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Stromer in Afrika – Schneller als gedacht?

Stromer in Afrika – Schneller als gedacht?

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Die Kernbotschaft der ETH-Studie, die Schmidt leitete, ist ebenso
provokant wie fundiert: In vielen afrikanischen Ländern könnten
Elektrofahrzeuge bereits vor 2040 wirtschaftlicher sein als
Verbrenner. Das widerspricht der landläufigen Meinung, dass Afrika
noch Jahrzehnte an den «Dreckschleudern» des Westens hängen wird.
Bis 2050 wird sich der Fahrzeugbestand in Afrika voraussichtlich
verdoppeln. Diese gewaltige Nachfrage trifft auf eine neue
ökonomische Realität. Denn während in Europa der Verbrenner seit
vielen Jahrzehnten Tradition und damit auch Anhänger hat, geht es
in afrikanischen Ländern um nackte Zahlen: Die Menschen schauen
primär darauf, was am günstigsten und im Alltag am praktischsten
ist. In einem Umfeld ohne emotionale Bindung an die Kolbenmechanik
gewinnt schlicht das System, das die tiefsten Kosten verursacht.
Und hier haben die Stromer aufgrund der niedrigeren Betriebskosten
(Total Cost of Ownership) die Nase vorn. Dazu kommt die
Energieunabhängigkeit. Während viele Staaten teure Treibstoffe
importieren müssen, verfügt der afrikanische Kontinent über ein
grosses Potenzial an Solarenergie. Im Gespräch geht Schmidt, der
viel Zeit vor Ort verbracht hat, darauf ein, dass es jedoch nicht
die PKWs sind, die den Wandel vorantreiben. Vielmehr verbreiten
sich E-Zweiräder und E-Taxis in Windeseile. Diese legen täglich
hohe Kilometerleistungen zurück, wodurch sich die höheren
Anschaffungskosten der Batterie durch die massiven Einsparungen
beim Treibstoff extrem schnell amortisieren. Nun gilt es jedoch,
die grösste Hürde zu meistern: das fehlende Kapital. Aufgrund
politischer Risiken sind die Zinsen für Kredite oft extrem hoch,
was die hohen Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge oft
unerschwinglich macht. Dieses Vakuum machen sich Länder wie China
zunutze und drängen mit massiver staatlicher Unterstützung auf den
Markt. Von Äthiopiens radikalem Verbrenner-Importverbot bis hin zur
Frage, warum E-Fuels laut der Studie für Afrika eine technologische
Sackgasse sind – diese Folge liefert Einblicke in eine Dynamik, die
wir in Europa oft übersehen. Werden wir unsere alten Teslas bald
nach Uganda verschiffen? Und was kann Europa von der pragmatischen
Energie-Innovation Afrikas lernen? Wir freuen uns auf eure
Meinungen dazu und den Austausch mit der Community. Abonniere uns
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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