Podcaster
Episoden
18.02.2026
53 Minuten
Diese Woche haben wir wie versprochen endlich wieder Verstärkung.
Es sitzt dieses Mal die Gen X mit am Tisch. Mit Raphael Gielgen,
Trendscout Future of Work bei Vitra, haben wir jemanden im
Gespräch, der weltweit beobachtet, wie Arbeit sich tatsächlich
verändert. Raphael sieht jedes Jahr hunderte Organisationen. Er
spricht mit Führungsetagen, Start-ups, Forscher:innen. Dabei stellt
er eine einfache Frage: Wer gestaltet die Zukunft der Arbeit und
wer reagiert nur? Wir sprechen über fünf neue Realitäten: 1.
Zukunft ist eine Verteilungsfrage. Innovation existiert längst. Sie
ist nur ungleich verteilt. Einige Organisationen arbeiten bereits
im Jahr 2028. Andere kämpfen noch mit 2012. 2. Technologie
multipliziert Denkqualität. KI verstärkt, was da ist. Struktur wird
produktiver. Chaos wird schneller. Wer Prozesse nicht klärt,
beschleunigt nur Verwirrung. 3. Räume sind Strategie. Das Büro ist
kein Pflicht Ort, sondern ein Entscheidungsinstrument. Wer
Begegnung bewusst gestaltet, gewinnt Geschwindigkeit und Vertrauen.
4. Fokus ist die neue Währung. Meetings, Kanäle, Sichtbarkeit:
alles skaliert. Wirkung entsteht dort, wo Prioritäten klar sind.
Lautstärke beeindruckt, wirkt aber nicht immer nachhaltig. Klarheit
hingegen performed und ermöglicht echte Veränderung. 5. Führung
entscheidet über Energie. Der Stil ist Geschmacksache, aber die
Wirkung ist messbar. Gute Führung schafft Orientierung, reduziert
Komplexität und erhöht Entscheidungsqualität. Teams spüren das
sofort. Unser Fazit nach dieser Folge: / Die Zukunft der Arbeit
wird nicht durch Tools entschieden. Sie wird durch Haltung,
Priorisierung und Mut entschieden. Und dabei ist Zukunft jeden Tag
aufs Neue eine bewusste Entscheidung. Zum Schluss ein paar Fragen
Fragen an euch: / Wo arbeitet ihr bereits in der Zukunft und wo
verwaltet ihr noch Vergangenheit? / Und welche Entscheidung würde
eure Organisation sofort beschleunigen, wenn ihr sie morgen treffen
würdet? / Schreibt uns, teilt die Folge mit Menschen, die gestalten
wollen, und gebt uns gerne 5 Sterne auf der Podcastplattform Eurer
Wahl 🫶 Vielen Dank und bis zur nächsten Folge! Eure Oskar &
Michael #Leadership #GenZ #Führung #Stärkenorientierung
#Feedbackkultur #ReverseMentoring #NewWork #KI #ZoomerMeetsBoomer
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04.02.2026
28 Minuten
In Folge 66 nehmen wir einen Artikel der Harvard Business Review
zum Ausgangspunkt. Kurz vor Weihnachten stellte die Autorin
Stefanie Fernández der globalen HBR-Community eine einfache, aber
weitreichende Frage: How did your work change in 2025? Michael hat
den Artikel gelesen, die Antworten reflektiert und seine Gedanken
dazu auf LinkedIn geteilt. Der Post hat eine ungewöhnlich große
Resonanz ausgelöst. Für uns ein Zeichen, dass viele gerade an einem
ähnlichen Punkt stehen. Wir gehen fünf Beobachtungen durch, die
sich aus dem Artikel und aus unserer eigenen Praxis verdichten.
Erstens: KI ist überall, aber Wirkung bleibt rar. Michael
beschreibt, dass KI vor allem auf vorhandene Qualität skaliert.
Gute Strukturen werden besser, schlechte werden sichtbarer. Oskar
ergänzt aus seiner Arbeit, dass viele Organisationen KI einsetzen,
ohne Prozesse, Rollen oder Prioritäten zu klären. Es entsteht
Aktivität, aber noch keine Wertschöpfung. Zweitens: Arbeit ist
lauter geworden, nicht klarer. Mehr Kanäle, mehr Meetings, mehr
Sichtbarkeit. Aber nicht automatisch bessere Zusammenarbeit. Oskar
spricht über Fokus, bewusste Pausen und die Verantwortung jedes
Einzelnen, Lautstärke zu reduzieren. Michael ergänzt, dass
Transparenz ohne Orientierung schnell zur Überforderung wird.
