noch
nicht. Ein großer Teil des Gesprächs dreht sich um das, was Dominic
das „Problem des Juniors" nennt. Wenn KI in drei Minuten liefert,
was ein Berufseinsteiger in Tagen erarbeitet hätte, wie
rechtfertigen Unternehmen dann noch, Juniors einzustellen? Und wenn
wir das nicht lösen, wer baut dann in zehn Jahren die kritische
Infrastruktur? Auch Vibe Coding besprechen wir intensiv. Michael
bringt fünf Risiken mit, Dominics Einordnung dazu ist nüchtern und
ehrlich. Es funktioniert für kleine Projekte. Für ein Produkt, das
Millionen Nutzende begleiten soll, sicher skaliert und
rechtskonform ist, reicht es bei weitem nicht. Unsere Take-aways
aus dieser spannenden Folge: 1. Gute Lehre lebt von Menschen. Ein
KI-Tutor kann personalisieren und skalieren, aber er ersetzt keine
Vorbilder und keinen zwischenmenschlichen Motivationsfaktor. 2. KI
macht das Lernen von Fakten einfacher. Das kritische Prüfen von
Informationen wird dadurch umso wichtiger. Und genau daran fehlt es
noch. 3. Das Problem des Juniors ist real. Wenn Einstiegsaufgaben
wegfallen, müssen wir neu denken, wie Berufseinsteiger Erfahrung
sammeln. 4. Vibe Coding hat Grenzen. Was funktioniert und was
skaliert sind zwei sehr verschiedene Dinge. 5. Die Frage: Wo müssen
wir in der Bildung und in Unternehmen neu ansetzen, damit die
nächste Generation nicht auf der Strecke bleibt? Danke fürs Zuhören
und bis zur nächsten Folge! Eure Oskar & Michael #Leadership
#GenZ #Führung #Stärkenorientierung #ReverseMentoring #NewWork #KI
#ZoomerMeetsBoomer
an der TUM promoviert, dort jahrelang Software Engineering gelehrt
und baut heute unter anderem als Berater bei Serapion KI-gestützte
universitäre Lernassistenten wie Syntea, einen AI StudyBuddy, mit
dem mittlerweile fast sechsstellige Mengen an Studierenden
arbeiten. Was uns an Dominic sofort aufgefallen ist, er kennt beide
Seiten. Die Forschung und die Praxis. Die Lehre und die Wirtschaft.
Und er hat eine sehr differenzierte Haltung zu der Frage, was KI in
der Bildung leisten kann und wo sie an ihre Grenzen stößt. Dominic
erzählt, wie sein Team personalisierte Lernwege mit KI ermöglicht.
Manche Studierende brauchen Austausch, andere wollen nur ein Skript
lesen und an einzelnen Stellen nachfragen. Genau das macht ein
guter AI Tutor möglich. Besonders spannend ist das Beispiel von
Psychologiestudierenden die Patientengespräche mit einem KI-Modell
üben konnten und teilweise lieber mit der KI als mit einem Menschen
arbeiteten. Gleichzeitig stellt Dominic eine der stärksten Fragen
dieser Folge: Haben wir aus Social Media und Internet eigentlich
genug gelernt, um mit KI reflektiert umzugehen? Sein Gefühl: noch
nicht. Ein großer Teil des Gesprächs dreht sich um das, was Dominic
das „Problem des Juniors" nennt. Wenn KI in drei Minuten liefert,
was ein Berufseinsteiger in Tagen erarbeitet hätte, wie
rechtfertigen Unternehmen dann noch, Juniors einzustellen? Und wenn
wir das nicht lösen, wer baut dann in zehn Jahren die kritische
Infrastruktur? Auch Vibe Coding besprechen wir intensiv. Michael
bringt fünf Risiken mit, Dominics Einordnung dazu ist nüchtern und
ehrlich. Es funktioniert für kleine Projekte. Für ein Produkt, das
Millionen Nutzende begleiten soll, sicher skaliert und
rechtskonform ist, reicht es bei weitem nicht. Unsere Take-aways
aus dieser spannenden Folge: 1. Gute Lehre lebt von Menschen. Ein
KI-Tutor kann personalisieren und skalieren, aber er ersetzt keine
Vorbilder und keinen zwischenmenschlichen Motivationsfaktor. 2. KI
macht das Lernen von Fakten einfacher. Das kritische Prüfen von
Informationen wird dadurch umso wichtiger. Und genau daran fehlt es
noch. 3. Das Problem des Juniors ist real. Wenn Einstiegsaufgaben
wegfallen, müssen wir neu denken, wie Berufseinsteiger Erfahrung
sammeln. 4. Vibe Coding hat Grenzen. Was funktioniert und was
skaliert sind zwei sehr verschiedene Dinge. 5. Die Frage: Wo müssen
wir in der Bildung und in Unternehmen neu ansetzen, damit die
nächste Generation nicht auf der Strecke bleibt? Danke fürs Zuhören
und bis zur nächsten Folge! Eure Oskar & Michael #Leadership
#GenZ #Führung #Stärkenorientierung #ReverseMentoring #NewWork #KI
#ZoomerMeetsBoomer
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