Mehr Leben, weniger Arbeit: Teilzeit ab 50 spaltet
vor 1 Tag
Der Arbeitgeberverband kritisiert «Lifestyle-Teilzeit» bei Menschen
ab 50. Sie könnten mehr arbeiten, tun es aber nicht. Ist das
verständlich, wenn man genug verdient und mehr Freizeit will? Oder
unfair, weil der Schweiz Arbeitskräfte fehlen?
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vor 1 Tag
Der Arbeitgeberverband kritisiert «Lifestyle-Teilzeit» bei Menschen
ab 50. Sie könnten mehr arbeiten, tun es aber nicht. Ist das
verständlich, wenn man genug verdient und mehr Freizeit will? Oder
unfair, weil der Schweiz Arbeitskräfte fehlen? Die Jungen seien
faul, hiess es lange. Jetzt zeigt der Schweizerische
Arbeitgeberverband auf eine andere Gruppe: Menschen über 50, die
weniger arbeiten, obwohl sie mehr arbeiten könnten. Der
Arbeitgeberverband spricht von «Lifestyle-Teilzeit». Gemeint sind
Menschen, die ihr Pensum nicht wegen Kindern, Weiterbildung oder
Krankheit reduzieren, sondern weil sie mehr Zeit für sich wollen.
Der Verband betont aber: Teilzeit an sich sei wichtig, etwa für
Vereinbarkeit, Bildung und Gesundheit. Kritisch sieht er
freiwillige Teilzeit dort, wo Menschen mehr arbeiten könnten, es
aber nicht tun. Laut Arbeitgeberverband steckt darin ein grosses
ungenutztes Arbeitskräftepotenzial, gerade in einer Zeit, in der
der Schweiz Fachkräfte fehlen. Daniel Kopp vom Schweizerischen
Gewerkschaftsbund hält dagegen: Viele Menschen reduzierten nicht
einfach aus Bequemlichkeit, sondern weil Druck, Stress und ständige
Erreichbarkeit in der Arbeitswelt zugenommen hätten. Wer die
Erwerbstätigkeit fördern wolle, müsse deshalb zuerst bei den
Arbeitsbedingungen ansetzen. Teilzeit ab 50: «Lifestyle» oder gutes
Recht? Ist es problematisch, wenn Menschen weniger arbeiten, obwohl
sie mehr könnten? Oder ist Freizeit ein guter Grund, wenn man dafür
auf Lohn verzichtet? In der Diskussionssendung «Forum» debattieren:
· Patrick Chuard-Keller, Chefökonom Schweizerischer
Arbeitgeberverband · Daniel Kopp, Zentralsekretär des
Schweizerischen Gewerkschaftsbunds Moderation und Redaktion: Sandra
Schiess Online: Eric Dauer
ab 50. Sie könnten mehr arbeiten, tun es aber nicht. Ist das
verständlich, wenn man genug verdient und mehr Freizeit will? Oder
unfair, weil der Schweiz Arbeitskräfte fehlen? Die Jungen seien
faul, hiess es lange. Jetzt zeigt der Schweizerische
Arbeitgeberverband auf eine andere Gruppe: Menschen über 50, die
weniger arbeiten, obwohl sie mehr arbeiten könnten. Der
Arbeitgeberverband spricht von «Lifestyle-Teilzeit». Gemeint sind
Menschen, die ihr Pensum nicht wegen Kindern, Weiterbildung oder
Krankheit reduzieren, sondern weil sie mehr Zeit für sich wollen.
Der Verband betont aber: Teilzeit an sich sei wichtig, etwa für
Vereinbarkeit, Bildung und Gesundheit. Kritisch sieht er
freiwillige Teilzeit dort, wo Menschen mehr arbeiten könnten, es
aber nicht tun. Laut Arbeitgeberverband steckt darin ein grosses
ungenutztes Arbeitskräftepotenzial, gerade in einer Zeit, in der
der Schweiz Fachkräfte fehlen. Daniel Kopp vom Schweizerischen
Gewerkschaftsbund hält dagegen: Viele Menschen reduzierten nicht
einfach aus Bequemlichkeit, sondern weil Druck, Stress und ständige
Erreichbarkeit in der Arbeitswelt zugenommen hätten. Wer die
Erwerbstätigkeit fördern wolle, müsse deshalb zuerst bei den
Arbeitsbedingungen ansetzen. Teilzeit ab 50: «Lifestyle» oder gutes
Recht? Ist es problematisch, wenn Menschen weniger arbeiten, obwohl
sie mehr könnten? Oder ist Freizeit ein guter Grund, wenn man dafür
auf Lohn verzichtet? In der Diskussionssendung «Forum» debattieren:
· Patrick Chuard-Keller, Chefökonom Schweizerischer
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