Braucht es höhere Hürden für den Zivildienst?
vor 2 Tagen
Am 14. Juni entscheidet die Schweiz über das neue
Zivildienstgesetz. Der Zugang zum Zivildienst soll erschwert
werden, damit Armee und Zivilschutz mehr Personen zur Verfügung
stehen. Kritiker bezweifeln die Wirkung der Massnahmen und betonen
die Wicht ...
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Beschreibung
vor 2 Tagen
Am 14. Juni entscheidet die Schweiz über das neue
Zivildienstgesetz. Der Zugang zum Zivildienst soll erschwert
werden, damit Armee und Zivilschutz mehr Personen zur Verfügung
stehen. Kritiker bezweifeln die Wirkung der Massnahmen und betonen
die Wichtigkeit des Zivildienstes für die Gesellschaft. Wer den
Militärdienst nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, kann
Zivildienst leisten. Bis 2009 brauchte es dafür eine
Gewissensprüfung. Heute reicht ein Gesuch. Den Gewissenskonflikt
belegen Gesuchsteller dadurch, dass sie bereit sind, im Zivildienst
1,5-mal so viele Diensttage zu leisten wie in der Armee. Diese
können sie aber zeitlich und örtlich selbst einteilen. Dies scheint
für viele Dienstpflichtige attraktiv zu sein. Gab es im Jahr 2011
noch 4670 Zulassungen zum Zivildienst, waren es im letzten Jahr
7211. Ein neuer Höchststand. Bundesrat und Parlament möchten die
Zulassungen um 40 % auf rund 4000 pro Jahr reduzieren. Hintergrund
sind Personalprobleme in der Armee und in Zivilschutz. Mit über
140'000 Dienstpflichtigen liegt die Armee aktuell zwar im Soll,
warnt aber ab 2028 vor einem Unterbestand. Der Zivilschutz kämpft
über die ganze Schweiz gesehen bereits heute mit einem
Personalmangel. Geplante Massnahmen Künftig sollen weniger
Schweizer Zivildienst leisten. Erreicht werden soll dies mit
verschiedenen Massnahmen. Unter anderem bleibt in Zukunft die
Mindestzahl von 150 Diensttage bestehen, unabhängig davon, wie
viele Tage bereits im Militär geleistet wurden. Der Faktor 1.5 für
die Zivildienstpflicht (im Vergleich zur Wehrdienstpflicht) soll
auch für Unteroffiziere oder Offiziere gelten. Im Weiteren wird
eine jährliche Einsatzpflicht im Zivildienst eingeführt (früher
frei planbar). Und da der Armee medizinisches Personal fehlt, soll
es im Zivildienst in Zukunft keine Einsätze mehr geben, die ein
Studium in Human-, Zahn-, oder Veterinärmedizin erfordern.
Pro/Contra Gegen die Gesetzesänderung haben der Zivildienstverband
Civiva und die Jungen Grünen das Referendum ergriffen. Der
Zivildienst leiste einen enormen Beitrag in der Gesellschaft,
insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Umwelt und soziale
Arbeit. Eine Einschränkung des Zivildienstes wäre ein erheblicher
Verlust und löse die Probleme der Armee nicht. Die Befürworter
argumentieren, dass die Revision für mehr Gerechtigkeit sorge.
Besonders gegenüber jenen, die ihren Dienst in Armee und
Zivilschutz pflichtbewusst leisten. Die Massnahmen sichern die
Verteidigungsbereitschaft der Schweiz und sichert Bestände. Der
Dienst in der Armee oder im Zivilschutz werde wieder zum
Normalfall, während der Zivildienst nur für begründete Ausnahmen
zum Zug kommt. Soll der Zivildienst unattraktiver werden, zugunsten
von Armee und Zivilschutz? Oder wäre das ein grosser Verlust für
die gesamte Gesellschaft? Darüber diskutieren im Forum: · Ja zu
höheren Hürden: Melanie Racine, Vizepräsidentin Jungfreisinnige
Schweiz · Nein zu höheren Hürden: Valentin Humbel, JUSO Luzern Die
Sendung wird auch Live im Fernsehen auf SRF 1 übertragen.