Drittens: Führung wirkt, oder sie wirkt nicht. Der Stil ist
zweitrangig. Wirksame Führung zeigt sich im Alltag. Nicht im
Leitbild. Oskar erzählt von klarer, ruhiger Führung, die ohne große
Worte Sicherheit schafft. Michael ordnet ein, dass Führung jetzt
umso mehr messbar wird an Energie, Entscheidungsqualität und Fokus
im Team. Viertens: Der Engpass ist der Mensch, nicht die
Technologie. Überforderung blockiert Leistung nachhaltiger als
fehlende Tools. Psychologische Sicherheit ist heute einer der
treibenden Produktivitätsfaktoren. Oskar beschreibt, warum der
Versuch, den Menschen aus der Gleichung zu nehmen, kurzsichtig ist
auch im Bezug auf den aktuellen Jobmarkt und den Umgang mit jungen
Arbeitskräften. Michael betont, dass Investitionen in Klarheit,
Beziehung und Training langfristig wirksamer sind als der nächste
Tool-Rollout. Fünftens: Sicherheit und Planbarkeit sind keine
Konstanten mehr. Karrieren werden brüchiger, Loyalitäten
verschieben sich. Weg von Organisationen, hin zu Sinn, Lernen und
innerer Stabilität. Oskar beschreibt Sicherheit als Unabhängigkeit
und Wertbindung. Michael ergänzt, dass Führung heute Halt geben
muss, ohne falsche Sicherheit zu versprechen. Am Ende stellen wir
eine gemeinsame Frage: Wenn Fokus, Klarheit und Wirksamkeit die
neuen Wettbewerbsvorteile sind, was lassen wir 2026 bewusst weg?
Und wir möchten von euch hören: Wo erlebt ihr gerade mehr Aktivität
als Wirkung? Und was hat eure Arbeit in den letzten Monaten
wirklich verändert? Schreibt uns, kommentiert, teilt die Folge mit
Menschen aus unterschiedlichen Generationen. Wenn ihr mögt, gebt
uns fünf Sterne und helft mit, dass unser Podcast gehört wird. Bis
zur nächsten Folge. Oskar & Michael #Leadership #GenZ #Führung
#Stärkenorientierung #Feedbackkultur #ReverseMentoring #NewWork #KI
#ZoomerMeetsBoomer
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21.01.2026
39 Minuten
In Folge 65 greifen wir eine Überschrift auf, die gerade immer
wieder durch LinkedIn, sowie die Medien und Chefetagen wabert: „New
Work ist tot.“ Wir wollen in der Folge nicht missionieren. Aber wir
müssen sortieren. Was war Hype? Was war ein echter Fortschritt? Was
war ein Missverständnis? Wir versuchen es mit der Einordnung über
den Gartner Hype Cycle. Innovations-Trigger, Gipfel der
Erwartungen, Tal der Enttäuschung und dann erst die Phase, in der
Dinge produktiv werden. Und genau so fühlt es sich gerade an: Nach
Covid kam Turbo und damit die hohen Erwartungen. Dann kam die
Gegenbewegung. Krisenmodus, Kostendruck, Kontrolle, Präsenzpflicht.
Und plötzlich tun viele so, als wäre „New Work“ nur Tischkicker,
Homeoffice und Obstkorb gewesen. Michael geht zurück zur Herkunft
des Begriffs und sagt klar: New Work ist viel größer als ein
Feelgood-Programm. Es geht um Grundbedürfnisse von Menschen bei der
Arbeit: - gesehen werden, - wirksam sein, - lernen, - gestalten, -
sich verbinden. - Und auch davon leben können. Vor allem aber geht
es darum, dass technologische Umbrüche uns zwingen, Arbeit neu zu
denken, als ernsthafte Arbeitsgestaltung. Wir reden über den
Rückfall in alte Muster: / Warum greifen Unternehmen in unsicheren
Zeiten wieder zu Command & Control? / Warum wirkt das
kurzfristig beruhigend, aber langfristig zerstörerisch? / Und warum
führt KI ausgerechnet dazu, dass die New-Work-Frage härter wird und
nicht weicher? / Wenn KI Routine übernimmt, werden Vertrauen,
Lernfähigkeit, gute Führung und psychologische Sicherheit zum
echten Wettbewerbsvorteil. Unsere Take-aways aus der Folge:
Erstens: New Work ist nicht „weniger Arbeit“. Es ist bessere,
bewusstere, menschlichere Arbeit mit klaren Rollen, Feedback,
erklärbaren Entscheidungen und echter Lernfähigkeit. Zweitens: Büro
oder Homeoffice ist nicht die Kernfrage. Die Kernfrage ist: Wie
schaffen wir Bindung, Klarheit und Zusammenarbeit und zwar so, dass
Menschen Leistung bringen können, ohne innerlich zu kündigen?
Drittens: KI zwingt uns, das Thema ernst zu nehmen. Wer nur zurück
in alte Muster will, wird es schwer haben. Wer Führung, Vertrauen
und Entwicklung bestärkt, wird schneller, resilienter und
attraktiver für Talente aus jeder Generation. Zum Schluss unsere
Frage an euch: Wo erlebt ihr gerade den größten Rückfall in alte
Muster? Im sozialen Umfeld, bei der Arbeit, in der Gesellschaft?
Und was ist ein konkreter New-Work-Hebel, der bei euch wirklich
funktioniert, egal ob Büro, Hybrid oder Remote? Schickt uns eine
Nachricht mit eurem besten Beispiel für „New Work mit Substanz“.
Wir greifen ein paar davon in der nächsten Folge auf. Bis bald,
eure Oskar & Michael. Danke fürs Zuhören und bis zur nächsten
Folge! #Leadership #GenZ #Führung #Stärkenorientierung
#Feedbackkultur #ReverseMentoring #NewWork #KI #ZoomerMeetsBoomer
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07.01.2026
33 Minuten
In einer ruhigen, persönlichen Folge, aufgenommen zwischen
Weihnachten und Neujahr, sprechen wir über gesellschaftliche
Entwicklungen, die trotz KI, Jobunsicherheit, politischer
Spannungen und Umbrüche Mut machen. Wir diskutieren drei
Hoffnungsstränge rund um Arbeit, Lernen, Unternehmertum, Leadership
und Zusammenarbeit und beobachten, welche Entwicklungen bereits
heute sichtbar sind. Oskars Blick beginnt bei einem Thema, das
viele gerade beschäftigt: Es gibt weniger Einstiegsjobs. Seine
Hoffnung: Das kann Unternehmertum befeuern. Wenn klassische
Junior-Rollen verschwinden, entsteht Raum für Neues. Gründen wird
zur Default-Option, ermöglicht durch KI, Micro-Startups und
Solopreneurship. Zweitens sieht er KI als Produktivitäts-Equalizer:
Nicht Titel oder Herkunft zählen, sondern Output. Sehr kleine Teams
können mit großen mithalten, weil heute vieles skalierbar ist, von
Research über Design bis Marketing. Drittens plädiert er für eine
neue Lernlogik statt Karrierelogik: kontinuierliches Lernen schlägt
einmalige Abschlüsse. Reputation entsteht über Projekte, nicht über
Titel. Sein Satz dazu: „In Zukunft zählt nicht dein Lebenslauf,
sondern dein Output.“ Michaels Hoffnung dreht sich vor allem um
Leadership und Organisationen. Erstens: Nach Effizienz kommt
Beziehung, auch in der Führung. Psychologische Sicherheit, Zuhören
und Verantwortung teilen werden zum echten Erfolgsfaktor. Zweitens:
Arbeit wird von Ort und Alter entkoppelt. Erfahrung bleibt jetzt
länger relevant. Mentoring wird wichtiger als klassisches
Management, Altersdiversität ist heute strategisch und nicht
sozialromantisch. Drittens: Organisationen werden lernfähiger.
Experimente statt Masterpläne. Eine echte Lern- und Fehlerkultur
wird zur Überlebensfrage, Führungskräfte werden zu Lernarchitekten.