Zivildienstgesetz. Der Zugang zum Zivildienst soll erschwert
werden, damit Armee und Zivilschutz mehr Personen zur Verfügung
stehen. Kritiker bezweifeln die Wirkung der Massnahmen und betonen
die Wichtigkeit des Zivildienstes für die Gesellschaft. Wer den
Militärdienst nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, kann
Zivildienst leisten. Bis 2009 brauchte es dafür eine
Gewissensprüfung. Heute reicht ein Gesuch. Den Gewissenskonflikt
belegen Gesuchsteller dadurch, dass sie bereit sind, im Zivildienst
1,5-mal so viele Diensttage zu leisten wie in der Armee. Diese
können sie aber zeitlich und örtlich selbst einteilen. Dies scheint
für viele Dienstpflichtige attraktiv zu sein. Gab es im Jahr 2011
noch 4670 Zulassungen zum Zivildienst, waren es im letzten Jahr
7211. Ein neuer Höchststand. Bundesrat und Parlament möchten die
Zulassungen um 40 % auf rund 4000 pro Jahr reduzieren. Hintergrund
sind Personalprobleme in der Armee und in Zivilschutz. Mit über
140'000 Dienstpflichtigen liegt die Armee aktuell zwar im Soll,
warnt aber ab 2028 vor einem Unterbestand. Der Zivilschutz kämpft
über die ganze Schweiz gesehen bereits heute mit einem
Personalmangel. Geplante Massnahmen Künftig sollen weniger
Schweizer Zivildienst leisten. Erreicht werden soll dies mit
verschiedenen Massnahmen. Unter anderem bleibt in Zukunft die
Mindestzahl von 150 Diensttage bestehen, unabhängig davon, wie
viele Tage bereits im Militär geleistet wurden. Der Faktor 1.5 für
die Zivildienstpflicht (im Vergleich zur Wehrdienstpflicht) soll
auch für Unteroffiziere oder Offiziere gelten. Im Weiteren wird
eine jährliche Einsatzpflicht im Zivildienst eingeführt (früher
frei planbar). Und da der Armee medizinisches Personal fehlt, soll
es im Zivildienst in Zukunft keine Einsätze mehr geben, die ein
Studium in Human-, Zahn-, oder Veterinärmedizin erfordern.
Pro/Contra Gegen die Gesetzesänderung haben der Zivildienstverband
Civiva und die Jungen Grünen das Referendum ergriffen. Der
Zivildienst leiste einen enormen Beitrag in der Gesellschaft,
insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Umwelt und soziale
Arbeit. Eine Einschränkung des Zivildienstes wäre ein erheblicher
Verlust und löse die Probleme der Armee nicht. Die Befürworter
argumentieren, dass die Revision für mehr Gerechtigkeit sorge.
Besonders gegenüber jenen, die ihren Dienst in Armee und
Zivilschutz pflichtbewusst leisten. Die Massnahmen sichern die
Verteidigungsbereitschaft der Schweiz und sichert Bestände. Der
Dienst in der Armee oder im Zivilschutz werde wieder zum
Normalfall, während der Zivildienst nur für begründete Ausnahmen
zum Zug kommt. Soll der Zivildienst unattraktiver werden, zugunsten
von Armee und Zivilschutz? Oder wäre das ein grosser Verlust für
die gesamte Gesellschaft? Darüber diskutieren im Forum: · Ja zu
höheren Hürden: Melanie Racine, Vizepräsidentin Jungfreisinnige
Schweiz · Nein zu höheren Hürden: Valentin Humbel, JUSO Luzern Die
Sendung wird auch Live im Fernsehen auf SRF 1 übertragen.
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