Wenn du nach einem ganz konkreten, kleinen Einstieg suchst: Stell
in deinem Team einmal die Frage „Was ist euer coolster
Produktivitätshack mit KI, den ihr zuletzt genutzt habt?“ Ein
Prompt, ein Tool, eine Anwendung, eine Idee. Zehn Minuten später
sind alle schlauer. Oder wenn ihr schon zu viel von KI habt, teilt,
was ihr dieses Jahr wieder bewusst ohne die KI machen wollt. Was
gibt dir Hoffnung für 2026? Schreib uns, diskutiere mit, oder fang
im Kleinen an: Teile dein Wissen. Probiere aus. Lerne weiter. Wenn
euch die Folge gefällt, freuen wir uns über , Kommentare und
Weiterempfehlungen. Danke fürs Zuhören und habt einen guten Start
ins neue Jahr! #Leadership #GenZ #Führung #Stärkenorientierung
#Feedbackkultur #ReverseMentoring #NewWork #KI #ZoomerMeetsBoomer
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17.12.2025
38 Minuten
Zum Jahresabschluss sprechen wir über die fünf großen Themen die
2025 für uns geprägt haben: 1. Die Entwicklungsgeschwindigkeit der
KI und ihre gesellschaftlichen Folgen Oskar beschreibt die rasante
Entwicklung: Sora generiert seit einigen Monaten lebensechte
Videos, Veo liefert fotorealistische Bildwelten in Sekunden,
Gemini, ChatGPT und sogar CoPilot verbessern sich wöchentlich. Mit
der technischen Macht wächst das Risiko. Perfekte Voice- und
Video-Fälschungen ermöglichen Enkeltricks 2.0. Unser Tipp: Ein
Familien-Codewort, das niemand imitieren kann. Die Tools entwickeln
sich schneller, als wir als Gesellschaft, Organisationen und
Familien folgen können. 2. Arbeit verändert sich schneller als
unsere Arbeitswelt Michael ergänzt aus der New-Work-Perspektive: KI
trifft zuerst White-Collar-Jobs. Rollen, Profile und ganze
Aufgabenbereiche verändern sich radikal. Neue Jobs entstehen, alte
verschwinden. Nicht 2040, sondern jetzt. Besonders beeindruckt hat
ihn Dario Amodeis Analyse zu den Effekten auf Arbeit, Produktivität
und Risiken. 3. Angst als globaler Begleiter Angst dominiert: vor
Geschwindigkeit, Kontrollverlust, Zukunft. Oskar sagt: „Angst ist
verständlich, aber sie hält uns davon ab, Teil der Lösung zu sein."
Sobald man ins Tun kommt, im Unternehmen, Ehrenamt oder politisch,
wird die Angst kleiner. Das ist unsere Erfahrung, dafür machen wir
uns stark. 4. Der Generationenvertrag steht auf der Kippe Für
Michael war die Rentendebatte zentral. Seine Diagnose: Unsere
Demografie schlägt jede Ideologie. Die jetzige Rentenlogik ist
nicht mehr tragfähig. Es braucht ein neues Modell, das junge
Menschen nicht überlastet, aber Ältere einbindet statt abschreibt.
Michael wünscht sich längere, flexiblere Übergänge, mehr
Teilzeitmodelle im Alter, Mentoring und Motivation für Engagement.
5. Die Rückkehr ins Analoge als Gegenpol Trotz aller KI-Entwicklung
spüren wir beide einen klaren Trend, der sich auch in der Forschung
finden lässt. Weniger Social Media, mehr echte Begegnungen. Lesen,
Schreiben, Kochen, Sport und Natur statt Doomscrolling.
Padel-Tennis (Michael) und Weiher (Oskar) werden bei uns zu
Ankerpunkten. Das Analoge wird nicht schwächer, es wird wertvoller.
Es ist unser Gegengewicht, unser Ausgleich, unsere Erdung. Danke
für euer Zuhören, eure Nachrichten und Gedanken. Wir machen weiter
mit Freude, Neugier und gegenseitigem Vertrauen. Wenn euch die
Folge gefällt, freuen wir uns über , Kommentare und
Weiterempfehlungen. Danke fürs Zuhören und bis nächstes Jahr!
#Leadership #GenZ #Führung #Stärkenorientierung #Feedbackkultur
#ReverseMentoring #NewWork #KI #ZoomerMeetsBoomer
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Über diesen Podcast
ZOOMER MEETS BOOMER … weil uns mehr verbindet, als uns trennt. Der
Reverse Mentoring Podcast mit Oskar und Michael Trautmann will
Brücken schaffen und Vorurteile zwischen unseren Generationen
auflösen, um wieder mehr Positivität in die aktuelle Arbeitswelt zu
bringen. Der Podcast wird durch ausgewählte Gäste ergänzt und
entwickelt sich durch und mit seinen Zuhörer:innen.
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